{"id":88071,"date":"2026-07-26T16:51:23","date_gmt":"2026-07-26T13:51:23","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=88071"},"modified":"2026-07-27T12:14:10","modified_gmt":"2026-07-27T09:14:10","slug":"wallfahrt-anlaesslich-des-welttags-der-grosseltern-und-senioren-nach-maria-radna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wallfahrt-anlaesslich-des-welttags-der-grosseltern-und-senioren-nach-maria-radna\/","title":{"rendered":"Wallfahrt anl\u00e4sslich des Welttags der Gro\u00dfeltern und Senioren nach Maria Radna"},"content":{"rendered":"<p>Die Feier der hl. Joachim und Anna, der Eltern der Heiligen Jungfrau Maria, trug auch in diesem Jahr in der Di\u00f6zese Temeswar eine doppelte Bedeutung: Sie war der traditionelle Wallfahrtstag der Gl\u00e4ubigen aus den Temeswarer Pfarreien zum Marienwallfahrtsort Radna, zugleich aber auch das Treffen der \u00e4lteren Menschen anl\u00e4sslich des Welttags der Gro\u00dfeltern und Senioren, der im Jahr 2021 von Papst Franziskus seligen Angedenkens eingef\u00fchrt wurde.<br \/>\nSo boten am 25. Juli, dem letzten Samstag des Monats, die Basilika und das Kloster Maria Radna bereits zum sechsten Mal den Rahmen f\u00fcr dieses gemeinsame Fest.<br \/>\nDie Heilige Messe wurde von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, zelebriert. Es konzelebrierten: Pfr. Zsolt Szilv\u00e1gyi, Pastoralvikar, Pfr. Adalbert J\u00e4ger, Dechant und Pfarrer von Temeswar VI.\u2013Fratelia, Pfr. Marin Matie\u0219, Dechant und Pfarrer von Karansebesch, Pfr. Piry Radulov, Pfarrer von Winga, Pfr. Francisc Lisi, Pfarradministrator von Lugosch und Pfr. Ovidiu Virag, Kaplan der Pfarrei Lugosch. Die musikalische Umrahmung wurde von Frau Andreea Bodroghi, Organistin und Kantorin der Basilika, gestaltet.<br \/>\nDas Tagesevangelium aus dem Heiligen Matth\u00e4us (Kapitel 13) \u2013 die Gleichnisse vom Schatz, von der Perle und vom Fischnetz \u2013 wurde von Pfr. Piry Radulov verk\u00fcndet.<br \/>\nIn der auf Rum\u00e4nisch gehaltenen Predigt sagte Pfr.Francisc Lisi: \u201eJedes Mal, wenn ich mich hier mit den Gl\u00e4ubigen treffe, vor oder nach der Heiligen Messe, und sie frage: \u201aWie geht es euch?\u2018, ist die Antwort fast immer dieselbe: \u201aEs geht mir gut, Herr Pfarrer, weil ich hier bin.\u2018 Liebe Gl\u00e4ubige, liebe Gro\u00dfeltern, der Himmel, nach dem wir uns sehnen, beginnt genau hier, mitten unter uns. Ihr seid unsere Perlen, denn durch eure Weisheit und Lebenserfahrung k\u00f6nnt ihr uns so vieles lehren. Heute ist jeder von uns mit einem Wunsch von zu Hause aufgebrochen. Auf dem Weg, w\u00e4hrend wir den Heiligen Rosenkranz gebetet haben, fragten wir uns: \u201aF\u00fcr wen beten wir?\u2018 F\u00fcr die Gro\u00dfeltern. Aber f\u00fcr wen beten die Gro\u00dfeltern? F\u00fcr die Enkel. So sind wir also mit einem einzigen Ziel von zu Hause aufgebrochen: f\u00fcreinander zu beten.\u201c<br \/>\nPfr Marin Matie\u0219 begann seine auf Deutsch gehaltene Predigt mit einer an die Anwesenden gerichteten Frage: \u201eLiebe Gl\u00e4ubige, hattet ihr jemals das Gef\u00fchl, unsichtbar zu sein? Dass ihr ruft und niemand euch h\u00f6rt? Dass ihr wartet und niemand zu euch kommt? In unserer modernen Welt, die sich so schnell bewegt, sehen sich immer mehr Menschen mit der Stille konfrontiert. Es sind unsere Gro\u00dfeltern, die \u00e4ltere Generation in unseren Gemeinschaften. Gerade in dieser Stille ruft uns Gott heute \u2013 anl\u00e4sslich des sechsten Welttags der Gro\u00dfeltern und Senioren \u2013 dazu auf, uns an Sein Versprechen zu erinnern: \u201aIch werde dich nicht vergessen.\u2018 Gottes Verhei\u00dfung ist das Fundament der Hoffnung und Seine Antwort auf die Einsamkeit.