{"id":83475,"date":"2026-02-23T21:42:43","date_gmt":"2026-02-23T19:42:43","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=83475"},"modified":"2026-02-23T21:42:43","modified_gmt":"2026-02-23T19:42:43","slug":"eine-schule-mit-grosser-seele-adz-gespraech-mit-zoltan-kocsik-dem-direktor-des-roemisch-katholischen-gerhardinum-lyzeums-in-temeswar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/eine-schule-mit-grosser-seele-adz-gespraech-mit-zoltan-kocsik-dem-direktor-des-roemisch-katholischen-gerhardinum-lyzeums-in-temeswar\/","title":{"rendered":"\u201eEine Schule mit gro\u00dfer Seele\u201c &#8211; ADZ-Gespr\u00e4ch mit Zolt\u00e1n Kocsik, dem Direktor des r\u00f6misch-katholischen Gerhardinum-Lyzeums in Temeswar"},"content":{"rendered":"<p><em>Der aus Arad stammende r\u00f6misch-katholische Priester Zolt\u00e1n Kocsik ist seit vielen Jahren im schulischen und seelsorgerischen Bereich t\u00e4tig. Seit 18 Jahren wirkt er im Priesteramt, davon ist er seit 16 Jahren im Bildungswesen aktiv. Nach dem Theologiestudium in Karlsburg\/Alba Iulia und Fulda begann er seine berufliche Laufbahn als Kaplan in Arad-Schega, wo er zugleich erste Unterrichtserfahrungen sammelte, unter anderem auch am Adam-M\u00fcller-Guttenbrunn-Lyzeum in Neuarad. Nach seiner Versetzung 2009 an das katholische Gerhardinum-Lyzeum nach Temeswar\/Timi<\/em><em>\u0219<\/em><em>oara war Zolt\u00e1n Kocsik zun\u00e4chst als Jugendpfarrer t\u00e4tig und \u00fcbernahm sp\u00e4ter zus\u00e4tzlich die Aufgabe des Universit\u00e4tsseelsorgers. Im Jahr 2017 wurde er zum stellvertretenden Schulleiter ernannt, seit 2019 steht er dem \u201eGerhardinum\u201c als Direktor vor. Was heute eine katholische Schule ausmacht und warum das \u201eGerhardinum\u201c in der Temeswarer Schullandschaft eine besondere Stellung einnimmt, erfahren Sie aus folgendem Gespr\u00e4ch, das ADZ-Redakteurin Raluca Nelepcu mit dem deutschsprachigen Schulleiter gef\u00fchrt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-83472 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-832x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-832x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"466\" height=\"574\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27466%27%20height%3D%27574%27%20viewBox%3D%270%200%20466%20574%27%3E%3Crect%20width%3D%27466%27%20height%3D%27574%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-200x246.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-244x300.jpg 244w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-400x492.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-600x739.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-768x946.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-800x985.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-832x1024.jpg 832w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-1200x1477.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy-1248x1536.jpg 1248w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kocsik-Copy.jpg 1276w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 466px) 100vw, 466px\" \/><\/a>Sie leiten seit 2019 diese Schule \u2013 es ist eine Nachfolgeschule des einstigen Piaristengymnasiums. Wenn Sie jemandem das \u201eGerhardinum\u201c beschreiben w\u00fcrden \u2013 wie w\u00fcrden Sie das tun?<\/strong><br \/>\nDas ist eine Schule mit gro\u00dfer Seele. Wenn ich Eltern frage, warum sie sich f\u00fcr unsere Schule entschieden haben, nennen sie meist drei Dinge: Sicherheit \u2013 sowohl geistige als auch physische \u2013, den guten Kontakt zwischen Sch\u00fclern und Lehrern sowie die Suche nach Gott, also das Kennenlernen zeitloser, grundlegender Werte. Das sind die Stichworte, die immer wieder genannt werden.