{"id":80218,"date":"2025-11-02T18:22:00","date_gmt":"2025-11-02T16:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=80218"},"modified":"2025-11-02T18:22:57","modified_gmt":"2025-11-02T16:22:57","slug":"unter-der-obhut-schutzheiliger-hl-hubertus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/unter-der-obhut-schutzheiliger-hl-hubertus\/","title":{"rendered":"Unter der Obhut Schutzheiliger \u2013 Hl. Hubertus"},"content":{"rendered":"<p>Im Ungarischen Katholischen Lexikon sowie im Deutschen lesen wir \u00fcber den Begriff \u201eSchutzheiliger\u201c folgendes: \u201eSchutzpatron, Patron, Patronin: ein von einem Volk, einer Di\u00f6zese, einer Ortschaft oder einer amtlichen Person mit Zustimmung des Heiligen Stuhls als himmlischer Besch\u00fctzer gew\u00e4hlter Heiliger. Bei Kirchen ist es der Titularheilige, zu dessen Ehren der Hauptaltar geweiht ist und unter dessen Schutz das betreffende Kloster oder die betreffende Siedlung oder Einrichtung gew\u00f6hnlich steht\u201c. Und der Titel einer Kirche (lateinisch: titulus ecclesiae) ist \u201eeine g\u00f6ttliche oder irdische Person (Heiliger), zu deren Ehren eine Kirche geweiht oder benannt ist. Neben dieser Person kann der Titel der Kirche auch das g\u00f6ttliche Geheimnis sein, das zu ihr geh\u00f6rt\u201c.<\/p>\n<p>\u201e<em>Item Paulus de Kakot solvit III. grossos<\/em>\u201c \u2013 so lautet ein Eintrag in den p\u00e4pstlichen Zehntregistern aus den Jahren 1332\u20131337 \u00fcber die Pfarrei Kakot, die zum Erzdiakonat von Temeswar geh\u00f6rte (De Archidyaconatu Timisiensi). Damals war ein Priester namens Paulus dort t\u00e4tig, der mit drei Groschen zur Unterst\u00fctzung der unterdr\u00fcckten Christen im Heiligen Land beitrug. Jahrhunderte sp\u00e4ter sollte dieser mittelalterliche Ort zur Gemeinde Orzydorf \/ Or\u021bi\u0219oara werden, die etwa auf halber Strecke zwischen Temeswar und Arad liegt. Auf Anfrage des Presseb\u00fcros teilte Pfarrer Piry Radulov, Seelsorger von Winga und Orzydorf mit, dass die Gemeinde, bestehend aus Gl\u00e4ubigen rum\u00e4nischer, ungarischer und deutscher Muttersprache, in diesem Jahr das Patrozinium der Hl. Hubertus-Kirche am 9. November um 16:00 Uhr feiern wird. Beim Festgottesdienst singt der M\u00e4nnerchor <em>Ad Patrem<\/em> unter der Leitung von Herrn Denis Moldovan, Organist der Katharinenkirche in Temeswar I. Innere Stadt. Auf Einladung des Pfarrers wird P. Cristian Tiba OFMConv der Hauptzelebrant der Festmesse sein.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-80212 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-1024x768.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20768%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2-1536x1152.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein St<\/strong><strong>\u00fcck <\/strong><strong>Geschichte<\/strong><br \/>\nIn seinem Werk \u201eMagyarorsz\u00e1g v\u00e1rmegy\u00e9i \u00e9s v\u00e1rosai \u2013 Temes v\u00e1rmegye (1896\u20131914)\u201c (Die Komitate und St\u00e4dte Ungarns \u2013 Komitat Temesch) schreibt der Historiker Samu Borovszky: \u201eOrzydorf ist eine gro\u00dfe Gemeinde entlang der Eisenbahnlinie Arad\u2013Temeswar. Sie z\u00e4hlt 564 H\u00e4user und 2161 Einwohner, mehrheitlich deutschsprachig und r\u00f6misch-katholisch. Im Mittelalter befand sich an der Stelle des heutigen Orzydorf die Ortschaft Kakat (Kokoth), deren erste