{"id":83040,"date":"2026-02-09T09:53:03","date_gmt":"2026-02-09T07:53:03","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=83040"},"modified":"2026-05-04T10:45:24","modified_gmt":"2026-05-04T07:45:24","slug":"botschaft-von-papst-leo-xiv-anlaesslich-des-34-welttags-der-kranken-11-februar-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-von-papst-leo-xiv-anlaesslich-des-34-welttags-der-kranken-11-februar-2026\/","title":{"rendered":"Botschaft von Papst Leo XIV. anl\u00e4sslich des 34. Welttags der Kranken \u2013 11. Februar 2026"},"content":{"rendered":"<p>Hier im Wortlaut gem\u00e4\u00df der offiziellen \u00dcbersetzung auf Deutsch die Botschaft von Papst Leo XIV. anl\u00e4sslich des 34. Welttags der Kranken am 11. Februar 2026.<\/p>\n<p><i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/vatican\/de.html\" rel=\"external\">S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer amtlichen deutschen Version werden auf der Internetseite des Heiligen Stuhls publiziert.<\/a><\/i><\/p>\n<p><b><i>BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS<\/i><\/b><\/p>\n<p><b><i>anl\u00e4sslich des 34. Welttags der Kranken<\/i><\/b><\/p>\n<p><b>11. Februar 2026<\/b><\/p>\n<p><b><i>Das Mitgef\u00fchl des Samariters:<\/i><\/b><\/p>\n<p><b><i>Lieben, indem man das Leid des anderen mittr\u00e4gt<\/i><\/b><\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern,<br \/>\nder 34. Welttag der Kranken wird am 11. Februar 2026 feierlich in Chiclayo, Peru, begangen. Aus diesem Anlass m\u00f6chte ich erneut das Bild des barmherzigen Samariters aufgreifen, das immer aktuell ist und es uns erm\u00f6glicht, die Sch\u00f6nheit der Liebe und die soziale Dimension des Mitgef\u00fchls wiederzuentdecken und unsere Aufmerksamkeit auf die Bed\u00fcrftigen und die Leidenden, wie etwa die Kranken, zu richten.<br \/>\nWir alle haben diesen bewegenden Text aus dem Lukasevangelium geh\u00f6rt und gelesen (vgl. <i>Lk\u00a0<\/i>10,25-37). Jesus antwortet einem Gesetzeslehrer, der ihn fragt, wer denn der zu liebende N\u00e4chste sei, indem er eine Geschichte erz\u00e4hlt: Ein Mann, der von Jerusalem nach Jericho unterwegs war, wurde von R\u00e4ubern \u00fcberfallen und halbtot liegen gelassen. Ein Priester und ein Levit gingen vorbei, aber ein Samariter hatte Mitleid mit ihm, verband seine Wunden, brachte ihn in eine Herberge und bezahlte f\u00fcr seine Pflege. Ich m\u00f6chte diese Bibelstelle mit dem hermeneutischen Schl\u00fcssel der Enzyklika\u00a0<i>Fratelli tutti<\/i>\u00a0meines gesch\u00e4tzten Vorg\u00e4ngers Papst Franziskus reflektieren, in der Mitgef\u00fchl und Erbarmen gegen\u00fcber Bed\u00fcrftigen sich nicht auf ein rein individuelles Bem\u00fchen beschr\u00e4nken, sondern sich in einer Beziehung verwirklichen: zum bed\u00fcrftigen Bruder und zur bed\u00fcrftigen Schwester, zu denen, die sich ihrer annehmen und \u2013 als Grundlage \u2013 zu Gott, der uns seine Liebe schenkt.<\/p>\n<p><strong>1. <i>Das Geschenk der Begegnung: die Freude, N\u00e4he zu schenken und f\u00fcr andere da zu sein<\/i><\/strong><br \/>\nWir leben in einer Kultur, die von Schnelligkeit, Unmittelbarkeit und Eile gepr\u00e4gt ist, aber auch von einer Wegwerfmentalit\u00e4t und Gleichg\u00fcltigkeit, was uns daran hindert, aufeinander zuzugehen und innezuhalten, um die N\u00f6te und das Leid um uns herum wahrzunehmen. Das Gleichnis erz\u00e4hlt, dass der Samariter, als er den Verletzten sah, nicht \u201evor\u00fcberging\u201c, sondern einen offenen und aufmerksamen Blick f\u00fcr ihn hatte, den Blick Jesu, der ihn zu menschlicher N\u00e4he und Solidarit\u00e4t bewegte. Der Samariter \u00bbblieb stehen, schenkte ihm seine N\u00e4he, pflegte ihn mit eigenen H\u00e4nden, zahlte aus eigener Tasche und k\u00fcmmerte sich um ihn. Vor allem hat er [\u2026] ihm seine Zeit geschenkt\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn1\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0Jesus lehrt nicht, wer<i>\u00a0<\/i>der N\u00e4chste ist, sondern wie<i>\u00a0<\/i>man zum N\u00e4chsten wird, das hei\u00dft, wie wir selbst N\u00e4he zeigen k\u00f6nnen.