{"id":89516,"date":"2026-09-13T20:12:24","date_gmt":"2026-09-13T17:12:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=89516"},"modified":"2026-09-15T19:31:16","modified_gmt":"2026-09-15T16:31:16","slug":"buchpraesentation-in-chisineu-cris-und-die-segnung-der-kapelle-in-adea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/buchpraesentation-in-chisineu-cris-und-die-segnung-der-kapelle-in-adea\/","title":{"rendered":"Buchpr\u00e4sentation in Chi\u0219ineu-Cri\u0219 und die Segnung der Kapelle in Adea"},"content":{"rendered":"<p>Beim Durchbl\u00e4ttern der Seiten von Chroniken, Schriften, Aufzeichnungen, Berichten und Ver\u00f6ffentlichungen, seien sie aus der Vergangenheit oder aus weniger weit zur\u00fcckliegenden Zeiten, k\u00f6nnen wir jenseits der F\u00fclle von Daten und Ereignissen auch die individuellen Schicksale von Menschen sowie das Schicksal von Gruppen oder Gemeinschaften entdecken. Und zwischen den Zeilen dieser Dokumente findet sich h\u00e4ufig auch eine Botschaft f\u00fcr den aufmerksamen Leser von heute: eine Botschaft der Ermutigung, der Hoffnung, der Warnung oder des Erinnerns. Um diese jedoch zu entdecken, braucht es sowohl Zeit als auch den Wunsch und den Willen, mehr \u00fcber jene Menschen zu erfahren, die durch ihr Leben und Wirken die Vergangenheit gepr\u00e4gt haben.<br \/>\nF\u00fcr die Pfarrgemeinde von Chi\u0219ineu-Cri\u0219 war Samstag, der 12. September 2026, ein solcher Tag: ein Tag der Entdeckung.<\/p>\n<p><strong>\u201eEin Ziegelstein in der Mauer unserer lokalen Geschichte\u201c<\/strong><br \/>\nSo charakterisierte Prof. Ioan Sorin Sime, einer der Autoren des Bandes mit dem Titel <em>Domeniul Chi\u0219ineului (1817-1918)<\/em> (<em>Das Gut von Chi\u0219ineu (1817\u20131918))<\/em>, das Werk, das an diesem Tag, um 13.00 Uhr in der r\u00f6misch-katholischen Pfarrkirche vorgestellt wurde. An dieser Veranstaltung, die eine gro\u00dfe Zahl von Mitgliedern der Gemeinde zusammenf\u00fchrte, nahmen Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, Herr Mikl\u00f3s Solt\u00e9sz, Politiker und ehemaliger Staatssekret\u00e4r f\u00fcr die Beziehungen zu den Religionsgemeinschaften und den nationalen Minderheiten im Amt des Ministerpr\u00e4sidenten von Ungarn, sowie Herr Ciprian Ban, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Sintea Mare, teil. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Anwesenden von Pfarrer J\u00e1nos Kapor, Seelsorger von Chi\u0219ineu-Cri\u0219 und Satu Nou, begr\u00fc\u00dft.<br \/>\nIn seiner Ansprache sagte Herr Ioan Sorin Sime, Lehrer am Theoretischen Lyzeum \u201eMihai Veliciu\u201c in Chi\u0219ineu-Cri\u0219: \u201eIch halte einen Ziegelstein in der Hand, sowohl im w\u00f6rtlichen als auch im \u00fcbertragenen Sinne. Das Buch ist schwer wie ein Ziegelstein, aber eigentlich ist es ein Ziegelstein in der Mauer unserer lokalen Geschichte. Ich habe gemeinsam mit meiner Frau, Judit Sime, daran gearbeitet. Es ist ein Buch, das in gewissem Ma\u00dfe die lokale Geschichte dieser Stadt, aber auch die Geschichte der n\u00e4heren Region vervollst\u00e4ndigen m\u00f6chte.\u201c<br \/>\nDer Band ist zweisprachig, Rum\u00e4nisch-Ungarisch, und umfasst die Geschichte des erzherzoglichen Gutes in Chi\u0219ineu-Cri\u0219 und Umgebung zwischen 1817 und 1918 sowie das Schicksal der Eigent\u00fcmer dieses Besitzes, der Mitglieder und Nachkommen von Joseph Anton von Habsburg-Lothringen, Erzherzog von \u00d6sterreich und Palatin von Ungarn.