{"id":85308,"date":"2026-04-14T22:35:29","date_gmt":"2026-04-14T19:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=85308"},"modified":"2026-04-14T22:50:41","modified_gmt":"2026-04-14T19:50:41","slug":"preiset-den-herrn-mit-mir-interview-mit-pfarrer-franz-ebenspanger-anlaesslich-seines-diamantenen-priesterjubilaeums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/preiset-den-herrn-mit-mir-interview-mit-pfarrer-franz-ebenspanger-anlaesslich-seines-diamantenen-priesterjubilaeums\/","title":{"rendered":"\u201ePreiset den Herrn mit mir\u201c \u2013 Interview mit Pfarrer Franz Ebenspanger anl\u00e4sslich seines diamantenen Priesterjubil\u00e4ums"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-85289 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n-683x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"379\" height=\"568\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27379%27%20height%3D%27568%27%20viewBox%3D%270%200%20379%20568%27%3E%3Crect%20width%3D%27379%27%20height%3D%27568%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n-200x300.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n-400x600.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n-600x900.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n-683x1024.jpg 683w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/425811342_361450910176139_7247794451148890535_n.jpg 720w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/a>\u201ePreiset den Herrn mit mir, lasst uns gemeinsam seinen Namen erheben!\u201c \u2013 dieser Vers 4 aus dem Psalm 34 steht auf dem Erinnerungsbildchen zum Silbernen Priesterjubil\u00e4um von Pfr. Franz Ebenspanger, pensionierter Priester, Jubil\u00e4umsmesse die er am 17. April 1991 an seinem damaligen Wirkungsort Gataja feierte. Der Seelsorger, der sich nun auf sein Diamantenes Priesterjubil\u00e4um, den 60. Jahrestag seiner Priesterweihe, vorbereitet, lebt im Adam-M\u00fcller-Guttenbrunn-Haus, in Temeswar, wo er aufgrund eines vor einigen Jahren eingetretenen momentanen Gleichgewichtsverlustes und h\u00e4uslichen Unfalls st\u00e4ndige Pflege ben\u00f6tigt. Obwohl er in seiner Gehf\u00e4higkeit eingeschr\u00e4nkt ist und unter dauerhaften Schmerzen leidet, bereitet er sich mit heiterem Herzen auf das diesj\u00e4hrige Jubil\u00e4um, am 17. April, im Hohen Dom zum hl. Georg von Temeswar vor. Wie er mehrfach betonte, ist die \u201eDiamantene\u201c Messe f\u00fcr ihn kein Fest, sondern ein Dankopfer. Auf die besorgte Frage seiner Pflegerin, ob er die Heilige Messe \u201eschaffen werde\u201c, antwortet er leise, aber bestimmt: <em>er wird es schaffen<\/em>!<br \/>\nFranz Ebenspanger wurde am 7. Februar 1943 in Rittberg (Tormak) geboren. Die Volksschule schloss er 1956 ebendort ab. Anschlie\u00dfend setzte er seine Studien an der Kantorenschule in Karlsburg (Alba Iulia) fort und wurde 1960 erfolgreich am R\u00f6misch\u2011Katholischen Theologischen Institut (heute Priesterseminar \u201eSeminarium Incarnatae Sapientiae\u201c in Karlsburg) aufgenommen. Dort wurde er am 17. April 1966 vom Diener Gottes Bischof \u00c1ron M\u00e1rton, zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte er in Gro\u00df-Sanktnikolaus, Petschka und in der Pfarrei Arad-Innenstadt. Ab 1976 war er 13 Jahre lang Pfarrer in Turnu, danach vor\u00fcbergehend in Dognatschka ernannt, schlie\u00dflich 1990 in Gataja, wo er 1996 noch rund f\u00fcnfzig Volks\u2011 und Mittelsch\u00fcler auf Ungarisch im Religionsunterricht unterrichtete. Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden trat er in den Ruhestand 1999 und wurde als pensionierter Priester erneut Seelsorger der Gemeinde Dognatschka.