Gemäß dem von der römisch-katholischen Diözese Temeswar entwickelten Programm für die Ausbildung der Laien, begann am 22. Feber 2025 ein zweijähriger Ausbildungskurs für erwachsene Gläubige, zu dem Laienchristen aus der ganzen Diözese erwartet werden, die ihren Glauben stärken und sich im christlichen Dienst weiterentwickeln wollen. Das Ziel der Organisatoren ist es, den Gläubigen zu helfen, sich zu engagieren und zur Organisation und Entwicklung der pastoralen Tätigkeiten ihrer Pfarreien beizutragen. Die Vorträge werden sowohl persönlich als auch über die Zoom-Plattform gehalten. Die Ausbildung wird vom Diözesanbüro für Erwachsenenpastoral der römisch-katholischen Diözese Temeswar koordiniert.
Die Eröffnung des Kurses und die ersten Vorträge fanden am Samstag, den 22. Feber 2025, zwischen 10.00 und 16.00 Uhr im Saal des Diözesanjugendzentrums in Temeswar statt. Im Programm standen auch Gespräche in kleinen Gruppen und Zeugnisse von vier Teilnehmern des vorherigen Ausbildungskurses, der 2020-2023 stattfand. Das Treffen endete mit einer Heiligen Messe, die S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, in der Domkirche zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar zelebrierte.
Die Begrüßung der Anwesenden wurde von Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, Pfarrer von Temeswar IV. Josefstadt gemacht. „Für mich persönlich bedeutet es eine große Hoffnung, Sie hier zu sehen. Es sind etwa 70 Personen aus 24 Gemeinden gekommen“, sagte Pfr. Zsolt, der die Teilnehmer über einige organisatorische Details informierte.
In seinem Vortrag mit dem Titel „Jünger Jesu sein“, betonte Bischof Pál: „Wir sind hier als Brüder und Schwestern in Christus versammelt, die für unsere größere Familie, die Kirche, verantwortlich sind. Wir sind mit der Absicht versammelt, wahre Jünger Jesu zu sein. Um seine Jünger zu sein und damit eine innere Erneuerung stattfinden kann, müssen wir beten: »Jesus Christus, wir stehen hier vor Dir wie ein leeres Blatt Papier, auf das Du schreiben kannst, was Du willst. Danke, dass du uns berufen hast, dass du uns versammelt hast und dass du auf uns vertraust. Bitte führe uns durch diese zwei Jahre und darüber hinaus in unserem Leben.«“ Der Diözesanbischof sprach dann über das Ziel und den Sinn des Ausbildungskurses: Die Teilnehmer können in ihren Pfarreien helfen, vor allem in den kleinen Gemeinden in den Filialen, wo der Pfarrer nur selten hinkommt, gleichzeitig können sie sich selbst im Glauben stärken. Unter den Teilnehmern waren viele junge Menschen, die durch ihre Anwesenheit einen Hauch von Begeisterung und Frische mitbrachten.
Der zweite Vortrag mit dem Titel: „Gottesbilder – der wahre Gott“, wurde von Dr. Imogen Tietze, Ausbildungsreferentin, gehalten. „Gott will uns begegnen, deshalb haben wir durch seine Gnade die Möglichkeit, etwas von seinem Wesen wahrzunehmen und mit ihm in Kontakt zu kommen. Ein Bild, das von Anfang an sehr verbreitet war, ist das Bild des mächtigen Gottes, wie ein König, kriegerisch und majestätisch. Wir sehen das zum Beispiel im Buch des Propheten Jesaja. Ein anderes Bild zeigt Gott als Befreier, oder dass er derjenige ist, der uns Gebote gegeben hat und verlangt, dass sie befolgt werden, aber auch auf den Bund zwischen ihm und seinem Volk verweist“ – betonte Frau Dr. Tietze, die auch die Fragen für die Kleingruppendiskussionen vorschlug: Welches Gottesbild vermittelt das Bild vom brennenden Dornbusch, der brennt, ohne verbrannt zu werden? Welches biblische Gottesbild, das wir besprochen haben, ist für den heutigen Menschen am schwierigsten, d.h. welches ist uns am nächsten? Dürfen wir uns Gott in irdischen Bildern vorstellen, wenn Gott uns doch befohlen hat, uns keine Bilder von ihm selbst zu machen? Wo geht der Heilige Geist vom Vater aus und wo vom Sohn?
Nach dem Mittagessen gab es vier Erfahrungsberichte von Teilnehmern des vorherigen Lehrgangs. Frau Tünde Balta-Tajcs aus Petschka, Herr Constantin Taligaș aus Reschitz, Frau Irén Varga und Dr. Zsolt Vastag aus Temeswar berichteten über ihre Erfahrungen, ihre Erlebnisse und Aktivitäten.
Das Tagesprogramm endete mit einer Hl. Messe in der Domkirche von Temeswar, die von S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, zelebriert wurde. Es konzelebrierten Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, während Pfr. Veniamin Pălie, Erzdechant und Pfarrer von Reschitz I. – Maria Schnee, im Beichtstuhl auf diejenigen, die beichten wollten wartete. Die musikalische Umrahmung wurde von Kantor Iustin Călin übernommen.
In seiner Predigt sagte der Diözesanbischof, im Zusammenhang mit dem Fest Kathedra Petri (22. Februar): „Als ich den Antwortpsalm ‚Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln‘ hörte, dachte ich an den Heiligen Petrus. Was für ein Hirte war er, was können wir von ihm lernen? Ich sah, dass Petrus ein sehr zerbrechlicher Mann war. Und wenn er der Fels wurde, auf den Jesus seine Kirche baute und immer noch baut, dann deshalb, weil Jesus ihm begegnete und ihn befähigte, ein guter Hirte zu sein. Hier befinden wir uns, denn auch wir sind zerbrechlich, schwach in vielerlei Hinsicht. Und deshalb vertrauen wir mehr auf Gott als auf uns selbst.“
Da im Heiligen Jubiläumsjahr 2025 eine der Kirchen der Diözese Temeswar, in der man einen vollkommenen Ablass erlangen kann, die Domkirche zum Heiligen Georg ist, betete der Diözesanbischof am Ende der Heiligen Messe gemeinsam mit allen Anwesenden das Vaterunser, das Ave Maria und das Credo gemäß der Intention des Heiligen Vaters, Papst Franziskus.
Das nächste Treffen des Kurses findet am Samstag, den 8. März ab 10.00 Uhr im Diözesanjugendzentrum statt.
Pressestelle der Diözese Temeswar
















