Papst Leo XIV. hält an dem von seinem Vorgänger Franziskus festgelegten Zeitplan für die Umsetzung der katholischen Weltsynode fest.
Stefan von Kempis – Vatikanstadt
Das ergibt sich aus einem Dokument, das das vatikanische Synoden-Sekretariat an diesem Montag veröffentlicht hat. In dem 16-seitigen Papier mit dem Titel Skizzen für die Umsetzungsphase der Synode, das bisher noch nicht auf Deutsch vorliegt, wird ausdrücklich vermerkt, dass der neue Papst diese Skizzen, zu denen auch der Zeitplan gehört, approbiert hat.
Die mehrjährige Weltsynode (2021-2024) ist im vergangenen Oktober im Vatikan zu Ende gegangen. Der damalige Papst Franziskus hat sich hinter das Schlussdokument gestellt und seine sofortige Umsetzung angeordnet. Papst Leo hat sich am 26. Juni mit dem Synoden-Sekretariat getroffen und es in seiner Arbeit ermutigt.
Papst hält am Zeitplan seines Vorgängers fest
Der Zeitplan für die Umsetzung des Schlussdokuments sieht zunächst bis Ende 2026 Beratungen und Initiativen in den einzelnen Ortskirchen vor. Im ersten Halbjahr 2027 sind Versammlungen auf Bistumsebene geplant, um das bisher Erreichte auszuwerten, im zweiten Halbjahr 2027 wird das dann auch auf Ebene der einzelnen Bischofskonferenzen – nationalen wie internationalen – geleistet. Im Frühjahr 2028 sollen Kontinental-Versammlungen stattfinden und im Oktober desselben Jahres schließlich eine allgemeine „Kirchliche Versammlung“ im Vatikan.
Die Umsetzungsphase des weltweiten synodalen Prozesses gilt als integraler Bestandteil dieses Prozesses selbst, wie das Dokument hervorhebt. In dieser Phase sollen „erneuerte Praktiken und Strukturen erprobt werden, um das Leben der Kirche immer synodaler zu machen“; dabei könnten, zumal im Zeitraum bis Ende 2026, auch Pfarreien mitwirken.