<br \/>\nIm Rahmen der Buchpr\u00e4sentation konnten die Anwesenden auch einen etwa 11-min\u00fctigen Film sehen, praktisch eine Videozusammenfassung der wichtigsten Pers\u00f6nlichkeiten und Ereignisse, die in dem Band behandelt werden. (Das Video kann \u00fcber folgenden Link aufgerufen werden: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0Zu7MGoEWoo\">www.youtube.com<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Die Botschaft Seiner Kaiserlichen Hochheit Erzherzog Michael von Habsburg-Lothringen<\/strong><br \/>\nIn ihrer Ansprache dankte Frau Professor Judit Sime, Direktorin der Mittelschule \u201eP\u0103dureni\u201c in Chi\u0219ineu-Cri\u0219, Kreis Arad, und zugleich Autorin des Bandes, allen, die durch \u201ematerielle Beitr\u00e4ge, durch Arbeit, durch gute Ratschl\u00e4ge und durch Ermutigung\u201c die Entstehung und Ver\u00f6ffentlichung dieses Buches unterst\u00fctzt hatten: dem Rathaus der Stadt Chi\u0219ineu-Cri\u0219 und Herrn B\u00fcrgermeister Ovidiu Gule\u0219, Pfarrer J\u00e1nos Kapor, dem r\u00f6misch-katholischen Ortspfarrer, dem Stadtrat Pusztai Levente, Herrn Hunor Szab\u00f3, der das Buch vorstellte, Frau Lehrerin Margit Cs\u00e1ki, die f\u00fcr die Korrektur und \u00dcberarbeitung des Textes verantwortlich war, Frau Andrea Ferkel-\u0218uteu, die die Gestaltung des Buchumschlags \u00fcbernahm, sowie der gesamten Gemeinschaft.<br \/>\nZum Abschluss verlas die Direktorin die Botschaft Seiner Kaiserlichen Hochheit Erzherzog Michael von Habsburg-Lothringen, dem Nachfahren der einstigen Eigent\u00fcmer, die am Anfang des Buches zu lesen ist:<br \/>\n\u201eLiebe Leserin, lieber Leser! Sie halten die Geschichte des f\u00fcrstlichen Gutes von Chi\u0219ineu-Cri\u0219 in den H\u00e4nden, das mein Ururgro\u00dfvater, Palatin Joseph, im Jahr 1817 erworben hat. Bis 1920 war dieses Gut eines der liebsten Besitzt\u00fcmer meiner Familie. Dank dieser wissenschaftlichen Studie und der Forschungsarbeit wird die Erinnerung an jene Epoche sowohl f\u00fcr die Nachwelt als auch f\u00fcr meine Familie fortbestehen. Daf\u00fcr schulden wir den Autoren tief empfundene Dankbarkeit! Erzherzog Michael von Habsburg-Lothringen\u201c<br \/>\nDer Band wurde von dem jungen Studenten Hunor Szab\u00f3 vorgestellt, der in seiner Ansprache betonte, dass der Wert einer Arbeit zur lokalen Geschichte nicht allein in der Anzahl der darin enthaltenen Daten, Namen und Jahreszahlen liegt, sondern darin, dass sie der Gemeinschaft einen Teil ihrer Vergangenheit zur\u00fcckgibt, den die Zeit allm\u00e4hlich unter sich begraben hat.<br \/>\n\u201eDie Autoren beschr\u00e4nken sich nicht auf die Geschichte des Gutes von Chi\u0219ineu und die wirtschaftlichen Daten. Das Buch vermittelt uns einen Einblick in das Leben auf dem Gut und in das Leben der Menschen, die hier lebten, in die landwirtschaftliche T\u00e4tigkeit und die Ortschaften, die Geb\u00e4ude, die Mitglieder der Erzherzoglichen Familie und deren Besuche. Wie auch im Vorwort dargelegt wird, besteht das Ziel des Bandes darin, das Leben hier wiederzugeben: die gew\u00f6hnlichen Tage und die Festtage, die Freuden und die Sorgen, das Leben der einfachen Menschen und derjenigen, die das Gut verwalteten. Und meiner Meinung nach liegt genau darin einer der gr\u00f6\u00dften Werte des Buches\u201c, sagte Herr Hunor Szab\u00f3.