{"id":90056,"date":"2026-10-04T16:23:06","date_gmt":"2026-10-04T13:23:06","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=90056"},"modified":"2026-10-06T13:54:44","modified_gmt":"2026-10-06T10:54:44","slug":"treffen-der-priester-diakone-personen-des-geweihten-lebens-und-haupt-und-ehrenamtlichen-mitarbeiter-in-maria-radna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/treffen-der-priester-diakone-personen-des-geweihten-lebens-und-haupt-und-ehrenamtlichen-mitarbeiter-in-maria-radna\/","title":{"rendered":"Treffen der Priester, Diakone, Personen des geweihten Lebens und haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in Maria Radna"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, tauchte die Morgensonne die imposante Wallfahrtskirche Maria Radna in ein sanftes Licht, das durch die halb ge\u00f6ffnete T\u00fcr auch ins Innere drang und dort in Form eines Lichtstrahls auf dem Gnadenbild der Gottesmutter \u00fcber dem Altar verweilte. In der tiefen Stille war nur das Echo der Schritte der ersten Pilger zu h\u00f6ren. Sie geh\u00f6rten zum Team der Pastoralb\u00fcros der Di\u00f6zese Temeswar, die gemeinsam mit der Pfarrei Radna und Pfarrer Andreas Reinholz sowie der Verwaltung des Klosterkomplexes und Pfarrer Ioan C\u0103d\u0103rean (Lippa-Neudorf) die Wallfahrt und das Treffen organisiert hatten. Bevor sie ihre T\u00e4tigkeit aufnahmen, betraten sie die Basilika, um die Heilige Jungfrau Maria im Gebet zu begr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nAuf dem vor der Kirche aufgestellten Tisch warteten zahlreiche Namensschilder auf die angemeldeten Teilnehmer. Bei der Er\u00f6ffnungsmesse, die um 10.00 Uhr von S. E. Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof, gemeinsam mit allen anwesenden Priestern gefeiert wurde, waren bereits alle B\u00e4nke im Kirchenschiff besetzt \u2013 insgesamt etwa 300 Personen. Zu den Priestern und Mitarbeitern, die aus fast allen Pfarreien unserer Di\u00f6zese gekommen waren, gesellten sich auch Pilger aus Sanktanna (Kreis Arad), darunter die Gruppe der M\u00e4dchen der Heiligen Jungfrau Maria. Sie trugen ihre traditionelle Tracht, bestehend aus einem wei\u00dfen Faltenrock, einer wei\u00dfen Bluse mit Stickereien und schwarzen Schuhen, und trugen die Statue der Gottesmutter mit sich.<br \/>\nDem Programm entsprechend begann das Treffen mit einer in der Basilika gefeierten Heiligen Messe, auf die ein Vortrag und Gespr\u00e4che in Kleingruppen folgten. Nach dem Mittagessen fanden mehrere Workshops zu verschiedenen Formen des Gebets statt. Die Veranstaltung endete mit einer Eucharistischen Anbetung in der Basilika.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie Kirche existiert nicht f\u00fcr sich selbst\u201c<\/strong><br \/>\nIn seiner Predigt w\u00e4hrend der Heiligen Messe zitierte der Di\u00f6zesanbischof vollst\u00e4ndig die Ansprache des Heiligen Vaters Papst Leo XIV. an die Teilnehmer der Di\u00f6zesanversammlung in Rom, die am Freitag, dem 18. September 2026, stattgefunden hatte.<br \/>\nWie der Heilige Vater sagte: \u201eIch lege euch heute kein neues Pastoralprogramm vor. Wir beginnen nicht bei null, und nichts von dem, was wir erlebt haben, darf einfach archiviert werden. Unsere Arbeit zu den \u201ageistlichen Krankheiten\u2018 hat uns gelehrt zu erkennen, was in unserem kirchlichen Leben der Heilung, der Korrektur oder der Umkehr bedarf. Der synodale Pfad hat uns gelehrt, wie wir gemeinsam zuh\u00f6ren und unterscheiden k\u00f6nnen, als Mitverantwortliche f\u00fcr die eine Sendung.