\u201c<br \/>\nDie ungarische Predigt wurde von Pfr. Zsolt Szilv\u00e1gyi gehalten, der die Gl\u00e4ubigen auf die Botschaft aufmerksam machte, die der Heilige Vater Papst Leo XIV. in diesem Jahr zum Welttag der Gro\u00dfeltern und Senioren \u00fcbermittelt hat: \u201eDer Heilige Vater richtet in seiner Botschaft f\u00fcr diesen Tag einen weiteren Aufruf an uns: einander zu besuchen. Wir sollen Werkzeuge Gottes sein, der dem einsamen Menschen in Erinnerung ruft, dass er nicht vergessen ist. Das Evangelium spricht von einem Schatz. Was ist der gr\u00f6\u00dfte Schatz des Lebens? Die Gesundheit? Sie ist verg\u00e4nglich. Das Geld? Es ist verg\u00e4nglich. Beziehungen, Freundschaften? Sie sind verg\u00e4nglich. Was bleibt? Das Leben mit Gott. Der Glaube ist der gr\u00f6\u00dfte Schatz.\u201c<br \/>\nNach dem Schlusssegen nahmen die rund 300 Pilger an der Kreuzwegandacht teil und gingen die Stationen in der Basilika, da wegen der Hitze und der Ersch\u00f6pfung, viele \u00e4ltere Personen den H\u00fcgel hinter der Kirche nicht h\u00e4tten hinaufsteigen k\u00f6nnen. Die Gebete f\u00fcr diese Andacht wurden vom B\u00fcro f\u00fcr Familienpastoral vorbereitet, durch Sr. M. B\u00f6be Tari, Referentin des B\u00fcros, gemeinsam mit der Gruppe f\u00fcr Seniorenpastoral, die von Frau Irina Varga koordiniert wird. Dasselbe B\u00fcro organisierte auch diese Pilgerfahrt.<br \/>\nAm Nachmittag nahmen die \u00e4lteren Teilnehmer an dem Vortrag von Frau Emese Ferencz teil, Redakteurin\u2011Moderatorin und Leiterin des Studios Radio Maria Siebenb\u00fcrgen in Klausenburg sowie Sozialkoordinatorin der Unitarischen Kirche Klausenburg\u2013Innere Stadt. Die Referentin schloss ihre Betrachtung zum Welttag der Gro\u00dfeltern und Senioren mit einem Gebet ab: \u201eBarmherziger und treuer Gott, wir danken Dir, dass kein einziger Tag unseres Lebens vor Dir verloren geht. Du kennst jede Etappe unseres Weges, unsere Freuden und Schmerzen, unsere gesprochenen Worte und unsere verborgenen Tr\u00e4nen. Du vergisst uns nicht einmal dann, wenn die Aufmerksamkeit der Menschen um uns herum nachl\u00e4sst. Wir danken Dir f\u00fcr die \u00e4lteren Menschen, die uns durch ihr Leben den Weg bereitet haben. Wir danken Dir f\u00fcr alles, was sie uns geschenkt haben: ihre Liebe, ihre Geduld, die Fr\u00fcchte ihrer Arbeit, ihren Glauben und ihre Gebete. Wir danken Dir auch f\u00fcr jene Opfer, die vielleicht niemand gesehen hat au\u00dfer Dir. Herr, lehre uns, einander mit demselben Herzen anzuschauen, mit dem Du uns anschaust. Gib uns Zeit f\u00fcr jene, die darauf warten, dass jemand ihnen zuh\u00f6rt. Gib uns aufmerksame Ohren f\u00fcr die Geschichten, die vielleicht schon oft erz\u00e4hlt wurden, die aber immer Fragmente eines kostbaren Lebens in sich tragen. Bewahre uns davor, jene zu vergessen, die langsamer gehen, die stiller leben, deren Stimme in dieser Welt weniger geh\u00f6rt wird.\u201c<br \/>\nF\u00fcr diejenigen, die die ungarische Sprache nicht beherrschten, wurde der Vortrag mittels Kopfh\u00f6rer von Frau Clara Balint ins Rum\u00e4nische \u00fcbersetzt.<br \/>\nDas Programm wurde mit Gespr\u00e4chen in kleinen Gruppen fortgesetzt, ausgehend von drei Reflexionsfragen:<br \/>\n\u201eWann habe ich in meinem Leben gesp\u00fcrt, dass jemand mich nicht vergessen hat?\u201c<br \/>\n\u201eWas hat mich der Lauf der Zeit im Leben gelehrt?\u201c<br \/>\n\u201eWas bedeutet f\u00fcr mich heute der Satz: \u2018Gott vergisst mich nicht\u2019?\u201c<\/p>\n<p>Der Wallfahrtstag endete mit einer Eucharistischen Anbetung, die von Pfarrer Francisc Lisi geleitet wurde.<\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n<p>Foto: <a 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