Als Antwort auf die Initiative „24 Stunden für den Herrn“, die von Papst Franziskus, seligen Angedenkens, für die Fastenzeit ins Leben gerufen wurde, fanden im Hohen Dom zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, am 13. und 14. März d.J. mehrere Momente des Gebets und der Erneuerung der Beziehung zu Gott statt. Die Gläubigen nahmen an der Kreuzwegandacht, an einer Bußfeier, am Stundengebet teil und hatten die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.
In diesem Jahr wurde die weltweite Gebietsinitiative unter dem Motto „Ich bin gekommen, die Welt zu retten“ (Joh 12, 47) organisiert.
Im Heft, das zu diesem geistlichen Programm herausgegeben und auf der Website des Dikasteriums für die Evangelisierung (www.evangelizatio.va) veröffentlicht wurde, finden sich unter anderem auch die Worte von Papst Benedikt XVI. über das Sakrament der Beichte: „Die Sünde ist nicht nur eine «persönliche», individuelle Angelegenheit zwischen mir und Gott. Die Sünde hat immer auch eine soziale, horizontale Dimension. Durch meine persönliche Sünde, auch wenn vielleicht niemand davon weiß, habe ich die Gemeinschaft der Kirche verletzt, die Gemeinschaft der Kirche befleckt, die Menschheit befleckt. Deshalb verlangt diese soziale, horizontale Dimension der Sünde, dass ich auch auf der Ebene der menschlichen Gemeinschaft, der kirchlichen Gemeinschaft, gleichsam leibhaftig losgesprochen werde. Diese zweite Dimension der Sünde, die nicht nur gegen Gott gerichtet ist, sondern auch die Gemeinschaft betrifft, verlangt das Sakrament; und das Sakrament ist das große Geschenk, in dem ich mich durch die Beichte davon befreien kann und wirklich die Vergebung empfange – auch im Sinne einer vollständigen Wiederaufnahme in die lebendige Gemeinschaft der Kirche, in den Leib Christi.“
Während der Bußfeier, die am Freitag, dem 13. März d.J., in der Domkirche zum Hl. Georg gefeiert wurde, sagte Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei: „Unser Heiliger Vater, Papst Leo XIV., lädt uns, indem er diese Andacht der 24 Stunden für den Herrn fortführt, ein, das Sakrament der Versöhnung neu zu entdecken, die Umkehr als Weg der Buße neu zu entdecken. Nutzen wir diese 24 Stunden, in denen wir in Stille, im Schweigen vor dem Allerheiligsten Sakrament verweilen, um einerseits den Reichtum unseres Glaubens neu zu entdecken und zugleich dem himmlischen Vater Dank zu sagen, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns zu erlösen und aus unserem Zustand der Sünde zu erheben. Zugleich lehren uns diese 24 Stunden, wie auch die Fastenzeit, dass es für gute, wertvolle und kostbare Dinge Geduld, Hören und Warten braucht. Die Mission, die Gott uns anvertraut hat, erfüllt sich nicht automatisch, sondern erfordert Zeit, fortwährende Formung, ein erneuertes Verlangen nach Heiligkeit und die Unterordnung unseres Willens unter den göttlichen Willen. Betrachten wir diese Momente der Stille vor dem Allerheiligsten Sakrament nicht als verlorene Zeit.“
Das geistliche Programm „24 Stunden für den Herrn“ endete am Samstag um 17.30 Uhr mit einer von Domherr Nikola Lauš geleiteten Andacht, gefolgt von der Heiligen Messe.

Pressestelle des Bistums Temeswar