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn2\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0In diesem Zusammenhang k\u00f6nnen wir mit Augustinus feststellen, dass der Herr nicht dar\u00fcber belehren wollte, wer der N\u00e4chste dieses Mannes war, sondern wem er selbst zum N\u00e4chsten werden sollte. Denn niemand ist einem anderen ein N\u00e4chster, solange er sich ihm nicht freiwillig n\u00e4hert. Daher wurde derjenige zum N\u00e4chsten, der Barmherzigkeit erwies.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn3\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Die Liebe ist nicht passiv, sie geht auf den anderen zu. Ob man zum N\u00e4chsten wird, h\u00e4ngt nicht von physischer oder sozialer N\u00e4he ab, sondern von der Entscheidung zu lieben. Deshalb macht sich der Christ zum N\u00e4chsten des Leidenden und folgt damit dem Beispiel Christi, dem wahren\u00a0<i>g\u00f6ttlichen Samariter<\/i>, der f\u00fcr die verwundete Menschheit zum N\u00e4chsten wurde. Es handelt sich nicht um blo\u00dfe Gesten der Menschenfreundlichkeit, sondern um Zeichen, an denen man erkennen kann, dass die pers\u00f6nliche Anteilnahme am Leiden der anderen Selbsthingabe bedeutet, dass es darum geht, \u00fcber das Stillen von Bed\u00fcrfnissen hinauszugehen, sodass wir selbst Teil der Gabe werden.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn4\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>\u00a0Diese N\u00e4chstenliebe speist sich notwendigerweise aus der Begegnung mit Christus, der aus Liebe sein Leben f\u00fcr uns hingegeben hat. Das hat der heilige Franziskus sehr sch\u00f6n deutlich gemacht, als er \u00fcber seine Begegnung mit den Auss\u00e4tzigen sagte: \u00bbUnd der Herr selbst hat mich unter sie gef\u00fchrt\u00ab,<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn5\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>\u00a0weil er durch sie die Wonne des Liebens entdeckt hatte.<br \/>\nDas Geschenk der Begegnung entspringt der Verbindung mit Jesus Christus, in dem wir den barmherzigen Samariter erkennen, der uns das ewige Heil gebracht hat und den wir gegenw\u00e4rtig machen, wenn wir uns dem verletzten Bruder, der verletzten Schwester zuwenden. Der heilige Ambrosius sagte: \u00bbWeil uns nun niemand n\u00e4hersteht als der, welcher unsere Wunden heilte, so lasst uns ihn lieben als den Herrn, lieben auch als den N\u00e4chsten! Denn nichts steht sich so, wie das Haupt den Gliedern, am n\u00e4chsten. Lasst uns auch jenen lieben, der ein Nachahmer Christi ist! Lasst uns jenen lieben, der schon wegen der Leibeseinheit mit der Not des N\u00e4chsten Mitleid empfindet!\u00ab<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn6\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>\u00a0Eins sein in dem Einen, im Nahesein, im Dasein, in der empfangenen und weitergegebenen Liebe, und wie der heilige Franziskus die Wonne genie\u00dfen, ihm begegnet zu sein.<\/p>\n<p><strong>2. <i>Die gemeinsame Aufgabe in der Krankenpflege<\/i><\/strong><br \/>\nDer Heilige Lukas f\u00e4hrt fort und sagt, dass der Samariter \u201eMitleid hatte\u201c. Mitleid zu empfinden, meint ein tiefes Gef\u00fchl, das zum Handeln bewegt. Es ist ein Gef\u00fchl, das aus dem Inneren kommt und uns dazu bringt, anderen in ihrem Leid zu helfen. In diesem Gleichnis ist Mitgef\u00fchl das charakteristische Merkmal aktiver Liebe. Es ist weder theoretisch noch sentimental, sondern \u00e4u\u00dfert sich in konkreten Gesten: Der Samariter <i>n\u00e4hert sich, er behandelt die