<br \/>\nStattdessen m\u00f6chte ich vorschlagen, eine dritte Dimension weiterzuentwickeln: die der pastoralen \u00dcberpr\u00fcfung. (\u2026) Um euch dabei zu helfen, eine pastorale Bewertung vorzunehmen, m\u00f6chte ich euch einige Punkte zur Beachtung vorlegen, die ich zwar unterscheide, die aber eine einzige Dynamik bilden.<br \/>\nDer erste Punkt: die Begegnung mit Christus und anderen zu erm\u00f6glichen, ihm zu begegnen. <em>Die Kirche existiert nicht f\u00fcr sich selbst, sondern um jeden Menschen zu einer Begegnung mit dem Herrn zu f\u00fchren.<\/em> Deshalb gen\u00fcgt es nicht, uns zu fragen, ob eine T\u00e4tigkeit gut organisiert ist, ob sie gut besucht wird oder ob sie schon viele Jahre besteht; wir m\u00fcssen uns fragen, ob sie tats\u00e4chlich zu Christus f\u00fchrt, ob sie das Evangelium in das konkrete Leben der Menschen bringt.<br \/>\nDer zweite Punkt: Gemeinschaft schaffen. Aus dem <em>Pascha Christi<\/em> entstehen neue, freie und vers\u00f6hnte Gemeinschaften. Wir wollen den Mut haben, uns um das Wesentliche zu k\u00fcmmern und Raum f\u00fcr echte Beziehungen zu schaffen, in denen die Menschen sich als Teil eines Volkes f\u00fchlen: angenommen, begleitet, wertgesch\u00e4tzt und mitverantwortlich. Wir wollen uns daf\u00fcr einsetzen, den jungen Menschen Zeit und ein aufmerksames Ohr zu schenken \u2013 innerhalb und \u00fcber die bestehenden Initiativen hinaus.<br \/>\nDer dritte Punkt: in der Stadt leben und ihr dienen. Rom ist nicht der gleichg\u00fcltige Hintergrund unserer Gemeinschaften: Es ist der Ort unserer Sendung. Die vom Auferstandenen geschaffene Gemeinschaft kann nicht in sich selbst verschlossen bleiben, sondern teilt die Erwartungen, die Schw\u00e4chen und die Fragen der Menschen; und sie lernt, in dem, was sich in den verschiedenen Bereichen der Stadt ereignet, jene Fragen zu erkennen, auf die das Evangelium eine Antwort geben kann, wenn es neu angenommen wird.\u201c<br \/>\nDie Heilige Messe wurde musikalisch vom Chor unter der Leitung von Frau Andreea Bodroghi, der Organistin der Basilika, mitgestaltet.<\/p>\n<p><strong>Bei Jesus anfangen<\/strong><br \/>\nDer Vortrag, der nach der Heiligen Messe folgte, wurde von Frau Julianne Stanz, Leiterin f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen und J\u00fcngerschulung beim Loyola Press Verlag (Chicago, Illinois), gehalten. Sie ist Autorin des Buches \u201eStart with Jesus \u2013 Bei Jesus anfangen\u201c. Da Frau Stanz in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt, wurde der Vortrag aufgezeichnet und auf die Bildschirme in der Basilika \u00fcbertragen. Die \u00dcbersetzung aus dem Englischen ins Rum\u00e4nische wurde von Prof. Christine Maria Surdu \u00fcbernommen.<br \/>\nIn ihrem Vortrag betonte Julianne Stanz, dass die Erneuerung der Pfarreien nicht in erster Linie von Programmen, Veranstaltungen oder Kommunikationsmitteln abh\u00e4ngt, sondern von den Menschen und von der Erneuerung ihres pers\u00f6nlichen Glaubens. Ausgehend von einer Begebenheit aus ihrer eigenen Familie wies sie darauf hin, dass in christlichen Gemeinschaften Freude und ein lebendiger Glaube auch f\u00fcr die Menschen im Umfeld sichtbar sein m\u00fcssen, insbesondere f\u00fcr die Kinder. Ausgangspunkt der J\u00fcngerschaft ist die Person Jesu: Ein Christ vermittelt nicht nur Wissen, sondern f\u00fchrt andere durch pers\u00f6nliche Beziehungen in eine Lebensweise ein.