<br \/>\nAnl\u00e4sslich seines 60. Priesterjubil\u00e4ums haben wir mit dem emeritierten Pfarrer Franz Ebenspanger gesprochen.<\/p>\n<p>\u2013\u00a0<strong>Herr Pfarrer, wie erinnern Sie sich an Ihre Kindheit?<\/strong><br \/>\n\u2013 Ich wurde am 7. Februar 1943 in Rittberg geboren. Ich liebe mein Heimatdorf sehr, und denke auch heute noch gern daran zur\u00fcck. Dort habe ich die Volksschule begonnen. Nachdem mein Vater und seine Br\u00fcder aus der Deportation in Russland zur\u00fcckgekehrt waren, erhielt mein Vater eine Arbeitsstelle in Deutsch-Bogschan in einer Kfz\u2011Werkstatt. Das war sein erlernter Beruf. So zog die Familie 1952 \u2013 wenn ich mich richtig erinnere \u2013 nach Deutsch-Bogschan. Dort gab es in der Schule nur eine ungarische Klasse mit einem einzigen Lehrer, von der ersten bis zur vierten Klasse. Die IV. Klasse habe ich also dort abgeschlossen. Da ich jedoch nicht weiter auf Ungarisch lernen konnte, zog ich zur\u00fcck nach Rittberg zu meinen Gro\u00dfeltern. So beendete ich die allgemeine Schule in Rittberg. Meine Mutter war sehr religi\u00f6s und nahm mich und meinen Bruder schon im Kleinkindalter mit ins Gebetshaus. Rittberg war damals \u00fcberwiegend reformiert; in meiner Klasse war ich der einzige Katholik, und wir hatten keine Kirche, nur ein Gebetshaus. Der Pfarrer von Nitzkydorf, Johann Schill, kam einmal im Monat, um die Heilige Messe zu feiern. Er hat mich im kleinen Gebetshaus getauft, und dort bin ich auch zur Erstkommunion gegangen. An den Sonntagen, an denen er nicht kam, versammelten sich die Gl\u00e4ubigen zum gemeinsamen Gebet. Mein Onkel war der Vorbeter, bis er zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt wurde (1945). Nach fast drei Jahren erkrankte er, und man lie\u00df ihn heimkehren, damit er zu Hause sterben k\u00f6nne. Ich habe noch heute Freunde in Rittberg, wenn auch immer weniger. Auch an meine Schulzeit erinnere ich mich gern; wir hatten gute Lehrer. Damals gab es genug Kinder f\u00fcr eine A\u2011, B\u2011 und manchmal sogar eine C\u2011Klasse.<\/p>\n<p><strong>\u2013 Was oder wer hat Ihre Schritte in Richtung Priesterberuf gelenkt?\u00a0<\/strong><br \/>\n\u2013 Ich glaube, der liebe Gott! Schon als Kind, wenn man mich fragte, was ich einmal werden wolle, antwortete ich: <em>Priester!<\/em> Seit ich drei oder vier Jahre alt war, blieb das meine Antwort. Mein Gro\u00dfvater war in Rittberg Ladenbesitzer; er f\u00fchrte einen Eisenwarenhandel, aber wer hereinkam, um ein Kilo N\u00e4gel zu kaufen und dazu ein Kilo Zucker wollte, konnte auch das bei ihm bekommen. Es war also eher ein Gemischtwarenladen. Nachdem mein Gro\u00dfvater erkrankte, \u00fcbernahm meine Mutter das Gesch\u00e4ft \u2013 bis zur Verstaatlichung (\u201eNationalisierung\u201c). Damals war ich etwa sechs Jahre alt. Ich erinnere mich, wie man das Gesch\u00e4ft wegnahm; es blieb zwar weiterhin ein Laden, aber meine Mutter wurde als Verk\u00e4uferin angestellt. So wurde sie Staatsangestellte in ihrem eigenen Gesch\u00e4ft. Mein Vater wurde f\u00fcr f\u00fcnf Jahre nach Russland deportiert. Da ich damals etwa zwei Jahre alt war, kannte ich ihn lange Zeit nur von einem Foto. Erst als er heimkehrte, sah ich ihn wieder. Die Eltern meines Vaters waren Deutsche; meine Gro\u00dfmutter sprach nur gebrochen Ungarisch, aber mit uns Enkeln sprach sie immer Ungarisch. Sp\u00e4ter hatte ich jedoch Nachteile davon: Nach dem Abschluss des Theologiestudiums wurde ich nach\u00a0Gro\u00df-Sanktnikolaus\u00a0ernannt, damit ich Deutsch lernte. H\u00e4tte unsere Gro\u00dfmutter in meiner Kindheit mehr Deutsch \u2013 genauer gesagt Banat-Schw\u00e4bisch \u2013 mit uns gesprochen, w\u00e4re es mir sp\u00e4ter viel leichter gefallen, die Sprache zu erlernen.