<\/p>\n<p><strong>Gedenk- und Segnungsgottesdienst<\/strong><br \/>\nNach der Buchpr\u00e4sentation nahmen viele der Anwesenden an der Heiligen Messe teil, die ab 15.00 Uhr vor der Kapelle im Wald von Adea gefeiert wurde. Die Kapelle wurde vor 130 Jahren zum Gedenken an Erzherzog Ladislaus von Habsburg-Lothringen errichtet, ein Mitglied des ungarischen Palatinischen Zweiges des Kaiserhauses. Erzherzog Ladislaus, damals 20 Jahre alt, wurde am 2. September 1895 an diesem Ort durch seine eigene Waffe verletzt, die sich w\u00e4hrend einer Jagdpartie versehentlich entlud. Wenige Tage nach diesem tragischen Ereignis starb der junge Mann in einem Budapester Krankenhaus an einer Blutvergiftung. Ein Jahr nach seinem Tod wurde am Ort des Ungl\u00fccks zu seinem Andenken die Kapelle errichtet. Sie erhielt das Patrozinium des heiligen Ladislaus und wurde von Dompropst Paul Oltv\u00e1nyi, dem damaligen Pfarrer von Chi\u0219ineu-Cri\u0219, geweiht.<br \/>\nNachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr im Rahmen einer von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, zelebrierten Heiligen Messe des Erzherzogs Ladislaus gedacht hatte \u2013 anl\u00e4sslich seines 150. Geburtstages und des 130. Jahrestages seines Todes \u2013, wurde die Kapelle renoviert. Unter der Leitung von Pfarrer J\u00e1nos Kapor wurden Innen- und Au\u00dfenrestaurierungsarbeiten eingeleitet. Die Segnung dieser Arbeiten fand am Samstag, dem 12. September dieses Jahres, ebenfalls im Rahmen einer von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, zelebrierten Heiligen Messe statt. Konzelebriert haben Pfarrer L\u00f3r\u00e1nd M\u00e1th\u00e9, Seelsorger von Doroban\u021bi, und Pfarrer J\u00e1nos Kapor. Anwesend waren der evangelische Pfarrer B\u00e1lint S\u00e1ndor De\u00e1k aus Satu Nou sowie die reformierte Pfarrerin Kulcs\u00e1r Brigitta aus Adea.<br \/>\nGleichzeitig feierte die Gemeinde auch den 130. Jahrestag der Errichtung der Kapelle.<\/p>\n<p><strong>\u201eIch richte an Sie meinen aufrichtigsten Dank und meine uneingeschr\u00e4nkte Wertsch\u00e4tzung\u201c<\/strong><br \/>\nMit diesen Worten beendete Erzherzog Michael von Habsburg-Lothringen seinen Brief an die Gemeinschaften von Chi\u0219ineu-Cri\u0219, Sintea Mare und Adea anl\u00e4sslich des Gedenkens und der Segnung der renovierten Kapelle. Wie der Erzherzog bedauernd erkl\u00e4rte, machte es sein angeschlagener Gesundheitszustand leider unm\u00f6glich, pers\u00f6nlich an \u201edieser erhebenden Gedenkfeier\u201c teilzunehmen. In Gedanken ist er jedoch bei der Gemeinschaft, die das Andenken an seinen Verwandten lebendig h\u00e4lt und sich um die bescheidene Kapelle k\u00fcmmert. Der Brief wurde von Herrn Hunor Szab\u00f3 in rum\u00e4nischer und ungarischer Sprache verlesen.<br \/>\nIn seiner Botschaft erinnerte Erzherzog Michael an sch\u00f6ne und der Familie wertvolle Erinnerungen an den jungen Ladislaus und beschrieb ihn als einen lebensfrohen, wissbegierigen und lernbegierigen Jungen:<br \/>\n\u201eSeine Eltern, Geschwister, Erzieher, Mentoren und Ausbilder erinnern sich alle an Ladislaus als einen Menschen, der stets von Begeisterung, Wissensdurst und dem Wunsch nach der Freude unmittelbarer Erkenntnis angetrieben war. Der Tod entriss in der Bl\u00fcte seiner Jugend einen begabten jungen Mann mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Talenten, einem guten Herzen und einer edlen, patriotischen Seele, dem eine gl\u00e4nzende milit\u00e4rische Zukunft bevorstand. Diese Kapelle wurde hier, am Ort der Trag\u00f6die, von seinem Vater, Erzherzog Joseph Karl, errichtet, damit sein Andenken von den B\u00e4umen und Blumen ringsum, in der stillen Ruhe des Waldes, bewahrt werde. Obwohl die sch\u00f6ne kleine Kapelle mehrmals von barbarischen H\u00e4nden gepl\u00fcndert und gesch\u00e4ndet wurde, lebt die Erinnerung an den geliebten Erzherzog Ladislaus bis heute so lebendig in den Herzen der Bewohner dieser Gegend und der Nachkommen jener Menschen, die auf dem ehemaligen Erzherzoglichen Gut lebten, dass sie die Kapelle von Zeit zu Zeit restaurieren, pflegen und ihre Umgebung versch\u00f6nern. F\u00fcr all dies richte ich im Namen meiner gesamten Familie meinen aufrichtigsten Dank und meine uneingeschr\u00e4nkte Wertsch\u00e4tzung an Sie und w\u00fcnsche Ihnen allen ein langes und gl\u00fcckliches Leben.