{"id":89520,"date":"2026-09-11T17:18:44","date_gmt":"2026-09-11T14:18:44","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=89520"},"modified":"2026-09-15T20:05:38","modified_gmt":"2026-09-15T17:05:38","slug":"drei-jugendliche-zwei-jahre-vorbereitung-zeugnisse-anlaesslich-der-firmung-in-fatschet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/drei-jugendliche-zwei-jahre-vorbereitung-zeugnisse-anlaesslich-der-firmung-in-fatschet\/","title":{"rendered":"Drei Jugendliche, zwei Jahre Vorbereitung: Zeugnisse anl\u00e4sslich der Firmung in Fatschet"},"content":{"rendered":"<p>Am Sonntag, dem 23. August 2026, spendete Seine Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof, in Fatschet, Kreis Temesch, einer Gruppe von zehn Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Am Ende der Heiligen Messe dankte Pfarrer Francisc Lisi, Pfarradministrator von Lugosch \u2013 der Pfarrei, zu der die Gemeinde in Fatschet geh\u00f6rt \u2013, den drei Jugendlichen aus der Pfarrei Lugosch, die sich zwei Jahre lang an der Vorbereitung der Firmlinge auf den Empfang des Sakraments der Firmung beteiligt hatten.<br \/>\nAnl\u00e4sslich dieses feierlichen Ereignisses f\u00fchrte das Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar ein Interview mit den drei Jugendlichen, um mehr \u00fcber ihre Erfahrungen und ihr Engagement bei der Vorbereitung der Firmlinge zu erfahren.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-89441 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-1024x683.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27683%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20683%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27683%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-200x133.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-400x267.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-600x400.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-768x512.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-800x533.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fr-4-1536x1024.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Warum habt ihr euch bereit erkl\u00e4rt, den Jugendlichen aus Fatschet bei der Vorbereitung auf die Firmung zu helfen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Der Grund, warum ich mich daf\u00fcr entschieden habe, ist ein sehr pers\u00f6nlicher. Seit l\u00e4ngerer Zeit suche ich nach einem Sinn und einer Aufgabe in meinem Leben und habe immer wieder zu Gott gebetet, dass er mir einen Gedanken oder ein Zeichen schenkt, das mir den Weg zeigt, den ich gehen soll. So wurde ich eines Tages, fast unmittelbar nachdem ich darum gebetet hatte, ein Zeichen zu erhalten, gefragt, ob ich bei der Vorbereitung der Jugendlichen helfen k\u00f6nne. Obwohl meine Antwort zun\u00e4chst nicht eindeutig war, wurde mir nach kurzer Zeit klar, dass dies eines der Zeichen war, auf die ich gewartet hatte, und ich versprach, dass ich, falls ich noch einmal gefragt w\u00fcrde, Ja sagen w\u00fcrde. Als ich ein zweites Mal gefragt wurde, sagte ich JA.<br \/>\n<strong>Iulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Vor zwei Jahren nahm ich die Einladung von Pfarrer Francisc an, ihm bei der Vorbereitung der Jugendlichen aus Fatschet auf die Firmung zu helfen. Ich wei\u00df nicht genau, warum ich damals \u201eJa\u201c gesagt habe, und auch nicht, ob ich \u00fcberhaupt eine Vorstellung davon hatte, was auf mich zukommen w\u00fcrde. Ich wei\u00df jedoch, dass es die richtige Entscheidung war. Das habe ich schon damals erkannt, und ich sehe es auch heute noch so.<\/p>\n<p><strong>Wobei genau habt ihr sie w\u00e4hrend der Vorbereitung unterst\u00fctzt? Was waren konkret eure Aufgaben?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Unsere Aufgaben bestanden darin, unseren Glauben, unser Wissen und unsere Erfahrungen mit diesen Jugendlichen zu teilen. Da wir altersm\u00e4\u00dfig n\u00e4her bei ihnen sind, ist es uns vielleicht gelungen, bestimmte Dinge verst\u00e4ndlicher zu erkl\u00e4ren und ihnen Beispiele zu geben, damit auch sie sich besser in die kirchliche Gemeinschaft integrieren k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong>Bogdan Ibinceanu:<\/strong> Ich m\u00f6chte mit dem Sprichwort beginnen: \u201eGott schenkt dir, aber er legt es dir nicht in den Scho\u00df.