{"id":81944,"date":"2025-12-26T19:38:24","date_gmt":"2025-12-26T17:38:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=81944"},"modified":"2026-05-05T18:57:10","modified_gmt":"2026-05-05T15:57:10","slug":"papst-leo-xiv-ruft-bei-urbi-et-orbi-zu-frieden-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-leo-xiv-ruft-bei-urbi-et-orbi-zu-frieden-auf\/","title":{"rendered":"Papst Leo XIV. ruft bei \u201eUrbi et Orbi\u201c zu Frieden auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"article__subTitle\">Papst Leo XIV. hat am Petersplatz zum ersten Mal seinen feierlichen Weihnachtssegen \u201eUrbi et Orbi\u201c erteilt. Dabei rief er zum Frieden in der Welt auf \u2013 und zitierte einen israelischen Dichter. Anschlie\u00dfend w\u00fcnschte er den Gl\u00e4ubigen in verschiedenen Sprachen Frohe Weihnachten.<\/p>\n<div>\n<p><b><i>Stefan von Kempis \u2013 Vatikanstadt<\/i><\/b><\/p>\n<p>Trotz des grau-verhangenen Himmels dr\u00e4ngten sich Tausende von Menschen am Petersplatz in Rom (offiziellen Angaben zufolge waren es 26.000), um den Weihnachtssegen mitzuerleben. Die Hymnen des Vatikans und Italiens erklangen; viele Menschen schwenkten Fahnen, Millionen von Interessierten waren per Radio, Fernsehen oder Internet live zugeschaltet. Der franz\u00f6sische Kardinal Dominique Mamberti (der den Rang des \u201eKardinalprotodiakons\u201c hat) verk\u00fcndete, an der Seite des Papstes stehend, dass Leos Segen auch allen Zugeschalteten gelte.<\/p>\n<p><strong>Weihnachtsgr\u00fc\u00dfe in zehn Sprachen<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Leo XIV. war es der erste \u201eUrbi et Orbi\u201c \u00fcberhaupt, wenn man von seinem ersten Auftritt unmittelbar nach seiner Wahl zum Papst am 8. Mai absieht. Der Papst w\u00fcnschte nicht nur auf Italienisch, sondern auch in neun weiteren Sprachen \u201eFrohe Weihnachten\u201c, darunter auf Chinesisch und Arabisch. Er nahm damit eine Tradition wieder auf, die Papst Franziskus w\u00e4hrend seines Pontifikats (2013-25) unterbrochen hatte. Johannes Paul II. (1978-2005) und sein deutscher Nachfolger Benedikt XVI. (2005-13) hatten beim \u201eUrbi et Orbi\u201c Weihnachtsw\u00fcnsche in ungef\u00e4hr sechzig Sprachen verlesen.<\/p>\n<p><strong>\u201eChristus ist unser Friede\u201c<\/strong><br \/>\nIn seiner Weihnachtsbotschaft, die er vor dem feierlichen Segen verlas, betonte Leo XIV., dass die Geburt Jesu Christi eine Botschaft des Friedens bedeute. \u201eEr ist unser Friede, er, der Hass und Feindschaft mit der barmherzigen Liebe Gottes \u00fcberwunden hat.\u201c Am Frieden Christi h\u00e4tten allerdings auch die Menschen Anteil und m\u00fcssten ihren \u201eTeil der Verantwortung \u00fcbernehmen\u201c.<br \/>\n\u201eSchwestern und Br\u00fcder, dies ist der Weg des Friedens: die Verantwortung. Wenn jeder von uns \u2013 auf allen Ebenen \u2013, anstatt andere zu beschuldigen, zuerst seine eigenen Fehler erkennen und Gott um Vergebung bitten w\u00fcrde und sich gleichzeitig in die Lage der Leidenden versetzen und sich mit den Schwachen und Bedr\u00e4ngten solidarisieren w\u00fcrde, dann w\u00fcrde sich die Welt ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gebet um einen Waffenstillstand in der Ukraine<\/strong><br \/>\nDer Papst lie\u00df einige Kriege und Konflikte in allen Teilen der Welt Revue passieren. Den Menschen im Nahen Osten versicherte er mit Verweis auf seine Reise, die ihn vor drei Wochen in die T\u00fcrkei und den Libanon gef\u00fchrt hat: \u201eIch habe ihre \u00c4ngste vernommen und kenne gut ihr Gef\u00fchl der Ohnmacht angesichts der Machtverh\u00e4ltnisse, unter denen sie leiden.