Wunden, er k\u00fcmmert sich\u00a0<\/i>und\u00a0<i>nimmt sich an<\/i>. Aber Achtung, er tut dies nicht allein, als Einzelperson: \u00bbDer Samariter suchte einen Gastgeber, der sich um jenen Mann k\u00fcmmern konnte; genauso sind auch wir gerufen, andere einzuladen und uns in einem \u201eWir\u201c zu begegnen, das st\u00e4rker ist als die Summe der kleinen Einzelpersonen\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn7\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>\u00a0Ich selbst habe in meiner Erfahrung als Missionar und Bischof in Peru festgestellt, dass viele Menschen Barmherzigkeit und Mitgef\u00fchl im Stil des Samariters und des Wirtes teilen. Die Familienangeh\u00f6rigen, die Nachbarn, das Personal wie auch die Seelsorger im Gesundheitswesen und viele andere, die innehalten, sich n\u00e4hern, pflegen, Lasten tragen, begleiten und von ihrem Besitz geben, verleihen dem Mitgef\u00fchl eine soziale Dimension. Diese Erfahrung, die sich in einem Beziehungsgeflecht verwirklicht, geht \u00fcber das rein individuelle Engagement hinaus. So habe ich in der Apostolischen Exhortation\u00a0<i>Dilexi te\u00a0<\/i>die Pflege der Kranken nicht nur als \u201ewichtigen Teil\u201d der Sendung der Kirche bezeichnet, sondern als echte \u00bbkirchliche Handlung\u00ab (Nr. 49). Darin zitierte ich den heiligen Cyprian, um zu zeigen, wie wir in dieser Dimension die Gesundheit unserer Gesellschaft \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen: \u00bbDiese Pest und Seuche, die so schrecklich und verderblich erscheint, [erforscht] die Gerechtigkeit jedes einzelnen [\u2026] und [pr\u00fcft] die Herzen des Menschengeschlechts daraufhin [\u2026], ob die Gesunden den Kranken dienen, ob die Verwandten ihre Angeh\u00f6rigen innig lieben, ob die Herren sich ihrer leidenden Diener erbarmen, \u00a0ob die \u00c4rzte die um Hilfe flehenden Kranken nicht im Stiche lassen\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn8\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Eins zu sein in dem Einen setzt voraus, dass wir uns wirklich als Glieder eines Leibes f\u00fchlen, in dem wir gem\u00e4\u00df unserer jeweiligen Berufung das Mitgef\u00fchl des Herrn f\u00fcr das Leiden aller Menschen weitergeben.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn9\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>\u00a0Mehr noch, der Schmerz, der uns bewegt, ist kein fremder Schmerz, sondern der Schmerz eines Gliedes unseres eigenen Leibes, zu dem uns unser Haupt zum Wohl aller sendet. In diesem Sinne vereint er sich mit dem Schmerz Christi und tr\u00e4gt, sofern er im christlichen Sinne aufgeopfert wird, zur Erf\u00fcllung des Gebets des Erl\u00f6sers f\u00fcr die Einheit aller bei.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn10\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p><strong><em>3. Stets von der Liebe zu Gott bewegt, um uns selbst und unseren Mitmenschen zu begegnen<\/em><\/strong><br \/>\nIn dem Doppelgebot \u00bbDu sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u00ab (<i>Lk<\/i>\u00a010,27) k\u00f6nnen wir den Vorrang der Liebe zu Gott erkennen und ihre direkte Auswirkung auf die Art und Weise, wie der Mensch in all seinen Dimensionen liebt und Beziehungen pflegt. \u00bbDie N\u00e4chstenliebe ist der greifbare Beweis f\u00fcr die Echtheit der Liebe zu Gott, wie der Apostel Johannes bezeugt: \u201eNiemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. [\u2026] Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm\u201c (<i>1 Joh\u00a0<\/i>4,12.16)\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn11\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>\u00a0Auch wenn diese Liebe unterschiedliche Adressaten hat \u2013 Gott, den N\u00e4chsten und sich selbst \u2013 und wir sie in diesem Sinne als unterschiedliche Formen der Liebe verstehen k\u00f6nnen, sind diese doch immer untrennbar miteinander verbunden.