\u201c Wenn wir uns nicht einbringen, geben wir uns selbst nicht die Chance, dass etwas Gutes daraus entstehen kann. Mir wurde die Gelegenheit gegeben, Jugendlichen davon Zeugnis zu geben, was es f\u00fcr mich als jungen Menschen bedeutet, Christ zu sein. Indem ich Stunde f\u00fcr Stunde mit ihnen gearbeitet habe, fand ich in ihnen ein Spiegelbild meiner selbst wieder. Fragen, die ich mir w\u00e4hrend meiner eigenen Vorbereitung auf die Firmung gestellt hatte, suchten nun Antworten von mir.<br \/>\n<strong>Iulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Am Anfang war alles neu und anders. Wir mussten eine Sprache finden, durch die der Glaube f\u00fcr uns junge Menschen verst\u00e4ndlich und lebbar werden konnte. Die Treffen blieben nicht bei einfachen Unterrichtsstunden, sondern entwickelten sich zu Gespr\u00e4chen, in denen jeder fragen, antworten, sich ausdr\u00fccken und vor allem entdecken konnte.<\/p>\n<p><strong>Was hat es f\u00fcr euch bedeutet, gemeinsam mit den Jugendlichen zu arbeiten, die sich auf den Empfang des Sakraments der Firmung vorbereiteten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Die Jugendlichen waren aufgeschlossen und bereit zu lernen. Ich glaube, dass es uns gelungen ist, ein Gleichgewicht zwischen der eher starren Sprache der Theorie und der Sprache, die von Jugendlichen verwendet wird, zu finden.<br \/>\n<strong>Iulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Eine der sch\u00f6nsten \u00dcberraschungen war vielleicht zu entdecken, wie viel die Jugendlichen bereits wussten. Nicht immer hatten sie die Begriffe oder Formulierungen, die wir im Katechismus finden, aber jenseits davon war bereits ein aufrichtiger und tiefer Glaube vorhanden. Manchmal mussten wir ihnen nicht sagen, was sie glauben sollen, sondern ihnen nur helfen, in Worte zu fassen, was sie bereits in ihrem Herzen trugen.<\/p>\n<p><strong>Wie haben euch die Jugendlichen aufgenommen, die gefirmt werden sollten? Ist es euch leichtgefallen, eine gemeinsame Sprache mit ihnen zu finden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Iulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Im Laufe der Zeit wurden die Treffen zu mehr als nur einer Vorbereitung auf den Empfang eines Sakraments. Wir begannen, uns kennenzulernen, gemeinsam zu lachen, miteinander zu sprechen und uns einander anzun\u00e4hern. Die Gruppe aus Fatschet und die aus Lugosch wurden allm\u00e4hlich zu einer einzigen Gruppe, und der Unterschied zwischen \u201euns\u201c und \u201eihnen\u201c begann zu verschwinden.<\/p>\n<p><strong>Gab es einen Moment oder eine Situation, die euch besonders im Herzen geblieben ist?<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\nIulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Das Sch\u00f6nste war zu sehen, wie sie gewachsen sind. Sie sprechen zu h\u00f6ren, zu sehen, wie sie Fragen stellten, nach Antworten suchten und manchmal selbstst\u00e4ndig zu Erkenntnissen gelangten, die sie vielleicht am Anfang noch nicht auszudr\u00fccken wussten.<\/p>\n<p><strong>Was habt ihr selbst aus dieser Erfahrung und diesem Dienst gelernt? \u00dcber euren Glauben oder \u00fcber euch selbst als Person?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Ich habe viele Dinge gelernt, auch im theoretischen Bereich. Mir wurde bewusst, dass ich, obwohl ich mehr wei\u00df als andere, noch sehr viel \u00fcber den Glauben im Allgemeinen lernen muss. Diese Treffen gaben mir auch die Gelegenheit zu erkennen, dass es andere Menschen gibt, die \u00e4hnlich denken wie ich und sich dieselben Dinge im Leben w\u00fcnschen.<br \/>\n<strong>Bogdan Ibinceanu:<\/strong> Ich habe meinerseits etwas sehr Wichtiges gelernt: wie man Gemeinschaft lebt. Immer gemeinsam mit dem N\u00e4chsten. Immer f\u00fcr den N\u00e4chsten. An einem Samstag bin ich mit den Jugendlichen zu Caritas Lippa gefahren, um bei der Verteilung eines warmen Mittagessens an bed\u00fcrftige Familien dabei zu sein und zu helfen. Ich bin mit dem Gedanken nach Hause gegangen, dass dies f\u00fcr uns vielleicht nur ein Tag war, f\u00fcr die Menschen von Caritas und f\u00fcr die bed\u00fcrftigen Familien jedoch \u2013 einige von ihnen mit sehr traurigen Lebensgeschichten \u2013 eine allt\u00e4gliche Realit\u00e4t darstellte.