Vor 25 Jahren hatte ich die Freude, einer der 200.000 Menschen zu sein, die am 9. Mai 1999, an der feierlichen Hl. Messe von Papst Johannes Paul II. (*18.05.1920, Wadowice, Polen – † 2.04.2005, Vatikan) im Izvor-Park in Bukarest teilnahmen. Glück und Segen war die Stimmung, die ich dort, am Ort des «Ereignisses» erlebte, ganz anders als das, was diejenigen empfanden, die die Fernseh- oder Radioübertragungen verfolgten. In der Tat lässt sich diese Stimmung nicht in Worte fassen…
Die Rufe «Viva il Papa», die aus den Herzen der Anwesenden kamen, das Flattern von Tausenden von Fahnen und Schals, das Warten auf den Papst, der mit dem Papamobil unterwegs war, all das führte zu dieser ungewöhnlichen Stimmung. Und als der Papst den Festgottesdienst begann und sich in rumänischer Sprache an die Menge wandte, war die Begeisterung grenzenlos. Die Predigt und die anschließenden Gebete wurden von allen Anwesenden mit Respekt und Frömmigkeit verfolgt.
Am eindrucksvollsten war der Moment am Ende des Festgottesdienstes, als der Papst und der rumänisch-orthodoxe Patriarch Teoctist auf die Bedeutung dieses Augenblicks hinwiesen und sich gegenseitig Friedensgrüße überbrachten. Alles war von Begeisterung erfüllt, und die Rufe «Einheit» (Unitate) waren der Beweis dafür. Tief bewegend und einmalig! Es war bis dahin der erste Papst in der zweihundertjährigen Geschichte der Christenheit, der ein mehrheitlich orthodoxes Land besuchte!
Am Ende des Festgottesdienstes am 9. Mai 1999 richtete der Papst einige Worte in den Sprachen der Katholiken aus dem Banat, Siebenbürgen und Moldawien. Der Papst ermutigte uns deutsche Katholiken in Rumänien, unseren Glauben und unsere Kultur weiter zu pflegen, um sie zu bewahren und damit unsere Identität für die Zukunft zu sichern. Seine Heiligkeit sprach auch auf Ungarisch und Polnisch. Mit diesen Worten, die wir in diesem festlichen Gottesdienst gehört und erlebt haben, kehrten wir nach Hause zurück, erfüllt von der Begeisterung und Freude, an diesem Ereignis teilgenommen zu haben.
Ein Mann, der am Ende dieses Jahrhunderts die Weltgeschichte bewegte, kam nach Rumänien, war drei Tage lang unser Gast, eroberte die örtliche Bevölkerung und kehrte mit Millionen von neuen Freunden und Bewunderern nach Rom zurück. Nur einer konnte dies tun: Der Heilige Vater Papst Johannes Paul II.!
In diesem Jahr, Anfang Mai, jährt sich dieser historische Besuch des 264. Papstes, des Bischof von Rom, zum 25. mal. Das Demokratische Forum der Deutschen im Kreis Karasch-Severin und der deutsche Verein für Kultur und Erwachsenenbildung «Deutsche Vortragsreihe Reschitza» feiern gemeinsam mit dem ganzen Land den 25. Jahrestag dieses Besuchs mit der Herausgabe einer philatelistischen Sonderbriefmarke mit Umschlag, die von der rumänischen Post über den Rumänischen Philatelistenverband genehmigt wurde. Alle Sendungen, die das Postamt Reschitza 1 am 9. Mai verlassen, werden mit dieser Briefmarke entwertet.
Außerdem wird vom 8. bis 10. Mai 2024 in der Deutschen Bibliothek «Alexander Tietz» in Reschitza eine dem Heiligen Vater Papst Johannes Paul II. gewidmete philatelistische Ausstellung mit Exponaten aus der persönlichen Sammlung von Erwin Josef Țigla organisiert.
Erwin Josef Țigla