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn12\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a>\u00a0Der Vorrang der g\u00f6ttlichen Liebe impliziert, dass das Handeln des Menschen ohne Eigeninteresse oder Belohnung erfolgt, sondern Ausdruck einer Liebe ist, die \u00fcber rituelle Normen hinausgeht und zu einem wahren Gottesdienst wird: Dem N\u00e4chsten zu dienen bedeutet, Gott im konkreten Handeln zu lieben.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn13\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Diese Dimension erm\u00f6glicht es auch, zu verstehen, was es bedeutet, sich selbst zu lieben. Es bedeutet, dass wir uns davon l\u00f6sen, unser Selbstwertgef\u00fchl oder das Bewusstsein unserer eigenen W\u00fcrde auf Stereotypen wie Erfolg, Karriere, gesellschaftliche Stellung oder Abstammung zu gr\u00fcnden,<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn14\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>\u00a0und stattdessen unseren Platz vor Gott und unseren Mitmenschen wiederfinden. Benedikt XVI. sagte: \u00bbDer Mensch als Gesch\u00f6pf von geistiger Natur verwirklicht sich in zwischenmenschlichen Beziehungen. Je echter er diese lebt, desto mehr reift auch seine eigene pers\u00f6nliche Identit\u00e4t. Nicht durch Absonderung bringt sich der Mensch selber zur Geltung, sondern wenn er sich in Beziehung zu den anderen und zu Gott setzt\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn15\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, \u00bbdas wahre Heilmittel f\u00fcr die Wunden der Menschheit ist eine Lebensweise, die auf geschwisterlicher Liebe basiert, die in der Liebe Gottes wurzelt\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftn16\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a>\u00a0Ich w\u00fcnsche mir von ganzem Herzen, dass diese geschwisterliche, \u201esamaritanische\u201c, integrative, mutige, engagierte und solidarische Dimension, die ihre tiefste Wurzel in unserer Vereinigung mit Gott im Glauben an Jesus Christus hat, in unserer christlichen Lebensweise niemals fehlen m\u00f6ge. Entflammt von dieser g\u00f6ttlichen Liebe k\u00f6nnen wir uns wirklich f\u00fcr alle Leidenden einsetzen, insbesondere f\u00fcr unsere kranken, alten und leidgepr\u00fcften Br\u00fcder und Schwestern.<br \/>\nErheben wir unser Gebet zur seligen Jungfrau Maria, Heil der Kranken. Bitten wir um ihre Hilfe f\u00fcr alle Leidenden, f\u00fcr alle, die Mitgef\u00fchl, ein offenes Ohr und Trost brauchen, und flehen wir sie mit diesem alten Gebet, das in der Familie gebetet wurde, um ihre F\u00fcrsprache f\u00fcr alle an, die krank sind und leiden:<\/p>\n<p>Liebe Mutter, geh nicht weg,<br \/>\nwende deinen Blick nicht von mir ab.<br \/>\nBegleite mich auf allen Wegen<br \/>\nund lass mich nie allein.<br \/>\nDa du mich besch\u00fctzt<br \/>\nwie eine wahre Mutter,<br \/>\nerwirke mir den Segen des Vaters,<br \/>\ndes Sohnes und des Heiligen Geistes.<\/p>\n<p>Ich erteile meinen apostolischen Segen von Herzen allen Kranken, ihren Familien, denen, die sie pflegen, den Mitarbeitern im Gesundheitswesen, den in der Krankenpastoral T\u00e4tigen und besonders denen, die an diesem Welttag der Kranken teilnehmen.<\/p>\n<p><i>Aus dem Vatikan, am 13. Januar 2026<\/i><\/p>\n<p><i>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/i>LEO PP. XIV<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref1\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0Franziskus, Enzyklika\u00a0<i>Fratelli tutti<\/i>\u00a0(3. Oktober 2020), 63.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref2\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0Vgl.\u00a0<i>ebd<\/i>., 80\u201382.