urkundliche Erw\u00e4hnung aus dem Jahr 1318 stammt, als Andr\u00e1s, Sohn des Mikl\u00f3s aus Kokaachi, als benachbarter Grundbesitzer genannt wird. (\u2026) Im Jahr 1487 besa\u00dfen Bischof J\u00e1nos von Tschanad sowie P\u00e9ter und Imre D\u00f3czi Teile dieses Landes. (\u2026) Auf der Karte von Graf Mercy aus den Jahren 1723\u20131725 erscheint der Ort unter dem Namen \u201eKokot\u201c als unbewohnt. (\u2026) W\u00e4hrend der dritten deutschen Ansiedlungswelle unter Kaiser Joseph II. lie\u00df die Kaiserlische Administration mit Sitz in Temeswar 209 neue H\u00e4user auf diesem Gut errichten und siedelte zwischen 1784 und 1786 rund 200 deutsche Familien aus Deutschland an, sowie 1785 auch deutsche Familien aus dem Inland. Das Dorf erhielt damals den Namen <em>Orczyfalva<\/em>\/ heute Or\u021bi\u0219oara, nach dem ehemaligen Komitatsvorsteher Graf J\u00f3zsef Orczy. (\u2026) Die r\u00f6misch-katholische Kirche wurde im Jahr 1809 erbaut. Im Ort gab es zwei Sparkassen, eine Bestattungsgenossenschaft, die Dampfm\u00fchle und das Elektrizit\u00e4tswerk von J\u00e1nos Ortmann sowie die Dampfm\u00fchle von Fl\u00f3ri\u00e1n Eipert und Partnern.\u201c<br \/>\nIm Band 5 des Werkes \u201eDas Banat und die Banater Schwaben \u2013 St\u00e4dte und D\u00f6rfer\u201d von Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf hei\u00dft es \u00fcber Orczydorf: \u201eRund ein drittel von Orzydorfer Ansiedler kam aus Lothringen, etwa ein viertel aus dem Banat, der Rest verteilt sich auf das Saarland (6%), Rheinland-Pfalz und W\u00fcrttemberg (5%), sowie Elsass, Bayern und Ungarn. Orzydorf war von Anfang an, eine selbstst\u00e4ndige Pfarrei. Der erste Pfarrer trat noch im Ansiedlungsjahr seines Dienst an. Die Gottesdienste wurden anfangs im Schulhaus abgehalten. Erst im Jahre 1809 erhielt das Dorf auch ein Gotteshaus (Arhitekt Anton Schmidt). Schutzpatron is der hl. Hubertus (3. November). Das bekannteste Grab des Friedhofs ist jenes des Ansiedlers Fidel Teufel, welcher &#8211; wie uns das schlichte Sandsteinkreuz erz\u00e4hlt &#8211; aus Schwalldorf bei Rottenburg am Neckar geb\u00fcrtig war und 1827 hier im Alter von 60 Jahren begraben wurde.\u201c<br \/>\nIm Familienbuch der deutschen Gemeinde Orzydorf, herausgegeben von Gertrude Adam und Anton Peter Petri, hei\u00dft es: \u201eAm 20. Juni 1785 wandte sich Ladislau Freiherr von Orczy, der damalige Pr\u00e4sident der Temescher Kameraladministration, an der Bischof der Tschanader Di\u00f6zese Emmerich Christovich mit der Bitte um Seelsorger f\u00fcr sechs neue D\u00f6rfer, unter denen auch <em>Orczydorf<\/em> aufgez\u00e4hlt war. Diesem Wunsch wurde bald entsprochen, im September 1785 trat Pfarrer Adalbert Moehrle sein Amt in Orczydorf an. (\u2026) Bischof Ladislaus K\u0151szeghy de Remete weihte das neue Gotteshaus ein, zu dessen Schutzpatron der HI. Hubertus gew\u00e4hlt wurde. Eine ausf\u00fchrliche Beschreibung unserer Kirche aus dem 19. Jh. enth\u00e4lt die lateinisch geschriebene \u201eVisitatio canonica\u201c vom 28. Mai 1838. Bischof Josef Lonovics de Krivina f\u00fchrte die Visitation durch, Domherr Ignaz Fabry verfa\u00dfte den umfangreichen Bericht: Die Kirche ist aus solidem Material erbaut (\u201eex solidis materialibus\u201c) und hat einen Turm. Kirche und Turm sind mit Schindel gedeckt. (&#8230;) Das Kircheninnere ist gew\u00f6lbt, das Sanktuarium ist auf Kosten der Gemeinde ausgemalt worden.