{"id":90263,"date":"2026-10-12T11:46:19","date_gmt":"2026-10-12T08:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=90263"},"modified":"2026-10-13T12:49:36","modified_gmt":"2026-10-13T09:49:36","slug":"treffen-der-rosenkranzgruppen-im-dom-zum-hl-georg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/treffen-der-rosenkranzgruppen-im-dom-zum-hl-georg\/","title":{"rendered":"Treffen der Rosenkranzgruppen im Dom zum Hl. Georg"},"content":{"rendered":"<p>Wahrscheinlich ist es nicht \u00fcbertrieben zu behaupten, dass es in der Di\u00f6zese Temeswar fast keine Pfarrei gibt, in der nicht wenigstens eine Rosenkranzgruppe besteht. Die Mitglieder dieser Gruppen verpflichten sich, den Heiligen Rosenkranz f\u00fcr ihre pers\u00f6nliche Heiligung und f\u00fcr verschiedene Anliegen der Gemeinschaft zu beten. Das Gebet kann jeder f\u00fcr sich, im eigenen Rhythmus und an jedem Ort verrichten \u2013 zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit. Viele Pfarreien organisieren jedoch auch gemeinsame Gebetsbegegnungen in der Kirche.<br \/>\nEine weitverbreitete Form der Organisation des Rosenkranzgebets sind Gebetsgruppen, in denen jede Person ein einzelnes Rosenkranzgeheimnis \u00fcbernimmt und dieses einen Monat lang t\u00e4glich betet, bevor sie ein anderes Geheimnis erh\u00e4lt. Es gibt auch Gruppen, die sich online \u00fcber die Plattform Zoom zum gemeinsamen Gebet versammeln. In einigen Pfarreien engagieren sich die Mitglieder der Rosenkranzgruppen zudem bei karitativen Aktivit\u00e4ten, bei der Vorbereitung liturgischer Feste und bei Wallfahrten.<br \/>\nAm Samstag, dem 10. Oktober, fand im Hohen Dom zum Hl. Georg, der r\u00f6misch-katholischen Kathedrale von Temeswar, das Treffen der Mitglieder der Rosenkranzgruppen aus dem Temeswarer Erzdekanat statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Team f\u00fcr die Seniorenpastoral des B\u00fcros f\u00fcr Familienpastoral.<br \/>\nDie Teilnehmer kamen aus zahlreichen Pfarreien des Erzdekanats: Temeswar I \u2013 Innere Stadt, Temeswar II \u2013 Fabrikstadt, Temeswar III \u2013 Elisabethstadt, Temeswar IV \u2013 Josefstadt, Temeswar V \u2013 Mehala, Temeswar VI \u2013 Fratelia, Temeswar VII \u2013 Freidorf, Bulgarische Personalpfarrei, Temeswar IX \u2013 Marienheim, Dumbr\u0103vi\u021ba\/Neusentesch, Busiasch, Tschakowa, Lovrin, Hatzfeld und Perjamosch. Auch Mitglieder \u00fcberpfarrlicher Gebetsgruppen nahmen an der Begegnung teil.<\/p>\n<p><strong>Das Rosenkranzgebet<\/strong><br \/>\nZu Beginn des Programms wurden die Anwesenden vom Ehepaar Imre und Ir\u00e9n Varga begr\u00fc\u00dft. Das Leitwort des Treffens lautete: \u201e\u2026 seid wachsam und standhaft im Gebet \u2026\u201c (Eph 6,18).<br \/>\nIn seinen einleitenden Worten unterstrich Seine Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l die Bedeutung des Gebets f\u00fcr das Leben der Kirche:<br \/>\n\u201eEin sehr wichtiger Aspekt unseres gesamten Wirkens ist die geistliche Dimension, die Sie durch das Rosenkranzgebet leben. Wir wissen gar nicht, wie viele Gnaden die Priester, die anderen Gl\u00e4ubigen und wir alle in der Di\u00f6zese durch die Gebete empfangen, die Sie regelm\u00e4\u00dfig in Ihren Pfarreien verrichten. Wir k\u00f6nnen besser oder weniger gut beten. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn wir \u00fcberhaupt nicht beten und das Rosenkranzgebet vernachl\u00e4ssigen.\u201c<br \/>\nAnschlie\u00dfend beteten die Anwesenden gemeinsam den Heiligen Rosenkranz.<\/p>\n<p><strong>Ein kurzer historischer \u00dcberblick \u00fcber das Rosenkranzgebet in unserer Di\u00f6zese<\/strong><br \/>\nDas Tagesprogramm wurde mit zwei Vortr\u00e4gen fortgesetzt.<br \/>\nFrau Clara Balint (ehem. Sekret\u00e4rin der Pfarrei Temeswar Elisabethstadt) gab einen kurzen historischen \u00dcberblick \u00fcber das Rosenkranzgebet in unserer Di\u00f6zese und zeichnete zun\u00e4chst die Entwicklung dieser Fr\u00f6mmigkeitsform im Laufe der Jahrhunderte nach. Daf\u00fcr dokumentierte sich die Rednerin gr\u00fcndlich im Di\u00f6zesanarchiv des Bistums Temeswar.<br \/>\nDie Urspr\u00fcnge des Rosenkranzes reichen bis in die mittelalterliche Gebetspraxis zur\u00fcck. Gl\u00e4ubige, die nicht lesen konnten, verwendeten damals kleine Steinchen oder Perlenketten, um die gesprochenen Gebete zu z\u00e4hlen. Der katholischen Tradition zufolge vertraute die Heilige Jungfrau Maria dem heiligen Dominikus im Jahr 1214 das Rosenkranzgebet an. Im 15. Jahrhundert trugen die Kart\u00e4userm\u00f6nche zur Entwicklung der Betrachtungen \u00fcber das Leben Jesu und der Jungfrau Maria bei. Im Jahr 1569 legte Papst Pius V. die Struktur dieses Gebets fest. Im Jahr 2002 f\u00fchrte Papst Johannes Paul II. mit dem Apostolischen Schreiben <em>Rosarium Virginis Mariae<\/em> die lichtreichen Geheimnisse ein.<br \/>\nEinen besonderen Platz im Vortrag nahm die Geschichte des Rosenkranzgebets in unserer Di\u00f6zese ein. Erw\u00e4hnt wurde die Enzyklika <em>Supremi Apostolatus Officio<\/em> von Papst Leo XIII. aus dem Jahr 1883 sowie die Anordnung des damaligen Di\u00f6zesanbischofs Alexander Bonnaz, der verf\u00fcgte, dass vom 1. Oktober bis zum 2. November in den Pfarr- und Klosterkirchen t\u00e4glich die Lauretanische Litanei gebetet werden sollte. Diese Anordnung bildet den Ursprung der Tradition der Oktobergebete in unserer Di\u00f6zese. In diesem Zusammenhang rief der Bischof auch die bereits bestehenden Rosenkranzvereinigungen zur Beteiligung auf.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurden \u00e4ltere Dokumente des Bisch\u00f6flichen Ordinariats vorgestellt, in denen Priester und Gl\u00e4ubige zum gemeinsamen Rosenkranzgebet ermutigt wurden.<br \/>\nZu den pr\u00e4sentierten historischen Zeugnissen geh\u00f6rten ein Kreuz in der N\u00e4he von Neudorf, an dem sich fr\u00fcher Pilger versammelten, die zu Fu\u00df oder mit Pferdewagen nach Maria Radna unterwegs waren und gemeinsam den Rosenkranz beteten, sowie ein alter Mitgliedsausweis einer Rosenkranzvereinigung aus der Zeit um 1930. Darin waren die Namen der Mitglieder und die Rosenkranzges\u00e4tze vermerkt, zu deren Gebet sich jeder Einzelne verpflichtet hatte.<br \/>\nDer Vortrag schloss mit Bildern von Gebetsgruppen aus Vergangenheit und Gegenwart, darunter eine alte Fotografie von Gl\u00e4ubigen aus Keglewitschhausen. Vorgestellt wurden zahlreiche Pfarrgemeinden in Temeswar und Umgebung, in denen sich Gl\u00e4ubige regelm\u00e4\u00dfig oder t\u00e4glich zum Rosenkranzgebet versammeln. Einige Gruppen treffen sich auch online. Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, die Kirche aufzusuchen, nehmen von zu Hause aus an dieser Gebetsgemeinschaft teil.<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Heilige Rosenkranz ist wie eine Pilgerreise des Glaubens\u201c<\/strong><br \/>\nDer zweite Vortrag wurde von Domherr Nikola Lau\u0161, Direktor der Bisch\u00f6flichen Kanzlei, gehalten. Er trug den Titel \u201eDer Heilige Rosenkranz \u2013 Spiegel der g\u00f6ttlichen G\u00fcte und innere Kraft f\u00fcr den Christen von heute\u201c. Im Folgenden geben wir einige Gedanken aus seinem Vortrag wieder:<br \/>\n\u201eDer Heilige Rosenkranz ist wie eine Pilgerreise des Glaubens, die wir gemeinsam mit der Heiligen Jungfrau Maria auf unserem Weg zu Jesus und auf unserem Weg zum Himmel unternehmen. Jedes gesprochene \u201aGegr\u00fc\u00dfet seist du, Maria\u2018, jedes zum Himmel erhobene \u201aVater unser\u2018 und jedes an den Herrn gerichtete \u201aEhre sei dem Vater\u2018 ist in Wirklichkeit ein wiederholtes Bekenntnis der Liebe und des Glaubens an die Allerheiligste Dreifaltigkeit.\u201c<br \/>\n\u201eDer Heilige Rosenkranz bedeutet nichts anderes, als die G\u00fcte Gottes im Laufe der Menschheitsgeschichte zu entdecken, uns seiner Barmherzigkeit anzuvertrauen, so wie es die Jungfrau und Mutter getan hat, auf seine g\u00f6ttliche Vorsehung zu vertrauen und von ganzem Herzen an seine Verhei\u00dfungen und an seinen Heilsplan f\u00fcr jeden Einzelnen zu glauben.\u201c<br \/>\n\u201eDieses Gebet bedeutet, das Antlitz Christi zu betrachten, die F\u00fcrsorge des Vaters f\u00fcr seine Sch\u00f6pfung zu erkennen, die sich in der Sendung seines Sohnes zeigt, und das Licht des Heiligen Geistes zu empfangen \u2013 begleitet von unserer himmlischen Mutter. Durch die Z\u00e4rtlichkeit Mariens und durch jedes Rosenkranzgeheimnis erinnert der Herr unsere Seele an ihre Erl\u00f6sungsbed\u00fcrftigkeit und weckt in uns die Liebe zu ihm und zu unserem N\u00e4chsten. In jedem gesprochenen Gebet und bei jedem betrachteten Geheimnis begegnen wir einem unendlich g\u00fctigen, besch\u00fctzenden und liebevollen Vater.\u201c<br \/>\n\u201eDas betrachtende Rosenkranzgebet hilft uns, unsere Gedanken zu ordnen, unser Verhalten zu korrigieren und unser Leben auf den Weg auszurichten, den der Herr f\u00fcr uns vorgesehen hat. Es ist ein Glaubenszeugnis der Heiligen Maria, aber auch unseres eigenen Glaubens an Gott. Durch dieses Gebet erkennen wir ihn als unseren f\u00fcrsorglichen Vater, erleben die Stationen und Ereignisse aus dem irdischen Leben Jesu erneut und gehen gemeinsam mit der Heiligen Jungfrau den Weg der Demut und der Liebe \u2013 einen Weg, der uns zur Vereinigung mit dem Herrn, zu dem ersehnten Gl\u00fcck und zum erhofften Heil f\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zeugnisse des Glaubens und der Gemeinschaft<\/strong><br \/>\nNach dem Mittagessen berichteten Mitglieder mehrerer Rosenkranzgruppen dar\u00fcber, was dieses Gebet f\u00fcr sie bedeutet und wie es ihren Alltag ver\u00e4ndert hat.