<br \/>\n<strong><br \/>\nEine \u201eSchule mit Seele\u201c \u2013 wie sollen wir das verstehen?<\/strong><br \/>\nEs geht um das menschliche Miteinander, sowohl horizontal als auch vertikal: die Beziehung zwischen den Menschen und die Beziehung zu Gott. Der Glaube spielt im Schulalltag eine zentrale Rolle. Wir beginnen jeden Tag mit dem Morgengebet. Einmal pro Woche gibt es ein gemeinsames Schulgebet und ebenfalls einmal w\u00f6chentlicheinen gemeinsamen Gottesdienst.<br \/>\nDazu kommen die Jahresexerzitien \u2013 ein geistliches Wochenende f\u00fcr unsere Sch\u00fcler. Auch f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte gibt es Einkehrtage, etwa vor Weihnachten, vor Ostern und zu Beginn des Schuljahres im September. Diese geistliche Dimension ist uns sehr wichtig. Auch die Haltung der Lehrkr\u00e4fte soll von christlichen Werten gepr\u00e4gt sein \u2013 man soll sp\u00fcren, dass sie aus ihrem Glauben leben. Bei den Piaristen sprach man von Evangelisierung durch Erziehung, und diesem Gedanken f\u00fchlen wir uns verbunden.<\/p>\n<p><strong>Muss man zwingend katholisch sein, um diese Schule besuchen zu d\u00fcrfen?<\/strong><br \/>\nNein, ganz und gar nicht. Wir sind offen und \u00f6kumenisch ausgerichtet. Es gibt rum\u00e4nisch- und ungarischsprachige Klassenz\u00fcge. In den rum\u00e4nischsprachigen Klassen ist etwa die H\u00e4lfte der Sch\u00fcler katholisch und die andere H\u00e4lfte orthodox, dazu kommen auch einige protestantische Sch\u00fcler. Wir betreiben keinen Proselytismus. Jeder soll in seiner eigenen Tradition und Kirche verwurzelt bleiben. Teilweise findet der Religionsunterricht auch \u00f6kumenisch statt. Ich sage den Kindern immer: Die Katholiken bekreuzigen sich so, die Orthodoxen anders, und die Protestanten machen kein Kreuzzeichen \u2013 und das ist v\u00f6llig in Ordnung. Die eigene Identit\u00e4t zu bewahren ist sehr wichtig. Gleichzeitig achten wir auf das, was uns verbindet. Unsere katholische Tradition leben und vermitteln wir selbstverst\u00e4ndlich weiter, und die Sch\u00fcler anderer Konfessionen stehen dem sehr offen gegen\u00fcber \u2013 sei es bei Gottesdiensten, Gebeten, Exerzitien oder anderen geistlichen Programmen.<\/p>\n<p><strong>Aber die Mehrheit der Sch\u00fcler ist dennoch r\u00f6misch-katholisch.<\/strong><br \/>\nJa, etwa 60 Prozent.<br \/>\n<strong><br \/>\nWie viele Sch\u00fcler besuchen das \u201eGerhardinum\u201c insgesamt?<\/strong><br \/>\nDerzeit haben wir 408 Sch\u00fcler \u2013 vom Kindergarten bis zur 12. Klasse, also bis zum Abitur. Dazu geh\u00f6ren drei Kindergartengruppen, zehn Grundschulklassen, sieben Gymnasialklassen und acht Lyzeumsklassen. Au\u00dferdem gibt es ein Sch\u00fclerheim im Schulgeb\u00e4ude, in dem etwa 65 bis 70 Sch\u00fcler untergebracht sind. Die Internatssch\u00fcler kommen aus den Kreisen Temesch, Arad, Karasch-Severin und Mehedin\u021bi.<\/p>\n<p><strong>An vielen Schulen wird das Drogenproblem immer sichtbarer. Wie ist die Situation bei Ihnen?<\/strong><br \/>\nEs gab vereinzelt F\u00e4lle, aber grunds\u00e4tzlich erkennen wir Probleme sehr schnell und versuchen, sofort zu helfen. Die Beziehung zwischen Lehrern und Sch\u00fclern ist eng und vertrauensvoll. Drogen sind kein typisches Problem unserer Schule.<\/p>\n<p><strong>Tr\u00e4gt die religi\u00f6se Bildung dazu bei, dass Sch\u00fcler eher Abstand von solchen Substanzen halten?<\/strong><br \/>\nJa, der Glaube ist dabei ein entscheidender Faktor. Die Klassenlehrer f\u00fchren viele Gespr\u00e4che mit den Sch\u00fclern, und zudem kommen regelm\u00e4\u00dfig drei Priester an unsere Schule. Sie feiern Gottesdienste, h\u00f6ren Beichte und stehen f\u00fcr geistliche Gespr\u00e4che zur Verf\u00fcgung. Die Jugendlichen haben also echte Ansprechpartner \u2013 ohne Zwang. Wir empfehlen und begleiten, aber wir verpflichten niemanden. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen.<\/p>\n<p><strong>Welche Projekte laufen derzeit an Ihrer Schule?<\/strong><br \/>\nWir hatten ein Erasmus-Projekt mit dem St.-Josef-Gymnasium in Dingelst\u00e4dt (Th\u00fcringen), das w\u00e4hrend der Corona-Zeit pausiert wurde. Es gibt regelm\u00e4\u00dfige Sch\u00fcleraustausche mit Ungarn, insbesondere mit dem Piaristengymnasium in Szeged, sowie mit Schulen aus Bukarest und Szeklerburg\/Odorheiu Secuiesc. Durch das St.-Gerhards-Werk Stuttgart werden jedes Jahr Sch\u00fcler unserer Schule zu einem Kulturseminar nach Deutschland eingeladen, bei dem sie die Geschichte der Banater Schwaben sowie Deutschlands und Europas n\u00e4her kennenlernen. Das \u201eGerhardinum\u201c ist au\u00dferdem in ein nationales Pilotprojekt zur Erprobung autonomer Lehrpl\u00e4ne im Lyzealbereich eingestiegen. Grundlage daf\u00fcr ist ein Erlass des Unterrichtsministeriums, der den Schulen die M\u00f6glichkeit einr\u00e4umt, im Rahmen der nationalen Bildungsstandards einen eigenen, innovativen Lehrplan zu entwickeln. Ziel dieses Pilotprojekts ist es, st\u00e4rker auf die Interessen, Bed\u00fcrfnisse und Kompetenzen unserer Sch\u00fcler einzugehen und zeitgem\u00e4\u00dfe Bildungswege zu gestalten.<\/p>\n<p><strong>Wird Deutsch als Fremdsprache an Ihrer Schule unterrichtet?<\/strong><br \/>\nJa. Von der Vorbereitungsklasse bis zur 8. Klasse ist Deutsch die erste Fremdsprache. Im Lyzeum wird Deutsch dann zur zweiten Fremdsprache, nach Englisch.<\/p>\n<p><strong>Welche besonderen Projekte gibt es an Ihrer Schule? Ich erinnere mich an ein Sportfest, das viel Bewegung gebracht hat.<\/strong><br \/>\nJa, bei diesem Sportfest haben wir Spenden f\u00fcr die Sanierung der Turnhalle gesammelt. Der n\u00e4chste Schritt ist die Renovierung des Mosaikbodens in der \u201ekleinen Schule\u201c sowie ein neuer Anstrich. Im M\u00e4rz wird das Sportfest wieder ausgerichtet. Unser Eltern- und Sch\u00fclerkomitee ist sehr aktiv. Vor zwei Jahren gab es einen Kulturabend in der Philharmonie. Hinzu kommen das traditionelle Weihnachtskonzert im Dom und ein Weihnachtsmarkt. Einmal im Monat veranstalten wir au\u00dferdem ein sogenanntes \u201eSpielhaus\u201c f\u00fcr Kindergartenkinder, damit sie unsere Schule spielerisch kennenlernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wie schwierig ist es, Lehrkr\u00e4fte zu finden, die auch die spirituelle Dimension mittragen?<\/strong><br \/>\nDas ist nicht immer einfach. Unser Kollegium besteht aus katholischen, orthodoxen und neoprotestantischen Lehrkr\u00e4ften. Wichtig ist, dass sie aus ihrem Glauben heraus leben \u2013 dass sie Gott lieben, die Heilige Schrift kennen und diese Haltung auch ausstrahlen. Gleichzeitig m\u00fcssen sie fachlich kompetent sein. Beides zu vereinen ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Man kann ein sehr guter Christ sein, aber p\u00e4dagogisch weniger geeignet \u2013 oder umgekehrt. Wir haben derzeit zehn junge Lehrkr\u00e4fte, was uns sehr freut.<\/p>\n<p><strong>Wie gro\u00df ist das Lehrerkollegium insgesamt?<\/strong><br \/>\n51 Lehrkr\u00e4fte sind an unserer Schule t\u00e4tig.<br \/>\n<strong><br \/>\nWie werden die Lehrer unterst\u00fctzt? Gibt es auch f\u00fcr sie seelsorgerliche Begleitung?<\/strong><br \/>\nJa, dieses Angebot gibt es. Vielleicht nicht so regelm\u00e4\u00dfig wie bei den Sch\u00fclern, aber die Lehrkr\u00e4fte haben zwei- bis dreimal pro Schuljahr Einkehrtage. Dabei besteht auch die M\u00f6glichkeit zur Beichte oder zu pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen. Dar\u00fcber hinaus gibt es fachliche Fortbildungen \u00fcber das P\u00e4dagogische Lehrerhaus des Kreises Temesch sowie zahlreiche Angebote des Verbands der ungarischsprachigen Lehrer Rum\u00e4niens.