{"id":90238,"date":"2026-10-12T12:04:08","date_gmt":"2026-10-12T09:04:08","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=90238"},"modified":"2026-10-12T12:04:08","modified_gmt":"2026-10-12T09:04:08","slug":"wortlaut-papst-leo-xiv-beim-angelus-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wortlaut-papst-leo-xiv-beim-angelus-3\/","title":{"rendered":"Wortlaut: Papst Leo XIV. beim Angelus"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie die Ansprache, die Papst Leo XIV. an diesem Sonntag vor seinem Angelusgebet in Rom gehalten hat, in ihrer offiziziellen deutschen Fassung.<\/p>\n<p><i><b>S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer amtlichen deutschen Fassung werden auf der <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/vatican\/de.html\" rel=\"external\">Internetseite des Heiligen Stuhls<\/a> publiziert.<\/b><\/i><\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, einen sch\u00f6nen Sonntag!<\/p>\n<p>Heute spricht Jesus im Evangelium von der Hochzeit, die ein K\u00f6nig seinem Sohn ausrichtete (vgl. <i>Mt<\/i> 22,1\u201314).<br \/>\nDie Hochzeit eines Sohnes ist f\u00fcr jede Familie ein besonderer Anlass, und dieser gl\u00fcckliche Vater m\u00f6chte seine Freude mit allen teilen. Er gibt ein Festmahl und l\u00e4dt viele Menschen ein. Der heilige Thomas von Aquin sagt dazu, dass das Gute von Natur aus dazu neigt, sich auszubreiten: \u201e<i>Bonum dicitur diffusivum sui<\/i>\u201c (<i>Summa theologiae<\/i>, I, q. 5 a. 4, ad 2), und auch das Bild unserer Erz\u00e4hlung spricht in einem konkreten Lebenskontext von dieser Wirklichkeit. Wenn etwas Gutes geschieht, entz\u00fcndet sich ein Licht, das dazu f\u00fchrt, dass man andere an seinem Gl\u00fcck teilhaben l\u00e4sst.<br \/>\nAngesichts eines so sch\u00f6nen Angebots ziehen sich die Eingeladenen jedoch, anstatt sich dem Fest anzuschlie\u00dfen, zur\u00fcck und ziehen es vor, sich weiterhin um ihre eigenen Angelegenheiten zu k\u00fcmmern. Einige sind vielmehr ver\u00e4rgert, beschimpfen die Boten des K\u00f6nigs und t\u00f6ten sie sogar. Auch das kommt leider vor: Nicht immer wird das Gute, das wir anbieten, verstanden, anerkannt und gesch\u00e4tzt; vielmehr wird es manchmal missverstanden und abgelehnt. Doch das darf uns nicht entmutigen. Angesichts dieser Ablehnung sagt der K\u00f6nig die Hochzeit nicht ab und l\u00e4sst die Feierlichkeiten nicht ausfallen; vielmehr weitet er seinen Aufruf auf eine noch gr\u00f6\u00dfere Zahl von Menschen aus und sendet seine Diener aus, um sie auf den Stra\u00dfen einzuladen, damit die Freude des Brautpaares ein Geschenk f\u00fcr alle sei.<br \/>\nAn dieser Stelle fragen wir uns: Wen verk\u00f6rpern die Hauptfiguren dieser Geschichte? Der heilige Hieronymus identifiziert den K\u00f6nig mit dem Vater im Himmel, den Br\u00e4utigam mit Jesus und die Braut mit der Kirche (vgl. <i>Kommentar zum Matth\u00e4usevangelium<\/i>, Buch III, Kap. 22). Zu diesen Protagonisten geh\u00f6ren also auch wir, die vom Herrn auserw\u00e4hlt wurden, um unsere Existenz mit ihm zu teilen und gemeinsam mit ihm Tr\u00e4ger des Lebens zu sein. Das Hochzeitsfest ist das unsere und der Festsaal sind unsere Kirchen, unsere H\u00e4user, die Orte, an denen wir leben und an denen der Sohn des K\u00f6nigs, Jesus Christus, jeden Tag wiederkehrt, um uns seine Liebe zu bekunden und auf unser <i>\u201eJa\u201c <\/i>zu warten. Dort begegnen wir ihm, gekleidet wie die Braut im wei\u00dfen Kleid der Taufe und angetan mit dem Schmuck der guten Werke, die uns Gott und einander n\u00e4herbringen.<br \/>\nDie Freude, die wir verk\u00fcnden, ist also nicht k\u00fcnstlich, sondern tief, konkret, real, sch\u00f6n wie die Gesichter der Menschen, denen wir begegnen, wahr wie die Arbeit, das L\u00e4cheln, die Tr\u00e4nen, die H\u00e4ndedr\u00fccke und die guten Taten in unserem Alltag. Und sie ist ein Geschenk Gottes f\u00fcr das Heil der Welt.<br \/>\nBitten wir daher Maria, die Mutter des Herrn, dass sie uns helfe, in dieser Freude zu wachsen und sie immer und \u00fcberall, auch dort, wo sie nicht verstanden wird, mit Gro\u00dfherzigkeit, mit Mut und mit Glauben zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-10\/wortlaut-angelus-papst-leo-xiv-jesus-kirche-glaube-rom.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie die Ansprache, die Papst Leo XIV. an diesem Sonntag vor seinem Angelusgebet in Rom gehalten hat, in ihrer offiziziellen deutschen Fassung. S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer amtlichen deutschen Fassung werden auf der Internetseite des Heiligen Stuhls publiziert. Liebe Br\u00fcder und Schwestern, einen sch\u00f6nen Sonntag! 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