<br \/>\nDie Erfahrung der Di\u00f6zese Green Bay (USA) hat gezeigt, dass eine Pastoral, die auf Evangelisierung, die Ausbildung von F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, klare Kommunikation und vor allem auf pers\u00f6nliche Beziehungen ausgerichtet ist, langfristig zur Erneuerung der Gemeinschaften beitragen kann. Nach Ansicht der Referentin muss die Kirche zu ihren Wurzeln zur\u00fcckkehren: Die \u201eWurzel\u201c des pfarrlichen Lebens ist die J\u00fcngerschaft, aus der die verschiedenen pastoralen Aktivit\u00e4ten erwachsen. Der erste Schritt ist das Gebet, denn Jesus selbst hat seine J\u00fcnger im Gebet ausgew\u00e4hlt und ausgebildet. Zu den Elementen der Methode Jesu z\u00e4hlte Julianne Stanz die Berufung, die Heilung, die Verk\u00fcndigung des Evangeliums, die Freundschaft, die Lehre, das pers\u00f6nliche Zeugnis, die Vorbereitung auf die Sendung und das Bleiben in der Gemeinschaft.<br \/>\nDie Pfarreien sind dazu berufen, Orte der Hoffnung, der Heilung und der Gastfreundschaft zu werden, an denen Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und in ihren Leiden aufgenommen und begleitet werden. Julianne Stanz hob auch die Bedeutung des Teilens der pers\u00f6nlichen Glaubensgeschichte und des gemeinsamen Gebets f\u00fcr die Evangelisierung hervor. Zum Abschluss lud sie die Teilnehmer ein, dar\u00fcber nachzudenken, welche Dinge sie in ihrem Dienst beginnen, welche sie beenden und welche sie fortsetzen sollten, wobei sie sich bewusst machen sollten, dass das Ziel jeder Aktivit\u00e4t darin besteht, die Menschen zur Begegnung mit Christus zu f\u00fchren.<br \/>\nIm Rahmen der Gespr\u00e4che in Kleingruppen suchten die Teilnehmer gemeinsam nach Antworten auf die Frage: \u201eWas muss ich in meinem pers\u00f6nlichen Leben und in meinem Dienst beginnen zu tun, was muss ich aufh\u00f6ren zu tun und was muss ich weiterhin tun, um J\u00fcnger zu bilden?\u201c<\/p>\n<p><strong>Workshops und Eucharistische Anbetung<\/strong><br \/>\nNach dem Mittagessen wurde das Tagesprogramm mit Workshops fortgesetzt, in denen die Teilnehmer verschiedene Formen des Gebets vertiefen konnten: die Kreuzwegandacht, den Heiligen Rosenkranz, das Breviergebet, das Sch\u00f6nstatt-Gebet, das kontemplative Gebet und die <em>Lectio Divina<\/em>.<br \/>\nAn der Leitung der Workshops beteiligten sich Dr. L\u00e1szl\u00f3 Bak\u00f3, Pfarrer von Irato\u0219u, die Diakone Francisc Craia und Mario Karnel, Sr. Marie Therese Gabor CFCJM (Karansebesch), Sr. M. B\u00f6be Tari, Sch\u00f6nstatt-Marienschwester (Temeswar), sowie mehrere Mitarbeiter aus den Pfarreien.<br \/>\nDas Treffen endete mit einer Eucharistischen Anbetung in der Basilika Maria Radna, die von Diakon Mario Karnel geleitet wurde.<\/p>\n<p><strong>Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar<\/strong><\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set\/?vanity=episcopiaTM&amp;set=a.1652520630251005\">www.facebook.com<\/a><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-90056 gallery-columns-2 gallery-size-large'><dl 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