<\/p>\n<p>\u2013\u00a0<strong>Wie war die erste Begegnung mit Ihrem Vater?<\/strong><br \/>\n\u2013 Nachdem man ihn verschleppt hatte, h\u00f6rten wir zwei Jahre lang, bis 1947, nichts von ihm; wir wussten nicht, ob er lebte oder tot war. Dann kam seine erste Postkarte. Sp\u00e4ter schrieb er auch, wann er heimkehren d\u00fcrfe \u2013 1949 \u2013, also warteten wir auf ihn am Bahnhof von Rittberg. Er kam zusammen mit seinem Bruder an. Etwa 20\u201330 Leute aus dem Dorf warteten mit uns; sie freuten sich, dass die Heimkehrenden zur\u00fcckkamen. Nicht nur die Verwandtschaft war da, auch meine Lehrerin und meine Klassenkameraden kamen zum Bahnhof. Als sie aus dem Zug stiegen, erkannte ich meinen Vater, obwohl er viel d\u00fcnner war als auf dem Foto.<\/p>\n<div id=\"attachment_85292\" style=\"width: 391px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-85292\" decoding=\"async\" class=\"lazyload  wp-image-85292\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-681x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-681x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"381\" height=\"573\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27381%27%20height%3D%27573%27%20viewBox%3D%270%200%20381%20573%27%3E%3Crect%20width%3D%27381%27%20height%3D%27573%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-200x301.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-400x601.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-600x902.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-681x1024.jpg 681w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-768x1155.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-800x1203.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-1022x1536.jpg 1022w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2-1200x1804.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ebenspanger-Ferenc-Primitzmesse-1966.-Deutschboschan-2.jpg 1362w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-85292\" class=\"wp-caption-text\">Primizmesse-1966.-Deutschbogschan<\/p><\/div>\n<p><strong>\u2013 Wo haben Sie nach Abschluss der Volksschule weitergelernt?\u00a0<\/strong><br \/>\n\u2013 In Karlsburg (Alba Iulia), an der sogenannten Kantorenschule. Denn damals war der Betrieb eines konfessionellen Gymnasiums nicht erlaubt, nur einer Berufsschule. So wurde daraus eine <em>Kantorenschule<\/em>. Von dort aus bewarben wir uns am Priesterseminar. Wir waren 32 Absolventen der Kantorenschule, und 16 von uns meldeten sich zum Priesterseminar. Nach der Volksschule sprach ich mit dem \u00f6rtlichen Pfarrer und sagte ihm, dass ich in Karlsburg weiterlernen m\u00f6chte, weil ich mich auf das Priestertum vorbereite. Dort unterrichteten sowohl Priester als auch weltliche Lehrer, d.h. Laien. Musik und Rum\u00e4nisch wurden zum Beispiel von weltlichen Lehrern unterrichtet. Ich hatte Gl\u00fcck, denn in Deutsch-Bogschan wohnten wir in einer Gegend, in der Rum\u00e4nen die Mehrheit bildeten, und als Kinder spielten wir zusammen \u2013 so lernte ich die Sprache. Mein Bruder konnte noch besser Rum\u00e4nisch, denn er wurde in Rittberg \u201egebeten\u201c, die rum\u00e4nischsprachige Schule zu besuchen, damit die Klassengr\u00f6\u00dfe erreicht werde, und so lernte er dort auf Rum\u00e4nisch. Der Vorteil der Kantorenschule war, dass sie eine solide Ausbildung in ungarischer Literatur bot. Danach folgten sechs Jahre im Priesterseminar, sodass ich insgesamt zehn Jahre in Karlsburg verbrachte. Wir hatten ausgezeichnete Lehrer: Dr. Ferenc