Auch heuer, anlässlich des Festes der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria am 8. September, kamen mehrere tausend Pilger zur Basilika von Maria Radna. Wie uns Domherr em. Andreas Reinholz, Pfarrer von Radna und Rektor der Wallfahrtskirche, berichtete, „mehrere Pilgergruppen kamen zu Fuß, darunter Gläubige aus den kroatischen Gemeinden (Kr. Karasch-Severin) sowie aus den Pfarrgemeinden Ghioroc (Kr. Arad) und Breștea (Kr. Temesch). Da in diesem Jahr die Basilika Maria Radna von S.E. Đuro Hranić, Erzbischof und Metropolit von Ðakovo-Osijek, besucht wurde, der zwei feierliche Heilige Messen zelebrierte — am Sonntagnachmittag, dem 7. September, und am frühen Montagmorgen —, waren besonders viele kroatische Pilger anwesend. Eine große Gruppe griechisch-katholischer Pilger aus der Eparchie Großwardein nahm an der Heiligen Messe und an der Kreuzwegandacht teil, die am Sonntag, dem 7. September, gefeiert wurden. Am selben Tag kamen auch Pilger aus den Pfarrgemeinden Lugosch und Fatschet; die Heilige Messe wurde um 18.00 Uhr von Kaplan Francisc Lisi, von der Pfarrei Lugosch, zelebriert. Während der drei Tage wurden am Altar der Wallfahrtskirche Maria Radna insgesamt 14 Heilige Messen geopfert. Zur Feier reiste am Samstag, dem 6. September, auch eine Gruppe Gläubiger aus Bacău mit dem Zug an, die in wunderschönen Volkstrachten gekleidet waren und bis Montag blieben. Pilger kamen auch aus der Diözese Sathmar, aus der Erzdiözese Karlsburg /Alba Iulia sowie aus Deutschland — aus Stuttgart und München. Ebenfalls anwesend war die Gruppe der Heimatortsgemeischaft (HOG) Gerjanosch, die auch die Temeswarer Domkirche besuchte und mehrere Tage im Banat zu Besuch war. Aus Ungarn reisten sowohl Pilger als auch zwei freiwillige Helfer aus Makó, Diözese Szeged-Csanád, die uns unterstützten. Besonders schön war es, dass anlässlich des Festes der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria S.E. László Böcskei, Diözesanbischof von Großwardein und neuer Vorsitzender der Katholischen Bischofskonferenz Rumäniens, gemeinsam mit den aus dieser Diözese angereisten Priestern die Kreuzwegandacht an den Stationen hinter der Basilika leitete.“
Auch zahlreiche Gläubige aus den bulgarischen Gemeinden in Temeswar, Winga, Breștea, Groß-Sanktnikolaus, Denta, Detta, Arad und Alt-Beschenowa nahmen teil. Die Heiligen Messen wurden von Pfarrer Sebastian Mirciov aus Alt-Beschenowa, Pfr. Ivelin Genov, von der Pfarrei St. Peter und Paul aus Hisarija, Diözese Sofia-Plovdiv (Bulgarien), Pfarrer Piry Radulov aus Winga und Orzydorf, Pfarrer Novița Drăghia aus Breschtea und Morawitz, Pfarrer Gheorghe Augustinov von der Bulgarischen Personal-Pfarrei in Temeswar zelebriert.
Die Pilger aus den kroatischen Gemeinden wurden heuer von Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei, Pfarrer Sima Mihai Milan aus Klokotitsch, Pfarrer Gheorghe Patașan aus Lupak, Pfarrer Petar Rebegilă aus Karaschowa, Kaplan Branko Duma von der Pfarrei Temeswar IV. Josefstadt sowie dem emeritierten Pfarrer Mihai Sima aus Orschowa begleitet.
Am Sonntag, dem 8. September, wurde um 11:00 Uhr die feierliche Pontifikalmesse von S.E. László Böcskei, Diözesanbischof von Großwardein, zelebriert. Mit ihm konzelebrierten S.E. Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, S.E. Đuro Hranić, Erzbischof und Metropolit von Ðakovo-Osijek, sowie zahlreiche Priester aus den Diözesen Temeswar und Großwardein. Die musikalische Gestaltung übernahm der Chor der Basilika, an der Orgel spielte Frau Andreea Bodroghi.
Zu Beginn der Heiligen Messe wurden die Oberhirten der Diözesen Großwardein und Ðakovo-Osijek von S.E. Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar, begrüßt. Bischof Pál wandte sich mit folgenden Worten an die Gläubigen: „Liebe Gläubige, wir können die Gottesmutter glücklich machen, wenn wir wie wahre Brüder in Liebe und Verständnis miteinander leben. Wir können wirklich von der Jungfrau Maria lernen, wie wir in der Nächstenliebe leben und unseren Mitmenschen dienen sollen.“
In seiner Predigt, in ungarischer und deutscher Sprache, sagte Msgr. János Szász sen., Ehrenkanonikus und Pfarrer von Aiud/ Straßburg am Mieresch: „Heute lädt uns die Kirche ein, mit Freude die Geburt der Heiligen Jungfrau Maria zu feiern. Warum ist dieses Fest besonders? Weil es der Geburtstag der Mutter Christi, unseres Erlösers, ist. Das heutige Fest lädt uns ein, mit tiefem Respekt auch auf die Geburt jedes einzelnen Menschen zu schauen, denn jede Kreatur ist ein Geheimnis Gottes. Es lehrt uns, den Wert der gewöhnlichen Tage zu erkennen, den Wert des Alltags und der Dinge, die scheinbar unbedeutend sind. Marias Geburt war nicht von außergewöhnlichen Ereignissen begleitet, und auch die Evangelien erwähnen sie nicht. Oft bleibt das, was für Gott wichtig ist, den Augen der Menschen verborgen, die stets nach etwas Außergewöhnlichem, etwas Sensationellem suchen.“
Im Rahmen der Fürbitten betete Bischof Böcskei auch für die Lehrer und Schüler, die das neue Schuljahr begonnen haben. An diesem Tag kam der Oberhirte der Diözese Großwardein mit einer großen Gruppe von Schülern und Jugendlichen nach Maria Radna, um in diesem Marienheiligtum feierlich den Schuljahresbeginn zu begehen. Wie der Bischof bei dieser Gelegenheit sagte: „Die jungen Menschen konnten die Kirche wirklich erleben – eine Gemeinschaft von Gläubigen verschiedener Ethnien, die jedoch in dieselbe Richtung blicken. Und diese Richtung zeigt sich in jenem wunderbaren Rahmen über dem Hauptaltar: die Heilige Jungfrau Maria, die ich bitte, euch mit ihrer Liebe durch dieses neue Schuljahr zu führen.“
Am Ende der Heiligen Messe dankte der Diözesanbischof von Temeswar den anwesenden Priestern und Pilgern für die gemeinsame Feier der Eucharistie und sagte — „Wir alle konnten gemeinsam als Schwestern und Brüder im Glauben beten, unabhängig von Kultur und Sprache. Gottes Segen und der Schutz der Heiligen Jungfrau Maria mögen euch weiterhin begleiten.“
Nach dem Schlusssegen machten sich viele Gläubige auf den Weg zum Hügel/Kalvarienberg hinter der Basilika, um an der Kreuzwegandacht teilzunehmen. Dank des Einsatzes engagierter Personen konnten viele der Heiligen Messen, die anlässlich des Festes der Geburt der Gottesmutter Maria in der Basilika Maria Radna gefeiert wurden, live übertragen und mitverfolgt werden.
Pressestelle der Diözese Temeswar

