\u201c Leo betete um \u201eGerechtigkeit, Frieden und Stabilit\u00e4t\u201c f\u00fcr das Heilige Land.<br \/>\nDann kam er auf Europa zu sprechen. \u201eDem Friedensf\u00fcrsten vertrauen wir den gesamten europ\u00e4ischen Kontinent an und bitten ihn, er m\u00f6ge ihm weiterhin einen Geist der Gemeinschaft und Zusammenarbeit verleihen, damit er seinen christlichen Wurzeln und seiner Geschichte treu bleiben und solidarisch und gastfreundlich gegen\u00fcber den Bed\u00fcrftigen sein kann. Wir beten besonders f\u00fcr das leidende ukrainische Volk: M\u00f6ge das Dr\u00f6hnen der Waffen verstummen und m\u00f6gen die beteiligten Parteien, unterst\u00fctzt durch das Engagement der internationalen Gemeinschaft, den Mut finden, einen ehrlichen, direkten und respektvollen Dialog zu f\u00fchren.\u201c<br \/>\nMit Friedensw\u00fcnschen bedachte Leo XIV. noch zahlreiche weitere Krisenherde, darunter Sudan, Haiti und Myanmar. Den politischen Verantwortlichen in Lateinamerika schrieb er ins Stammbuch, sie sollten \u201edem Dialog zum Wohl aller Raum geben und nicht ideologischen und parteiischen Vorurteilen\u201c. Der jetzige Papst hat jahrzehntelang als Missionar in Peru gewirkt.<br \/>\n\u201eIndem er Mensch wird, nimmt Jesus unsere Schwachheit auf sich, er versetzt sich in jeden von uns hinein: in diejenigen, die nichts mehr besitzen und alles verloren haben, wie die Bewohner von Gaza; in diejenigen, die unter Hunger und Armut leiden, wie das jemenitische Volk; in diejenigen, die aus ihrer Heimat fliehen, um anderswo eine Zukunft zu suchen, wie die vielen Fl\u00fcchtlinge und Migranten, die das Mittelmeer \u00fcberqueren oder den amerikanischen Kontinent durchqueren\u2026\u201c<\/p>\n<p><strong>Zitat eines deutsch-israelischen Dichters<\/strong><br \/>\nBeachtlich war, dass Papst Leo in seiner Weihnachtsbotschaft auch einige Zeilen zum Thema Frieden aus einem Gedicht des deutsch-israelischen Lyrikers Jehuda Amichai (1924-2000) zitierte. Es war das erste Mal \u00fcberhaupt, dass ein Papst sich bei einem \u201eUrbi et Orbi\u201c-Segen vor aller Welt auf einen hebr\u00e4ischen Dichter bezieht.<br \/>\nZu guter Letzt erinnerte der Papst daran, dass in wenigen Tagen das Heilige Jahr endet. \u201eDie Heiligen Pforten werden geschlossen, aber Christus, unsere Hoffnung, bleibt immer bei uns!\u201c \u201ePilger der Hoffnung\u201c ist das Motto des Jubil\u00e4ums, das am 6. Januar offiziell zu Ende geht.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-12\/urbi-et-orbi-weihnachten-papst-leo-xiv-petersplatz-frieden-segen.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papst Leo XIV. hat am Petersplatz zum ersten Mal seinen feierlichen Weihnachtssegen \u201eUrbi et Orbi\u201c erteilt. Dabei rief er zum Frieden in der Welt auf \u2013 und zitierte einen israelischen Dichter. 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