Farag\u00f3, Direktor der Kantorenschule und Theologieprofessor; B\u00e1lint J\u00f3zsef Sikolya, Theologieprofessor und unser Klassenlehrer; Mih\u00e1ly Tyukodi, unser Spiritual, einer der beliebtesten Lehrer. Wir erhielten eine Erziehung und Ausbildung, auf die wir sp\u00e4ter jederzeit bauen konnten. Doch derjenige, den wir am meisten verehrten und zu dem wir aufblickten, war Bischof \u00c1ron M\u00e1rton. Zum ersten Mal trafen wir ihn am Tag nach dem Abschluss der Kantorenschule, wir, die den Priesterberuf gew\u00e4hlt hatten. Er sprach mit uns, und wir trugen ihm Gedichte vor. Sp\u00e4ter, im f\u00fcnften und sechsten Studienjahr, unterrichtete er uns \u2013 allerdings so, dass wir zu ihm gingen, denn der Bischof stand unter Hausarrest, seiner Freiheit beraubt, und hielt den Unterricht in einem kleinen Speisesaal des Bischofspalastes. Er lehrte Hodegetik und Soziologie. Er durfte nicht ins Seminar kommen. Aber wir passten dort hinein, denn inzwischen waren wir nur noch neun. F\u00fcr die Pr\u00fcfungen lernten wir alle gewissenhaft, damit wir uns nicht blamierten und vor dem Bischof nur herumstotterten. Dann folgte die Priesterweihe am 17. April 1966, am Wei\u00dfen Sonntag. Zu Zeiten von Bischof M\u00e1rton \u00c1ron wurde die Priesterweihe immer am Wei\u00dfen Sonntag gefeiert. Die Primizmesse feierte ich in der Kirche von Deutsch-Bogschan, weil dort meine Eltern lebten. Aber ehrlich gesagt, war das nicht meine erste Hl. Messe, denn nach der Weihe blieben wir noch fast zwei Monate in Karlsburg, bis zum Ende des Schuljahres, und dort feierten wir t\u00e4glich die Eucharistie.<\/p>\n<p><strong>\u2013 Auf welchen Pfarreien haben Sie Ihren seelsorglichen Dienst ausge\u00fcbt?\u00a0<\/strong><br \/>\n\u2013 Zuerst wurde ich als Kaplan nach Gro\u00df-Sanktnikolaus ernannt, wie ich bereits erw\u00e4hnt habe, damit ich Deutsch lerne. Ich verbrachte zehn Monate dort. Am meisten sprach ich Deutsch mit der Mutter des Dechant\u2011Pfarrers, und ich kam schon recht gut hinein, als mich Ordinarius Konrad Kernweiss nach Petschka versetzte, ebenfalls als Kaplan. Danach kam ich an die Pfarreien Arad\u2011Zentrum und Arad\u2011Mikelaka, weiterhin als Kaplan. Von dort aus fuhr ich nach \u0218ofronea, das damals eine Filiale der Innenstadtpfarrei Arads war. Als Pfarrer wurde ich zuerst nach Turnu berufen, dann im September 1989 nach Dognatschka, schlie\u00dflich ab 1990 nach Gataja. Dort erkrankte ich leider schwer und musste zehn Monate im Krankenhaus verbringen, danach trat ich in den Ruhestand. Nachdem ich wieder zu Kr\u00e4ften gekommen war, zog ich 1999 als pensionierter Priester nach Dognatschka zur\u00fcck, weil die gute Luft dort meine Genesung f\u00f6rderte. Ich lebte mehrere Jahre in Dognatschka, bis ich leider einen kleinen Unfall hatte; nach meinem Beinbruch bin ich fast in allem auf Hilfe angewiesen. W\u00e4hrend meiner Zeit in Gataja hatte ich geplant, mehrmals im Monat Rittberg, mein geliebtes Heimatdorf, zu besuchen, das eine der Filialen meiner Pfarrei war. Schlie\u00dflich wurden jedoch noch einige weitere Ortschaften angeschlossen, sodass ich insgesamt neun Orte betreuen musste, und so konnte ich meinen Plan nicht verwirklichen. Damals kamen in Rittberg \u00fcbrigens recht viele Menschen zusammen: manchmal versammelten sich drei\u00dfig Gl\u00e4ubige zur Heiligen Messe im kleinen Gebetshaus. Als ich, in meiner Jugendzeit, nach Gro\u00df-Sanktnikolaus kam, z\u00e4hlte die Gemeinde etwa 3500 Gl\u00e4ubige: 3000 Deutsche und rund 500 Ungarn. In Petschka f\u00fchrten wir etwa 7000 ungarische und ungef\u00e4hr ebenso viele rum\u00e4nische Gl\u00e4ubige (die Rum\u00e4nen in Petschka waren vorwiegend orthodox).