{"id":85231,"date":"2026-04-12T20:08:42","date_gmt":"2026-04-12T17:08:42","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=85231"},"modified":"2026-05-04T10:15:37","modified_gmt":"2026-05-04T07:15:37","slug":"papst-leo-xiv-beim-regina-coeli-am-12-4-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-leo-xiv-beim-regina-coeli-am-12-4-2026\/","title":{"rendered":"Papst Leo XIV. beim Regina Coeli am 12.4.2026"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie in der offiziellen deutschen \u00dcbersetzung den Text der Katechese, die Papst Leo an diesem Sonntag, 12. April 2026, beim Regina Coeli gehalten hat &#8211; dem Mittagsgebet der Kirche in der Osterzeit.<\/p>\n<p><i>S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer offiziellen Fassung werden\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/vatican\/de.html\" rel=\"external\">auf der Internetseite des Heiligen Stuhls ver\u00f6ffentlicht.<\/a><\/i><\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, einen sch\u00f6nen Sonntag und noch einmal frohe Ostern!<\/p>\n<p>Heute, am zweiten Ostersonntag, den der heilige Johannes Paul II. der G\u00f6ttlichen Barmherzigkeit gewidmet hat, lesen wir im Evangelium, wie der auferstandene Jesus dem Apostel Thomas erscheint (vgl.\u00a0<i>Joh<\/i>\u00a020,19-31). Das Ereignis findet acht Tage nach Ostern statt, w\u00e4hrend die Gemeinde versammelt ist, und dort begegnet Thomas dem Meister, der ihn einl\u00e4dt, die Male der N\u00e4gel anzusehen, seine Hand in die Wunde in seiner Seite zu legen und zu glauben (vgl. V. 27). Es ist eine Szene, die uns dazu anregt, \u00fcber unsere Begegnung mit dem auferstandenen Jesus nachzudenken. Wo finden wir ihn? Wie erkennen wir ihn? Wie glauben wir? Der heilige Johannes, der dieses Ereignis schildert, gibt uns genaue Hinweise: Thomas begegnet Jesus\u00a0<i>am achten Tag<\/i>\u00a0in der\u00a0<i>versammelten Gemeinschaft<\/i>\u00a0und erkennt ihn an den\u00a0<i>Zeichen seines Opfers<\/i>. Aus dieser Erfahrung entspringt sein Glaubensbekenntnis, das bedeutendste im gesamten vierten Evangelium: \u00bbMein Herr und mein Gott!\u00ab (V. 28).<\/p>\n<p>Gewiss, es ist nicht immer leicht zu glauben. Das war es nicht f\u00fcr Thomas und das ist es auch f\u00fcr uns nicht. Der Glaube muss gen\u00e4hrt und gest\u00e4rkt werden. Deshalb l\u00e4dt uns die Kirche am \u201eachten Tag\u201c, also an jedem Sonntag, ein, es den ersten J\u00fcngern gleichzutun: uns zu versammeln und gemeinsam die Eucharistie zu feiern. In ihr h\u00f6ren wir die Worte Jesu, beten wir, bekennen wir unseren Glauben, teilen wir die Gaben Gottes in der Liebe, bieten wir vereint mit dem Opfer Christi unser Leben dar, n\u00e4hren wir uns von seinem Leib und seinem Blut, damit wir dann selbst Zeugen seiner Auferstehung sein k\u00f6nnen, wie es der Begriff \u201eMesse\u201c \u2013 genauer \u201eAussendung\u201c, \u201eMission\u201c \u2013 andeutet (vgl.\u00a0<i>Katechismus der Katholischen Kirche<\/i>, 1332).<\/p>\n<p>Die sonnt\u00e4gliche Eucharistie ist f\u00fcr das christliche Leben unverzichtbar. Morgen werde ich zu meiner Apostolischen Reise nach Afrika aufbrechen, und gerade einige M\u00e4rtyrer der afrikanischen Kirche der ersten Jahrhunderte, die M\u00e4rtyrer von Abitina, haben uns diesbez\u00fcglich ein wunderbares Zeugnis hinterlassen. Als ihnen angeboten wurde, ihr Leben zu retten, wenn sie auf die Feier der Eucharistie verzichteten, antworteten sie, dass sie nicht leben k\u00f6nnten, ohne den Tag des Herrn zu feiern. Denn daraus n\u00e4hrt sich und w\u00e4chst unser Glaube. Darin vereinen sich unsere \u2013 wenn auch begrenzten \u2013 Bem\u00fchungen durch Gottes Gnade wie das Tun der Glieder eines einzigen Leibes \u2013 des Leibes Christi \u2013 zur Verwirklichung eines einzigen gro\u00dfen Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasst. Durch die Eucharistie werden auch unsere H\u00e4nde zu \u201eH\u00e4nden des Auferstandenen\u201c. Sie bezeugen mit den Spuren der Arbeit, der Entbehrungen, der Krankheit, des Vergehens der Jahre, die man ihnen ansieht, ebenso wie mit einem zarten Streicheln, einem H\u00e4ndedruck und einer Geste der N\u00e4chstenliebe seine Gegenwart, seine Barmherzigkeit und seinen Frieden.<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, in einer Welt, die so sehr des Friedens bedarf, verpflichtet uns dies mehr denn je, eifrig und treu an unserer eucharistischen Begegnung mit dem Auferstandenen teilzunehmen, damit wir von dort als Zeugen der Liebe und als Tr\u00e4ger der Vers\u00f6hnung neu aufbrechen k\u00f6nnen. M\u00f6ge uns die Jungfrau Maria dabei helfen, die selig ist, weil sie als Erste geglaubt hat, ohne zu sehen (vgl.\u00a0<i>Joh<\/i>\u00a020,29).<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-04\/papst-leo-xiv-wortlaut-regina-coeli-12-4-2026-katechese.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<p>Foto: Vatican Media<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie in der offiziellen deutschen \u00dcbersetzung den Text der Katechese, die Papst Leo an diesem Sonntag, 12. April 2026, beim Regina Coeli gehalten hat &#8211; dem Mittagsgebet der Kirche in der Osterzeit. S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer offiziellen Fassung werden\u00a0auf der Internetseite des Heiligen Stuhls ver\u00f6ffentlicht. 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