\u201c<br \/>\nIn der hagiographischen Sammlung <em>Acta Sanctorum<\/em>, herausgegeben von Jesuiten \u2014 einem Werk, das das Leben der christlichen Heiligen in 67 Foliob\u00e4nden auf \u00fcber 60\u202f000 Seiten behandelt \u2014 finden sich im Novemberband mehrere Legenden \u00fcber den hl. Hubertus. In der Einleitung zum Kapitel \u00fcber diesen Heiligen hei\u00dft es: \u201e\u00dcber den hl. Hubertus, jenen ber\u00fchmten Bischof von Maastricht oder L\u00fcttich, dessen Schutz seit Jahrhunderten mit so gro\u00dfem Vertrauen und \u2014 wie die gemeinsame \u00dcberlieferung sagt \u2014 mit ebenso gro\u00dfem Erfolg gegen die schreckliche Krankheit, die gew\u00f6hnlich auf die Bisse tollw\u00fctiger Hunde folgt, von den katholischen Gl\u00e4ubigen Belgiens und der angrenzenden Regionen angerufen wird, sind viele Dinge durch die Erinnerung \u00fcberliefert worden, doch nicht alle k\u00f6nnen mit gleicher Gewissheit angenommen werden.\u201c Im Novemberband der <em>Acta Sanctorum<\/em> hei\u00dft es im Kapitel \u00fcber den hl. Hubertus: \u201eZun\u00e4chst wird eine zeitgen\u00f6ssische <em>Vita<\/em> angeboten, ja sogar von einem Sch\u00fcler oder engen Vertrauten des Heiligen verfasst, der mit ihm lebte, Zeuge seines Todes und seiner Beisetzung war und einige Jahre sp\u00e4ter der ersten Erhebung seines Leichnams beiwohnte. Ach, w\u00e4re er ebenso eifrig gewesen, alle weiteren Taten und Ereignisse zu sammeln und zu schildern, die das lange bisch\u00f6fliche Wirken des seligen Mannes pr\u00e4gten, wie er es bei der Darstellung seiner Tugenden war! Dennoch sind uns aus diesem Werk wenigstens einige wesentliche Z\u00fcge erhalten geblieben, auf die wir uns bei der Bestimmung der Epoche des hl. Hubertus und anderer Aspekte mit Zuversicht st\u00fctzen k\u00f6nnen. Diese Vita war bislang nur aus einer anderen Version bekannt, die kurz nach dem Jahr 825 auf Wunsch des Bischofs Walcaudus von L\u00fcttich von einem damals sehr renommierten kirchlichen Schriftsteller, Jonas von Orl\u00e9ans, verfasst wurde\u201c \u2013 es wird in den Acta Sanctorum erw\u00e4hnt (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.heiligenlexikon.de\/ActaSanctorum\/3.November.html)\">Acta Sanctorum<\/a>)<br \/>\nAus den Legenden sowie dem Ungarischen Katholischen Lexikon erfahren wir \u00fcber den hl. Hubertus: \u201eDer heilige Hubertus, Bischof von L\u00fcttich (\u2020 Tervueren, Fl\u00e4mische Region, 30. Mai 727), war ein Sch\u00fcler des heiligen Bischofs Lambert und trat zwischen 703 oder 705 dessen Nachfolge im Bistum Maastricht an. In seinem Bistum bekehrte er die letzten Heiden. Am 24. Dezember 717 oder 718 \u00fcberf\u00fchrte er die Reliquien des hl. Lambert von Maastricht nach L\u00fcttich. In den letzten Monaten seines Lebens verletzte er sich bei einem Angelausflug; obwohl krank, machte er sich auf den Weg zur Weihe einer Kirche, starb jedoch unterwegs. Sein Leichnam wurde in der Kirche St. Peter in L\u00fcttich beigesetzt. Im Jahr 743 wurde sein K\u00f6rper bei der \u00d6ffnung des Grabes unversehrt vorgefunden. 825 wurden seine Reliquien in die Abtei von Andage (Ardennen) \u00fcberf\u00fchrt, die bald nach ihm benannt wurde. Sein Kult verbreitete sich in Nordwesteuropa.