<br \/>\nIn ihren Zeugnissen sprachen die Teilnehmer \u00fcber die Ver\u00e4nderungen, die das gemeinsame Gebet in ihrem pers\u00f6nlichen Leben und in ihren Familien bewirkt hat. Einige berichteten, dass sie gelernt h\u00e4tten, geduldiger zu sein, leichter zu vergeben und schwierige Situationen mit gr\u00f6\u00dferem Vertrauen auf Gott zu bew\u00e4ltigen.<br \/>\nF\u00fcr Familien mit Kindern ist die t\u00e4gliche Teilnahme nicht immer einfach, doch das Gebet ist nach und nach zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens geworden. Hervorgehoben wurde auch die Freude dar\u00fcber, zu wissen, dass die anderen Gruppenmitglieder weiter f\u00fcr einen beten, wenn man selbst einmal nicht am Treffen teilnehmen kann.<br \/>\nEin Teilnehmer verglich den Rosenkranz mit dem Atmen: eine einfache, sich wiederholende Handlung, die f\u00fcr das geistliche Leben jedoch unverzichtbar ist. Andere erinnerten daran, dass einige Gebetsgruppen in einer Zeit der Angst und Unsicherheit entstanden waren, als die Pandemie die Menschen voneinander fernhielt. Das gemeinsame Gebet bot ihnen damals Halt und wurde in den folgenden Jahren zu einer Quelle des inneren Friedens, der Hoffnung und der Gemeinschaft.<br \/>\nUngeachtet der Entfernungen zwischen den Pfarreien und der Herausforderungen des Alltags haben die Teilnehmer erfahren, dass das Gebet sie sowohl Gott als auch einander n\u00e4herbringt.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfes Treffen der Gemeinschaften in Maria Radna im Jahr 2027<\/strong><br \/>\nDie abschlie\u00dfende Heilige Messe wurde um 15.00 Uhr von Seiner Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof von Temeswar, zelebriert. Konzelebranten waren Domherr Adalbert J\u00e4ger, Pfarrer von Temeswar VI \u2013 Fratelia, Pfarrer Simon Ciubotaru, von Temeswar VII \u2013 Freidorf, sowie Pfarrer Daniel Pozsonyi, von Hatzfeld und Gertjanosch. Diakon Mario Karnel assistierte am Altar.<br \/>\nIn seiner Predigt betonte Di\u00f6zesanbischof Josef Csaba P\u00e1l, dass das Gebet keine Last, sondern eine Freude ist: eine Begegnung mit Gott und eine M\u00f6glichkeit, eine freundschaftliche Beziehung zu ihm aufzubauen. Mit Blick auf die Gebetsgruppen hob der Bischof die Bedeutung der Gemeinschaft und der gegenseitigen F\u00fcrsorge hervor. Er erinnerte daran, dass ihre Mitglieder eine geistliche Familie bilden, in der jeder Mensch wichtig ist.<br \/>\nZum Abschluss k\u00fcndigte der Di\u00f6zesanbischof an, dass am 21. Juni 2027 in Maria Radna ein gro\u00dfes Treffen der Gemeinschaften und Gruppen aus der gesamten Di\u00f6zese stattfinden soll. Eingeladen werden Rosenkranzgruppen, Gebetsgruppen, Jugendgruppen, Ministrantengruppen, karitative Gruppen und weitere Pfarrgemeinschaften.<br \/>\nDie Begegnung soll Gelegenheit bieten, Gemeinschaft zu erleben, Glaubenszeugnisse auszutauschen und gemeinsam zu beten. Das Programm wird noch ausgearbeitet; die Organisatoren sind f\u00fcr Vorschl\u00e4ge und Anregungen offen.<\/p>\n<p><strong>Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar<\/strong><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-90263 gallery-columns-3 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"1\" data-caption=\"\" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/1-1.jpeg'><img width=\"1024\" height=\"683\" 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