<\/p>\n<p>I<strong>st es heute \u00fcberhaupt noch \u201emodern\u201c, sein Kind auf eine katholische Schule zu schicken?<\/strong><br \/>\nIch w\u00fcrde sagen: Es geht weniger um Modernit\u00e4t als um Normalit\u00e4t. Wer sich nach Stabilit\u00e4t im Leben sehnt, nach klaren Werten, nach tragf\u00e4higen Beziehungen, der findet in einer katholischen Schule viel Unterst\u00fctzung. Viele Eltern legen heute nicht nur Wert auf Wissen, sondern auch auf die Charakterbildung ihrer Kinder. Man spricht von IQ und EQ \u2013 beides ist wichtig, und beides wird bei uns ernst genommen. Ein Kind soll seinen Platz in einer Gemeinschaft finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wissen allein reicht also nicht?<\/strong><br \/>\nGenau. Man kann ein Genie sein und dennoch Schwierigkeiten im Alltag haben \u2013 in Beziehungen, in der Partnerschaft, im Freundeskreis oder im Berufsleben. Teamf\u00e4higkeit, Empathie und soziale Kompetenz sind entscheidend. Vielleicht ist jemand fachlich sehr stark, aber ohne die F\u00e4higkeit zur Zusammenarbeit kommt man nicht weit. Auch das lernen die Kinder hier.<\/p>\n<p><strong>Welche Unterst\u00fctzung erhalten Sie von der R\u00f6misch-Katholischen Di\u00f6zese?<\/strong><br \/>\nDas Schulgeb\u00e4ude \u2013 der Piaristenkomplex \u2013 geh\u00f6rt dem Bistum. Die Di\u00f6zese unterst\u00fctzt uns bei gr\u00f6\u00dferen Renovierungsarbeiten; aktuell ist die Fassadensanierung geplant. Au\u00dferdem stellt sie uns p\u00e4dagogisches und geistliches Personal zur Verf\u00fcgung: Zwei Ordensschwestern der <em>Congregatio Jesu<\/em> (historisch auch <em>Mary-Ward-Schwerstern<\/em> oder \u201edie Englischen Fr\u00e4uleins\u201c im Altreich genannt) arbeiten bei uns, ebenso zwei Pf\u00f6rtner. Die drei Priester, die regelm\u00e4\u00dfig an der Schule t\u00e4tig sind, werden ebenfalls vom Bistum entsandt.<\/p>\n<p><strong>In welchem Stadium befinden sich die Sanierungspl\u00e4ne f\u00fcr die Fassade?<\/strong><br \/>\nWir stehen noch am Anfang, in der Phase der Dokumentation. Idealerweise w\u00fcrden wir EU-Mittel nutzen, doch derzeit gibt es daf\u00fcr keine passende Finanzierung. Wir hoffen auf neue M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><strong>Sie sind Priester, Lehrer und Schuldirektor zugleich. Welche Rolle liegt Ihnen am meisten?<\/strong><br \/>\nDas ist schwer zu sagen. In erster Linie bin ich Priester \u2013 das war immer meine Berufung. Lehrer zu sein, war ebenfalls ein Wunsch von mir, der sich erf\u00fcllt hat. Die Aufgabe des Schuldirektors kam sp\u00e4ter hinzu. Jemand musste diese Verantwortung \u00fcbernehmen, und ich mache es gerne, auch wenn der administrative Aufwand gro\u00df ist. Viele Dokumente, viele organisatorische Aufgaben \u2013 das ist nicht immer leicht. Am freiesten f\u00fchle ich mich jedoch im Unterricht. Ich unterrichte Religion auf Rum\u00e4nisch und Ungarisch. Die Rollen lassen sich ohnehin kaum trennen: Im Unterricht bin ich auch Priester, und in der Predigt merke ich oft, dass ich zugleich Lehrer bin.<\/p>\n<p>(Erschienen in: <strong><em>Allgemeine Deutsche Zeitung f\u00fcr Rum\u00e4nien<\/em><\/strong>, 34. Jahrgang\/Nr. 8241 Bukarest, Mittwoch, 18. Februar 2026, S. 4-5).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der aus Arad stammende r\u00f6misch-katholische Priester Zolt\u00e1n Kocsik ist seit vielen Jahren im schulischen und seelsorgerischen Bereich t\u00e4tig. 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