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref3\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0Vgl. Augustinus,\u00a0<i>Sermo<\/i>\u00a0171, 2; 179 A, 7.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref4\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika\u00a0<i>Deus caritas est\u00a0<\/i>(25. Dezember 2005), 34; Hl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Salvifici doloris\u00a0<\/i>(11. Februar 1984), 28.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref5\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0Hl. Franz von Assisi,\u00a0<i>Testament<\/i>, 2.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref6\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0Hl. Ambrosius,\u00a0<i>Lukaskommentar mit Ausschluss der Leidensgeschichte,\u00a0<\/i>VII, 84.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref7\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0Franziskus, Enzyklika\u00a0<i>Fratelli tutti\u00a0<\/i>(3. Oktober 2020), 78.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref8\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0Hl. Cyprian von Karthago,\u00a0<i>\u00dcber die Sterblichkeit<\/i>, 16.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref9\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0Vgl. Hl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Salvifici doloris\u00a0<\/i>(11. Februar 1984), 24.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref10\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0Vgl.\u00a0<i>ebd.<\/i>, 31.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref11\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a>\u00a0Apostolische Exhortation\u00a0<i>Dilexi te\u00a0<\/i>(4. Oktober 2025), 26.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref12\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0Vgl.\u00a0<i>ebd.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref13\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>\u00a0Vgl. Franziskus, Enzyklika\u00a0<i>Fratelli tutti\u00a0<\/i>(3. Oktober 2020), 79.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref14\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>\u00a0Vgl.\u00a0<i>ebd.,<\/i>\u00a0101.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref15\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>\u00a0Benedikt XVI., Enzyklika\u00a0<i>Caritas in veritate\u00a0<\/i>(29. Juni 2009), 53.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html#_ftnref16\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a>\u00a0Franziskus,\u00a0<i>Botschaft an die Teilnehmer des 33. Internationalen Jugendfestivals (MLADIFEST)<\/i>, Medjugorje, 1.-6. August 2022 (16. Juli 2022).<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-01\/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/ro\/papa\/news\/2026-01\/leon-xiv-mesaj-ziua-bolnavului-2026.html\">www.vaticannews.va\/ro<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier im Wortlaut gem\u00e4\u00df der offiziellen \u00dcbersetzung auf Deutsch die Botschaft von Papst Leo XIV. anl\u00e4sslich des 34. Welttags der Kranken am 11. Februar 2026. S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer amtlichen deutschen Version werden auf der Internetseite des Heiligen Stuhls publiziert. BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS anl\u00e4sslich des 34. Welttags der Kranken 11. Februar 2026 Das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":85970,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83040"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83040"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83040\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83045,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83040\/revisions\/83045"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}