<br \/>\n<strong>Iulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Wenn ich zur\u00fcckblicke, glaube ich, dass das Wertvollste, was uns diese zwei Jahre geschenkt haben, nicht das war, was wir ihnen vermitteln konnten, sondern das, was wir gemeinsam entdeckt haben: dass der Glaube manchmal bereits vorhanden ist und dass er nicht von Grund auf gelehrt werden muss, sondern entdeckt, in Worte gefasst und gemeinsam gelebt werden m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Was hat es f\u00fcr euch bedeutet, dass ihr bei der Heiligen Firmungsmesse am Altar gedient und gleichzeitig die Jugendlichen betreut habt, die gerade das Sakrament der Firmung empfingen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bogdan Ibinceanu:<\/strong> W\u00e4hrend der Heiligen Firmungsmesse, als ich am Altar diente, dachte ich an die zwei Jahre der Vorbereitung der Firmlinge. Daran, wie viele neue Freunde ich gefunden habe, wie viel ich gelernt habe, aber auch daran, wie viel Spa\u00df wir miteinander hatten. Am Ende kann ich dennoch sagen, dass sich mein Engagement f\u00fcr mich gelohnt hat.<br \/>\n<strong>Iulian Andreas Ibinceanu:<\/strong> Der Moment, in dem ich sie vor mir sah und jeder von ihnen das Sakrament der Firmung empfing, hatte eine ganz besondere Bedeutung. In diesem Augenblick ging es nicht mehr um Unterrichtsstunden, Treffen oder Vorbereitung. Es war die Freude dar\u00fcber, einen Weg zu sehen, der einen wichtigen Moment erreicht hatte, und gleichzeitig den Beginn eines neuen Weges f\u00fcr jeden Einzelnen von ihnen.<\/p>\n<p><strong>Was hat es f\u00fcr dich bedeutet, dass du als Firmpatin ausgew\u00e4hlt wurdest?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Als Firmpatin ausgew\u00e4hlt worden zu sein, ist f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Freude und Ehre und zugleich eine Aufgabe, die ich ernst nehmen m\u00f6chte. Ich hoffe, dass es mir gelingt, ein gutes Vorbild zu sein und ihm in den Momenten Unterst\u00fctzung zu geben, in denen er sie braucht \u2013 sowohl im Glauben als auch im t\u00e4glichen Leben.<\/p>\n<p><strong>Wenn dich ein Jugendlicher, der sich gerade auf die Firmung vorbereitet, fragen w\u00fcrde, warum es sich lohnt, sich im Leben der kirchlichen Gemeinschaft zu engagieren, was w\u00fcrdest du ihm antworten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Der Mensch ist ein soziales Wesen \u2013 Gott schuf Eva, damit Adam nicht allein sei. Wir alle leben in einer Gesellschaft, in einer Gemeinschaft, und wir brauchen diese zwischenmenschliche Begegnung. Wenn wir uns also entscheiden m\u00fcssen: Welche Gemeinschaft w\u00e4re besser als die der Kirche, in der Gott an erster Stelle steht und in der die Chancen am gr\u00f6\u00dften sind, Menschen zu finden, die \u00e4hnlich denken wie du?<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrdet ihr auch anderen Jugendlichen empfehlen, sich an der Vorbereitung der Firmlinge zu beteiligen? Wenn ja, warum?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Annamaria Ionescu:<\/strong> Ich empfehle den Jugendlichen, sich zu engagieren, wenn sie die M\u00f6glichkeit dazu haben. Es ist eine gute Gelegenheit, neue Freundschaften zu schlie\u00dfen, aber vor allem auch, Neues zu lernen, andere Sichtweisen kennenzulernen und zu erkennen, dass man nicht allein ist, auch wenn es manchmal schwierig erscheint, als junger Mensch seinen Glauben zu bewahren.<\/p>\n<p><strong>\u2013 Wir danken euch f\u00fcr diese Gedanken und daf\u00fcr, dass ihr sie mit uns geteilt habt!<\/strong><\/p>\n<p>Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntag, dem 23. August 2026, spendete Seine Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof, in Fatschet, Kreis Temesch, einer Gruppe von zehn Jugendlichen das Sakrament der Firmung. 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