<\/p>\n<p><strong>\u2013 Wenn Sie aus sechzig Jahren Abstand zur\u00fcckblicken, woran erinnern Sie sich besonders gern?\u00a0<\/strong><br \/>\n\u2013 Gro\u00df-Sanktnikolaus und Turnu sind mir sehr ans Herz gewachsen. In Turnu habe ich 13 Jahre verbracht. Die \u00f6rtliche Gemeinschaft bestand ausschlie\u00dflich aus ungarischen Gl\u00e4ubigen, etwa 750 Personen. Dognatschka habe ich deshalb sp\u00e4ter gew\u00e4hlt, weil dort noch Deutsche leben \u2013 zwar nicht viele, aber ich konnte mich mit ihnen verst\u00e4ndigen. Und ich habe im Internet gelesen, dass die Luft dort sogar besser sei als in Herkulesbad.<\/p>\n<p>\u2013\u00a0<strong>Im Internet?<\/strong><br \/>\n\u2013 Ja. Ich habe einen Laptop bekommen, und darauf lese ich gew\u00f6hnlich die Nachrichten im Internet. Ich habe mich ziemlich schnell zurechtgefunden.<\/p>\n<p>\u2013\u00a0<strong>Mit welchen Gedanken bereiten Sie sich auf die Diamantenmesse vor?<\/strong><br \/>\n\u2013 Ich habe nur einen Gedanken: <em>Dankbarkeit!<\/em> Ich danke dem lieben Gott f\u00fcr alles. Denn leider sind in der Di\u00f6zese bereits Priester, die viel j\u00fcnger waren als ich, heimgegangen zum Herrn. Ich danke auch meinen Mitbr\u00fcdern f\u00fcr ihre Besuche und ihre F\u00fcrsorge. Bischof\u00a0Josef P\u00e1l\u00a0hat mich besucht, ebenso Pfarrer Adalbert J\u00e4ger, der mir zu Weihnachten und Ostern immer ein kleines Paket mitbringt.<\/p>\n<p>\u2013\u00a0<strong>Wir danken Ihnen f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p>x x x<\/p>\n<p>F\u00fcr seine treue und hingebungsvolle seelsorgerische Betreuung der Gemeinde Dognatschka wurde Pfr. Ebenspanger am 19. Dezember 2016 zum Ehrenb\u00fcrger dieser Komune ernannt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-85314 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-1024x678.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-1024x678.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"678\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27678%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20678%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27678%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-200x132.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-400x265.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-568x376.jpg 568w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-600x397.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-768x508.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-800x530.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1-1200x794.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cetatean-de-Onoare-Dognecea-1.jpg 1207w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n<p>Foto: Sammlung Pfr. Ebenspanger &amp;\u00a0Klaus Mihnea (Dognatschka)<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-85308 gallery-columns-2 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"Ebenspanger Ferenc Silberne Messe 1991. 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Franz Ebenspanger, pensionierter Priester, Jubil\u00e4umsmesse die er am 17. April 1991 an seinem damaligen Wirkungsort Gataja feierte. Der Seelsorger, der sich nun auf sein Diamantenes Priesterjubil\u00e4um, den 60. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19578,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85308"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85308"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85318,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85308\/revisions\/85318"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}