In der Gemeinde Dognatschka wurde am Samstag, dem 2. Mai 2026, das 50-jährige Jubiläum des Großen Metallkreuzes gefeiert – eines religiösen und kulturellen Wahrzeichens, das seit Jahrzehnten über dem Ort wacht. Organisiert wurde die Feier von der römisch-katholischen Gemeinde sowie dem Demokratischen Forum der Deutschen in Dognatschka, wie die Pressestelle der Diözese Temeswar mitteilte.
Die Feierlichkeiten begannen mit einer Heiligen Messe in der römisch-katholischen Kirche Mariä Geburt, des Ortes. Diese wurde von Pfr. Milan M. Sima aus Klokotits zelebriert. Im Anschluss machten sich zahlreiche Gläubige und Gäste gemeinsam mit dem Pfarrer auf den Weg – den hl. Rosenkranz betend – hinauf zum Kreuz auf dem Hügel oberhalb der Gemeinde. Dort wurden Gebete gesprochen und das Kreuz feierlich gesegnet.
Das heutige Metallkreuz wurde im Jahr 1976 von den römisch-katholischen Gläubigen deutscher Abstammung errichtet und damals von den Priestern P. Anton Fritz OFM und Otto Höher geweiht. Laut Tradition reicht die Geschichte des Kreuzes jedoch wesentlich weiter zurück. Bereits kurz nach der Ansiedlung der katholischen Deutschen im Jahr 1722 soll an dieser Stelle ein Kreuz errichtet worden sein. „Im Jahr 1860 ist es auf einer Fotografie des berühmten Fotografen Andreas Groll (1812–1872) zu sehen“, erklärt die neue Informationstafel, die nun die Geschichte des Kreuzes Erklärt.
Im Jahr 2023 wurde das Monument auf Initiative des Demokratischen Forums der Deutschen in Dognatschka umfassend renoviert. Das Kreuz erhielt einen neuen Anstrich und wurde zusätzlich beleuchtet. Das Gelände rings ums Kreuz herum wurde gereinigt und die Bäume und Büsche gestutzt, so dass das Kreuz wieder vom Weiten gut sichtbar ist. Anlässlich des Jubiläums brachte das Ortsforum außerdem eine zweisprachige Informationstafel an, die die Geschichte und Bedeutung des Denkmals erläutert.
Zu den Ehrengästen der Veranstaltung gehörte auch Bürgermeister Remus Rof, bzw. Diözesanarchivar Dr. Claudiu Călin, aus Temeswar. Nach der Prozession und der Segnung kamen die Teilnehmer im Hof des Deutschen Forums zusammen, wo eine reichhaltige Verköstigung vorbereitet worden war.
Das Deutsche Forum von Dognatschka, durch die Gebrüder Lothar Nikolaus und Klaus Mihnea, sowie die kleine Kirchengemeinde, engagiert sich seit Jahren intensiv für die Erhaltung und Restaurierung religiöser und kultureller Denkmäler der deutschen und katholischen Gemeinschaft des traditionsreichen Bergortes. Mit der Jubiläumsfeier wurde nicht nur an die Errichtung des Metallkreuzes erinnert, sondern auch ein Zeichen für den Fortbestand des kulturellen Erbes der Banater Berglanddeutschen gesetzt.

Dr. Claudiu Călin, Diözesanarchivar
Foto: Klaus Mihnea