\u201c<br \/>\nEbenfalls zum Andenken an den jungen Erzherzog Ladislaus wurde auf Wunsch der Familie im Jahr 1897 der Kreuzweg errichtet. Seine Stationen f\u00fchren weit von der Kapelle entfernt entlang des Waldweges und wurden damals zu einem Wallfahrtsort f\u00fcr die Bewohner der umliegenden D\u00f6rfer.<\/p>\n<p><strong>Die Erinnerung an die Vergangenheit im Dienste des Aufbaus einer gemeinsamen Zukunft<\/strong><br \/>\nNach der Heiligen Messe und der Segnung der Renovierungsarbeiten an der Kapelle richteten Herr Mikl\u00f3s Solt\u00e9sz und Herr B\u00fcrgermeister Ciprian Ban Worte des Dankes an die Gemeinde. Wie der Pfarrer erkl\u00e4rte, wurde die Renovierung der Kapelle mit finanzieller Unterst\u00fctzung der Regierung Ungarns \u00fcber die Bethlen-G\u00e1bor-Stiftung sowie mit der engagierten und tatkr\u00e4ftigen Unterst\u00fctzung und Beteiligung von B\u00fcrgermeister Ciprian Ban durchgef\u00fchrt.<br \/>\n\u201eWenn wir an den Zeitpunkt vor 130 Jahren zur\u00fcckdenken, als diese Kapelle errichtet wurde, was m\u00f6gen die Verwandten, die Eltern und die Geschwister des Erzherzogs Ladislaus gedacht haben \u2013 dieses begabten jungen Mannes, eines gl\u00e4ubigen Christen, der die Menschen in seiner Umgebung liebte und respektierte und dessen Leben so brutal und pl\u00f6tzlich beendet wurde? Vielleicht k\u00f6nnen wir jetzt, 131 Jahre nach seinem Tod, gemeinsam \u2013 Katholiken, Reformierte, Orthodoxe, Evangelische, Ungarn und Rum\u00e4nen \u2013 beweisen, dass sein vorzeitiger Tod nicht umsonst war. Denn diese Einheit, die nun durch die Zusammenarbeit der Gemeinschaft und auf Initiative eines anderen jungen Mannes, ebenfalls gerade einmal 20 Jahre alt, entstanden ist, ist einzigartig. Ich danke Ihnen allen daf\u00fcr. Unsere Pflicht und unsere Aufgabe ist es, in Frieden zu leben. Daf\u00fcr wollen wir Erzherzog Ladislaus, dieser Gemeinschaft und allen danken, die sich an der Restaurierung dieser Kapelle beteiligt haben\u201c, erkl\u00e4rte Herr Solt\u00e9sz.<br \/>\nSeinerseits betonte B\u00fcrgermeister Ciprian Ban:<br \/>\n\u201eDer Jagdunfall des Erzherzogs Ladislaus versetzte die gesamte regionale Gemeinschaft in Trauer, unabh\u00e4ngig von der Sprache, der Konfession und der nationalen Identit\u00e4t unserer Vorfahren. Jeder von uns ist mit dieser Geschichte aufgewachsen, und es bleibt unsere Pflicht, die lokale Geschichte zu bewahren und an die kommenden Generationen weiterzugeben. Dar\u00fcber hinaus haben wir auch einen Ort, an dem wir zusammenkommen k\u00f6nnen: hier, bei der kleinen Kirche im Wald von Adea, die von der Erzherzoglichen Familie zum Gedenken an ihren innig geliebten Sohn errichtet wurde, der durch einen Schuss aus einer Jagdwaffe ums Leben kam. So ist die katholische Kapelle im Wald von Adea, einst ein Ort des Verlustes und der Erinnerung an das Leid, heute zu einem Ort geworden, der allen Gemeinschaften der Gemeinde Sintea Mare, der Stadt Chi\u0219ineu-Cri\u0219 und dar\u00fcber hinaus offensteht. Jahr f\u00fcr Jahr kommen Menschen hierher, um gemeinsam f\u00fcr Frieden, Ruhe und Harmonie zu beten und die Geschichte einer Trag\u00f6die weiterzutragen, die bis zum heutigen Tag lebendig geblieben ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ein Ort des Gedenkens, des Gebets und der Gemeinschaft<\/strong><br \/>\nSchlie\u00dflich ergriff der Student Hunor Szab\u00f3 das Wort, einer der Initiatoren der Renovierung der Kapelle und der Organisatoren der Gedenkfeier. Er betonte, dass dieser Tag nicht nur den Abschluss der Renovierungsarbeiten bedeute, sondern vielmehr das Versprechen, dass sie das, was ihre Vorfahren ihnen anvertraut haben, nicht verloren gehen lassen werden.