Anlässlich des Weltmissionssonntags, der heuer am Sonntag, dem 19. Oktober gefeiert wurde, fanden in der Domkirche zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, mehrere liturgische Feierlichkeiten statt.
Am Samstag, dem 18. Oktober, um 18. Uhr, zelebrierte Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei, eine Heilige Messe im Hohen Dom. Konzelebrant war Pfr. Eugen Blaj, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Rumänien. Nach der hl. Messe leitete Pfr. Blaj eine Gebetsvigil.
Im einleitenden Teil der von den Päpstlichen Missionswerken herausgegebenen Broschüre heißt es:
„Anlässlich des Weltmissionssonntags im Jubiläumsjahr 2025 gab uns der Papst das Motto: „Missionare der Hoffnung unter den Völkern.“ Dies erinnert die Christen — persönlich und gemeinschaftlich — an ihre grundlegende Berufung: Christus folgend stets unterwegs zu sein, auf der Suche, im Aufbruch; gemeinsam auf jenes Ziel zuzugehen, das Jesus ist. Unsere Hoffnung, der Tod und Dunkelheit in Leben und neues Licht verwandelt.
Hier der Wunsch von Papst Franziskus: „Ich wünsche allen eine Zeit der Gnade mit dem treuen Gott, der uns in dem auferstandenen Christus zu einer lebendigen Hoffnung neu erschaffen hat.“
„Heute Abend vereinen wir uns mit vielen anderen Christen, die an dieser Gebetsvigil für die Missionen teilnehmen, und wir werden zwei bis drei Abschnitte aus der Botschaft von Papst Franziskus meditieren, die der Heilige Vater bereits früher zum Weltmissionssonntag veröffentlicht hat“ – sagte Pfr. Blaj zu Beginn der Gebetsstunde.
Es folgten drei Abschnitte aus der Botschaft von Papst Franziskus sowie ein Zeugnis über einen missionarischen Dienst in Kenia, in der Diözese Marsabit, mit der das Erzbistum Bukarest zusammenarbeitet.
„Dort habe ich eine wunderbare Welt entdeckt, zugleich aber eine materiell sehr arme. Wenn ich sage ‚arm‘, meine ich etwas anderes als wir es gewöhnlich verstehen: Es ist eine trockene Wüste mit vulkanischem Gestein, ohne Wasser. Wasser ist dort ein Luxus, es befindet sich Dutzende Kilometer entfernt, die Menschen leben in sehr einfachen traditionellen Zelten. Doch ich habe in diesen Menschen einen inneren Reichtum entdeckt, ich habe Hoffnung gesehen. Vielleicht keine vollkommene Hoffnung, denn sie kennen Christus noch nicht — deshalb gehen die Missionare dorthin, um den Glauben weiterzugeben. Unsere Aufgabe als Christen ist genau das: den Glauben weiterzugeben“ – erklärte Frau Matilda Andrici im Rahmen ihres Zeugnisses.
Während der Gebetsvigil wurde auf dem Altar der Temeswarer Domkirche ein Reliquiar mit den Reliquien der Seligen Pauline Marie Jaricot aufgestellt, der Gründerin des Missionswerks für die „Verbreitung des Glaubens“ und des Lebendigen Rosenkranzes.
Am Sonntag, dem 19. Oktober, dem Weltmissionssonntag, zelebrierte Pfr. Eugen Blaj um 18.00 Uhr eine Heilige Messe im Hohen Dom zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar. In seiner Predigt betonte der Gastpriester: Die zwei wesentlichen Elemente für das missionarische Leben der Kirche sind das Gebet und die Verkündigung des Wortes Gottes. „Interessant ist die Frage Jesu am Ende des heutigen Evangeliums: »Wird der Menschensohn, wenn er kommt, wohl Glauben finden auf Erden?« Jesus lässt uns verstehen, dass dieser Glaube weitergegeben werden muss. Wenn die Menschen nichts von Gott hören, wie sollen sie von Ihm wissen?“
Am Weltmissionssonntag sind die Kollekten/Geldsammlungen, die während der Heiligen Messen in allen römisch-katholischen Kirchen weltweit organisiert werden, für die Unterstützung der päpstlichen Missionen und der Arbeit der Missionare bestimmt.
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Auf der offiziellen Website der Römisch-Katholischen Kirche in Rumänien heißt es:
„Die Päpstlichen Missionswerke unterstützen alle Teilkirchen weltweit bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, das Evangelium zu verkünden. Auf universeller Ebene unterstehen sie der Päpstlichen Kongregation für die Evangelisierung der Völker, auf lokaler Ebene den Bischofskonferenzen. Es gibt vier Werke, die eine einzige Institution bilden: – Das Päpstliche Missionswerk zur Glaubensverbreitung – Das Päpstliche Missionswerk des hl. Apostels Petrus – Das Päpstliche Kindermissionswerk – Die Päpstliche Missionsvereinigung.“
Weitere Informationen über den weltweiten Missionsaktivitäten finden sie unter: www.ppoomm.va, wo es heißt:
„Mit Hilfe aller konnten wir im vergangenen Jahr unterstützen: – 2685 Projekte in Missionsgebieten zur Bildung und zum Schutz von Kindern; – 6575 Novizen in ihrer Ausbildung; – 76284 Seminaristen; – 751 neue Kirchen auf fünf Kontinenten.“
Pressestelle der Diözese Temeswar