\u201c<br \/>\nDie Verehrung des heiligen Hubertus, Schutzpatron der J\u00e4ger und Forstarbeiter, wurde vermutlich durch deutsche und franz\u00f6sische Siedler aus Rheinland-Pfalz in diese Gegend gebracht. Auf dem Hauptaltarbild der Kirche in Orzydorf ist der hl. Hubertus in bisch\u00f6flichem Gewand dargestellt, mit dem Hirtenstab in der Hand. Links erscheint ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen den Geweihstangen. Der Legende nach jagte Hubertus nach dem Tod seiner Frau in den Bergen, als er einem Hirsch begegnete, zwischen dessen Geweih ein schwebendes Kruzifix erschien. Dieses Erlebnis f\u00fchrte zu seiner Bekehrung, und er entschied sich f\u00fcr ein Leben als Einsiedler in den Bergen. Nachdem er zum Bischof ernannt wurde, verlegte er den Bischofssitz nach L\u00fcttich, wo er mit dem Bau einer Kathedrale begann. Dieses Detail ist im rechten Hintergrund des Gem\u00e4ldes zu erkennen, das von einem K\u00fcnstler namens \u201eHemlein\u201c geschaffen wurde \u2014 \u00fcber dessen Person jedoch keine weiteren Informationen bekannt sind.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload  wp-image-13167 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara.jpg\" alt=\"\" width=\"404\" height=\"541\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27404%27%20height%3D%27541%27%20viewBox%3D%270%200%20404%20541%27%3E%3Crect%20width%3D%27404%27%20height%3D%27541%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara-200x268.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara-224x300.jpg 224w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara-400x536.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/ortisoara.jpg 445w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 404px) 100vw, 404px\" \/><\/a>F\u00fcr den Glauben verurteilt<\/strong><br \/>\nMit der Pfarrei und Gemeinde von Orzydorf ist auch der Name eines Priesters und Dekans verbunden, der von den kommunistischen Beh\u00f6rden verhaftet wurde: Georg Bittenbinder. Im zweiten Band des Buches <em>\u201ePriesterschicksale im Schatten des Hakenkreuzes und des roten Sterns\u201c<\/em> von Het\u00e9nyi Varga K\u00e1roly hei\u00dft es: \u201ePfarrer Georg Bittenbinder wurde am 20. April 1887 in Perjamosch geboren und starb am 15. Oktober 1969 in Orzydorf. Seine Gymnasialstudien begann er in Szeged, setzte sie in Temeswar fort, wo er auch die Theologie absolvierte. Am 29. Juni 1911 wurde er von Julius Glattfelder, Di\u00f6zesanbischof von Tschanad, zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Ostern, Gyorok und T\u00fcrkisch-Betsche (heute in Serbien). 1916 wurde er nach Tschawosch zum Pfarradministrator ernannt. Von 1926 bis zu seinem Tod, 1969, war er Pfarrer in Orzydorf. In der Nacht vom 10. M\u00e4rz 1951 verhaftete die rum\u00e4nische kommunistische \u201eMili\u021bia\u201c alle Dekane der Di\u00f6zese. Damals wurde Dechant Bittenbinder im Gef\u00e4ngnis von Aiud eingekerkert. Sein Name wurde von zwei Mitgefangenen erw\u00e4hnt: dem Franziskanerpater Ernst Harnisch und dem Domherr Josef Nischbach. Letzter bemerkte, dass er zusammen mit Georg Bittenbinder auch im Gef\u00e4ngnis von Ocnele Mari inhaftiert war. Das Datum seiner Entlassung ist nicht genau bekannt, aber dies kann kaum vor 1953 stattgefunden haben, da seine Mitgefangenen in diesem Jahr noch mit ihm im Gef\u00e4ngnis waren. Sp\u00e4ter kehrte er nach Orzydorf zur\u00fcck.