<br \/>\n\u201eIch glaube, dass der heutige Tag nicht nur vom Erzherzog Ladislaus, von dieser Kapelle und nicht nur von der Vergangenheit handelt, sondern auch von uns: davon, was wir mit dem tun, was wir als Erbe erhalten haben. Wir haben die Kapelle restauriert. Nun liegt eine weitere Aufgabe vor uns: die Tradition lebendig zu erhalten. Ich w\u00fcnsche mir, dass diese Kapelle auch in 130 Jahren noch steht, dass es auch dann jemanden gibt, der hierherkommt und ein Gebet spricht, jemanden, der seinem Kind oder Enkel die Geschichte des Erzherzogs Ladislaus erz\u00e4hlt, und dass es jemanden gibt, der wei\u00df, dass einst, im Jahr 2026, eine Gemeinschaft existierte, die beschlossen hat, diesen Ort nicht dem Verfall preiszugeben. Diese Kapelle soll ein Ort des Gedenkens, des Gebets und der Gemeinschaft sein\u201c, schloss Herr Hunor Szab\u00f3 seine Ansprache.<\/p>\n<p><strong>Die Hoffnung auf neues Leben im Hof der Kapelle<\/strong><br \/>\nIm Rahmen der Gedenkfeier fand auch eine symbolische Handlung statt: Es wurde ein Setzling jener Hainbuche gepflanzt, unter der der junge Erzherzog Ladislaus im Schlossgarten von Alcs\u00fat, Ungarn, wo er aufwuchs und seine Kindheitsjahre verbrachte, gerne seine Ruhezeiten verbrachte. An der Pflanzung des jungen Baumes beteiligten sich Herr Mikl\u00f3s Solt\u00e9sz, Herr B\u00fcrgermeister Ciprian Ban, Pfarrer J\u00e1nos Kapor und Herr Hunor Szab\u00f3. So wird die Erinnerung an die Vergangenheit nicht nur durch die Kapelle bewahrt, sondern auch durch neues Leben, das die Zukunft und die Hoffnung der Gemeinschaft symbolisiert.<br \/>\nWie Pfarrer J\u00e1nos Kapor erkl\u00e4rte, spielte der Student Hunor Szab\u00f3 eine bedeutende Rolle bei der Renovierung der St.-Ladislaus-Kapelle in Adea und bei der Organisation der Gedenkfeier am 12. September. Er brachte nicht nur den Baumsetzling aus Alcs\u00fat mit, sondern verfasste auch die anl\u00e4sslich der Feier ver\u00f6ffentlichte Brosch\u00fcre, die den Ablauf der Heiligen Messe und einen historischen R\u00fcckblick enth\u00e4lt. Au\u00dferdem lie\u00df er zwei Fahnen f\u00fcr die Kapelle mit dem Portr\u00e4t des Erzherzogs Ladislaus und dem Familienwappen anfertigen und brachte im Inneren der Kapelle gr\u00f6\u00dfere mehrsprachige Tafeln mit historischen Angaben an. \u201eEr hat an vieles gedacht, geplant und organisiert. Gleichzeitig schlug er auch Programme f\u00fcr die Zukunft vor: ein Treffen der J\u00e4ger Anfang November an der Kapelle. Es ist bewegend, dass die Bewahrung des Andenkens an den verstorbenen Erzherzog Ladislaus von einem jungen Mann \u00fcbernommen wurde, der fast genauso alt ist wie er damals und ebenso enthusiastisch ist\u201c, erkl\u00e4rte der Pfarrer.<br \/>\nAuf die Gedenkmomente folgte ein br\u00fcderliches Beisammensein mit einem Kesselgericht, das von der Familie Sz\u00e9kely Attila und \u00c9va zubereitet wurde.<\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set\/?set=a.1630726345763767&amp;type=3\">www.facebook.com<\/a><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in 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