Der letzte Samstag im Januar war für viele Gläubigen, Gemeinden und Pfarreien in der Diözese Temeswar ein Tag des Abschlusses und gleichzeitig ein Neuanfang. Vor drei Jahren, im Februar 2020, nahmen etwa 100 Personen aus verschiedenen Pfarreien unserer Diözese auf Initiative des Diözesanbischofs Josef Csaba Pál an einem Fortbildungskurs für erwachsene Laienchristen teil, der von der römisch-katholischen Diözese Temeswar über das Amt für Familien- und Erwachsenenseelsorge organisiert wurde. Ziel der Organisatoren war es, durch diesen Kurs den Gläubigen zu helfen, sich in das Leben der Pfarrei einzubringen und durch ihren missionarischen Geist aktiv zum Leben ihrer Gemeinschaft beizutragen. Sowohl für die angemeldeten Teilnehmer als auch für die eingeladenen Referenten waren die Regeln zur Verhinderung der Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen kein Hindernis, da die Sitzungen in all den Jahren in mehreren Modulen online auf der Plattform Zoom stattfanden.
Nach Abschluss des Kurses, am Samstag, den 28. Januar, trafen sich die Teilnehmer zusammen mit vielen Priestern und Ordensleuten aus der ganzen Diözese, insgesamt mehr als 100 Personen, um diese Jahre der Ausbildung mit einem festlichen pastoralen und spirituellen Tag abzuschließen, der geprägt war von der Freude der (Wieder-)Begegnung, vielen Emotionen, Erfahrungen und Zeugnissen des gelebten Glaubens im Alltag. Gleichzeitig wurden auch die drei Kandidaten für den ständigen Diakonat, Péter Baum, Mihály Kiss und László Piklor, auf diesen Tag vorbereitet. Während der Heiligen Messe, die am Nachmittag in der Millenniumskirche in Temeswar-Fabrikstadt gefeiert wurde, erhielten sie die Zulassung (admissio) für diese Dienststufe.
Der Seelsorgetag fand im Kolpinghaus (Gesellenhauses) in Temeswar statt, einem geräumigen Gebäude mit mehreren Mehrzweckräumen und 42 Zimmern, wo Eduard Dobre, Direktor von Kolping Rumänien, und sein Team die Gäste mit großer Herzlichkeit und Professionalität empfingen.
In seiner Einführungsrede sprach Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar und Seelsorger von Temeswar IV. Josefstadt, Moderator des Treffens, begrüßte den Diözesanbischof und die anwesenden Priester und sagte: „Heute werden drei Kandidaten für den ständigen Diakonat zugelassen, 16 Teilnehmer des Kurses werden zu Akolythen eingesetzt und 62 Absolventen werden ihre Diplome überreicht“.
Das Treffen begann mit einem Vortrag über das Apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ des Heiligen Vaters Papst Franziskus, die von Dechant-Pfarrer Veniamin Pălie, Erzdiakon des Erzdekanats des Banater Berglands gehalten wurde. „Verehrte Mitarbeiter unserer Diözese, in besonderer Weise möchte ich dem Herrn Bischof danken, der uns gerufen, beauftragt und gebeten hat, unsere Diözese zu erneuern, da er großes Vertrauen in uns hatte. Vor zehn Jahren legte Papst Franziskus der Kirche sein Schreiben Evangelii Gaudium vor, in dem er auf den Zustand der Weltgesellschaft hinwies. Er stellte die pastoralen und sozialen Herausforderungen vor, auf die sich die Kirche berufen fühlt, zu reagieren. Mit dieser Ermahnung stellt der Papst der ganzen Kirche einen Weg, aber auch die Mittel der Evangelisierung vor, für die sich nicht nur Bischöfe, Priester oder geweihte Personen einsetzen müssen, sondern jeder Gläubige“, betonte Pfr. Veniamin Pălie. Es folgten Diskussionen in Kleingruppen und eine Plenarbegegnung, in der die Vertreter der einzelnen Gruppen ihre Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema austauschten. Danach wurde das Treffen mit Erfahrungsberichten fortgesetzt: Frau Tünde Balta-Taics stellte die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Petschka vor, Pfr. Simon Ciubotaru, Pfarrer von Temeswar VII. Freidorf und Herr Josef Szabó sprachen über die Krankenseelsorge und in der Pfarrgemeinde, Dr. Zsolt Vastag und Adrian Ioncsov über den Jugendbibelkreis.
Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, leitete die Anwesenden an, indem er betonte, dass sie freie Mitarbeiter Jesu sein sollen, die Gottes Willen annehmen und in ihrem täglichen Leben das Evangelium leben und bezeugen. „Die Welt wird Jesus durch unser Leben kennenlernen. Unsere Aufgabe ist es, Jesus durch unsere Art zu leben und zu handeln sichtbar zu machen. Durch die Taufe wird der Christ Mitglied der Kirche, d.h. Teil einer großen Gemeinschaft von mehr als zwei Milliarden Christen, was uns oft zu abstrakt erscheint. Deshalb ist es wichtig, dass wir dieses Gefühl in kleinen Gemeinschaften erleben. Durch Ihr Beispiel sollten Sie anderen Christen in Ihrer Umgebung helfen, sich der Gemeinschaft anzuschließen. Es ist gut, Mitarbeiter zu finden, mit denen man zusammenarbeiten kann“, sagte der Diözesanbischof.
Nach dem Mittagessen diskutierten die Anwesenden über das Thema dieses Pastoraljahres: Diakonie, Dienst am Nächsten.
In der Millenniumskirche von Temeswar-Fabrikstadt wurden während der Heiligen Messe, die um 16.00 Uhr vom Bischof und Pfarrer der Diözese zelebriert wurde, die Aufnahme (admissio) der drei Kandidaten zum ständigen Diakonat, die Einführung der 16 Akolythen und die Übergabe der Diplome an die Absolventen des Ausbildungskurses statt. Eine große Gruppe von Diözesanpriestern konzelebrierte. Die Eröffnungsworte der Predigt vom Diözesanoberhirten lauteten: „Heute ist ein besonders wichtiger Tag im Leben unserer Diözese. Diese 62 Personen haben sich drei Jahre lang darauf vorbereitet, Jünger Christi zu werden, Jünger Jesu in verschiedenen Gruppen: Messdiener, Prediger, Animateure und Diener im konkreten Leben. Es ist auch ein besonderer Tag für die drei Kandidaten für den ständigen Diakonat. Diejenigen, die den Kurs abschließen, erhalten ein Diplom und einen Auftrag zum Aufbau des Reiches Christi.
„Empfange das Gefäß mit Brot und Wein für die Feier der Eucharistie und lebe so, dass du würdig am Tisch des Herrn und in der Kirche dienen kannst. Amen“ – so lauteten die Worte des Diözesanbischofs bei der Amtseinführung der Akolythen. Nach der Übergabe der Diplome bedankte sich Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, bei Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, und den Mitarbeitern des Amtes für Familien- und Erwachsenenseelsorge für die gute Organisierung und Durchführung des Kurses und überreichte jedem von ihnen die Medaille des Hl. Gerhard.
Die Teilnehmer gehören zu Pfarrgemeinden aus Temeswar, Arad, Petschka, Lugosch, Karansebesch, Reschitza, Neuarad, Karaschowa, Groß-Sanktnikolaus, Neu-Moldowa, Neusentesch, Busiasch, Perjamosch, Slatina a.d. Temesch und Alt-Beschenowa.
Pressestelle der Diözese Temeswar

