\u201c<br \/>\nDer Name von Pfarrer Georg Bittenbinder erscheint auch in den Registern der politisch inhaftierten Priester im Gef\u00e4ngnis von Aiud in den Jahren 1949\u20131952. Diese werden von Maria Angela Ureche in ihrem Werk <em>\u201eThe Oppressive Justice System and Priests Imprisoned in the Penitentiary of Aiud (1949\u20131952)\u201c \/ \u201eDas repressive Justizsystem und die im Gef\u00e4ngnis von Aiud inhaftierten Priester (1949\u20131952)\u201c<\/em> zitiert (Seite 128, Quelle hier). Dort hei\u00dft es: \u201eDas Register von 1952, Band II, umfasst 500 Akten, davon betreffen 24 katholische Priester, einer davon verstorben. Unter den Namen befinden sich: Dumitrescu Petre, Vasilescu Petre, Gheorghescu Vasile, Dunca Ioan, Boieriu Valeriu, Goydacsy Adalbert, Niyhacher Iosif, Schiovartz Iosif, Kronter Ioan, Saschaber Ioan, Elssner Iosif, Kisezer Martin, Bittenbinder Gheorghe, Kilian Iosif, Bittenbinder Matei, Wilyung Mihai, Fodor Iosif, Pelesz Iosif, Schutz Blazius, Kleitsch Iosif, Baco\u021biu Augustin, Viman Aurel, Riti Emil, Gu\u021biu Gheorghe.\u201c [<em>die Schreibweise der Familiennamen entspricht den Securitate-Unterlagen<\/em>]<\/p>\n<p><strong>Weitere Quellen und geistige Wegzehrung<\/strong><br \/>\nF\u00fcr weiterf\u00fchrende Informationen \u2014 \u00fcber die in diesem Beitrag zitierten Werke und Artikel hinaus \u2014 steht eine F\u00fclle von B\u00fcchern und Webseiten zur Verf\u00fcgung. Zum Beispiel auf der offiziellen Seite des <em>Internationalen Ordens des hl. Hubertus<\/em> hei\u00dft es: \u201eIm Jahr 1695 gr\u00fcndete der \u00f6sterreichisch-ungarische Graf Franz Anton Sporck den Orden des hl. Hubertus, um das Andenken des Heiligen zu ehren und verantwortungsvolle Jagd sowie den Schutz der Wildtiere zu f\u00f6rdern. Dieser Orden besteht bis heute unter dem Namen Internationaler Orden des hl. Hubertus. Sein Wahlspruch lautet: <em>Deum Diligite Animalia Diligetes<\/em> \u2013 <em>Ehrt Gott, indem ihr seine Gesch\u00f6pfe ehrt<\/em>.\u201c Weitere lokale Informationen befinden sich auf der offiziellen <a href=\"https:\/\/primariaortisoara.ro\">Webseite der Gemeinde Orzydorf.<\/a><br \/>\nUnter dem Schutz des hl. Hubertus kann jeder Leser zum \u201eJ\u00e4ger\u201c werden \u2014 nicht nach Troph\u00e4en, sondern nach Wissen und Tradition. Und was k\u00f6nnte nach einer solchen \u201eJagd\u201c passender sein als ein Moment der Ruhe mit einem Glas Kr\u00e4uterlik\u00f6r St. Hubertus, zu Ehren des geistlichen Patrons all jener, die mit Leidenschaft, Mut und Ehrfurcht vor dem Glauben der Vorfahren auf der Suche sind.<\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Ungarischen Katholischen Lexikon sowie im Deutschen lesen wir \u00fcber den Begriff \u201eSchutzheiliger\u201c folgendes: \u201eSchutzpatron, Patron, Patronin: ein von einem Volk, einer Di\u00f6zese, einer Ortschaft oder einer amtlichen Person mit Zustimmung des Heiligen Stuhls als himmlischer Besch\u00fctzer gew\u00e4hlter Heiliger. Bei Kirchen ist es der Titularheilige, zu dessen Ehren der Hauptaltar geweiht ist und unter dessen Schutz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":80215,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80218"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80218"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80218\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80220,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80218\/revisions\/80220"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}