Weltweit nehmen sich täglich fast 2.000 Menschen eigenhändig das Leben. Selbstmord ist die dritthäufigste Todesursache unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. All jenen, „die mit Selbstmordgedanken kämpfen“, widmet Papst Leo XIV. sein Gebetsanliegen diesen Monat: „Beten wir, dass selbstmordgefährdete Personen in ihrer Gemeinschaft die nötige Unterstützung, Hilfeleistung und Liebe finden.“
Weltweit nehmen sich täglich fast 2.000 Menschen eigenhändig das Leben. Selbstmord ist die dritthäufigste Todesursache unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. All jenen, „die mit Selbstmordgedanken kämpfen“, widmet Papst Leo XIV. sein Gebetsanliegen diesen Monat: „Beten wir, dass selbstmordgefährdete Personen in ihrer Gemeinschaft die nötige Unterstützung, Hilfeleistung und Liebe finden.
Herr Jesus, du, der du die Müden und Beladenen einlädst, zu dir zu kommen, um in deinem Herzen Ruhe zu finden, wir beten in diesem Monat für alle Menschen die in Finsternis und Verzweiflung leben, besonders für diejenigen, die mit Selbstmordgedanken kämpfen. Mögen sie immer eine Gemeinschaft finden, die sie aufnimmt, ihnen zuhört und sie begleitet. Gib uns allen ein aufmerksames und mitfühlendes Herz, das Trost und Unterstützung schenken kann, auch mit der nötigen fachlichen Hilfe.
Mögen wir lernen, wie wir mit Respekt und Zärtlichkeit nahe sein können, indem wir helfen, Wunden zu heilen, Bindungen aufzubauen und Horizonte zu öffnen.
Mögen wir gemeinsam neu entdecken, dass das Leben ein Geschenk ist, dass es auch inmitten von Schmerz und Leid noch Schönheit und Sinn gibt.
Wir sind uns bewusst, dass diejenigen, die dir folgen auch verletzbar sind durch eine Traurigkeit ohne Hoffnung. Wir bitten dich, lass uns immer deine Liebe spüren, damit wir durch deine Nähe die unendliche Liebe des Vaters erkennen und allen verkünden können, denn der Vater nimmt uns an die Hand, um unser Vertrauen in das Leben, das du uns schenkst, zu erneuern.
Amen.“
Hintergrund
Das gut zweiminütige Video hat das weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Diözese Phoenix (Arizona) und Vatican Media produziert. In dem kurzen Film ist Papst Leo beim Gebet zu sehen, sowie trauernde und bedrückte Menschen, die schließlich in einem Gesundheitszentrum und einer Kirche Hilfe und Trost finden.
Der Katechismus der Katholischen Kirche lehrt, dass Selbstmord im Widerspruch zur Liebe zu sich selbst, zu anderen und zu Gott steht. Er räumt jedoch auch ein, dass schwere psychische Störungen, Ängste oder die Furcht vor Not, Leiden oder Qualen die persönliche Verantwortung mindern können. Die katholische Kirche verurteilt die Sünde des Selbstmordes, „nicht aber den Menschen, von dem nicht sicher ist, ob er wirklich ein Selbstmörder ist“, da zu bedenken gelte, „ob jemand in der Selbsttötung wirklich ein letztes Nein zu sich selbst und zu Gott gesprochen hat“. Vielfach sei der Versuch der Selbsttötung ein Appell an die Mitwelt und ein verzweifelter Ruf nach Zuwendung durch die Mitmenschen, heißt es im Katechismus: „Menschen, die selber keinen Ausweg mehr sehen, bedürfen unserer Hilfe und unseres Mitgehens, damit sie aus der Verzweiflung zu einer Neuorientierung ihres Lebens finden können.“
Zahlreiche Hilfsbedürftige
Laut der Weltgesundheitsorganisation nehmen sich jedes Jahr rund 720.000 Menschen das Leben. Das sind etwas weniger als 2.000 pro Tag. Mehr als die Hälfte der Selbstmorde (56 Prozent) ereignet sich vor dem 50. Lebensjahr. Besonders betroffen sind Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Für die letztgenannte Gruppe ist Selbstmord die dritthäufigste Todesursache, für Jugendliche und junge Erwachsene die zweithäufigste. 73 Prozent der Menschen, die sich das Leben nehmen, leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Allerdings sind auch reichere Nationen von diesem Risiko nicht ausgenommen: In den Vereinigten Staaten beispielsweise ist die aktuelle Selbstmordrate um ein Drittel höher als im Jahr 2000.
Das Gebetsnetzwerk des Papstes
Das Video vom Papst ist eine offizielle weltweite Initiative mit dem Ziel, die monatlichen Gebetsanliegen des Heiligen Vaters zu verbreiten. Darum kümmert sich das weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes. Seit 2016 wurde das Video mit den monatlichen Gebetsnetzwerken laut Aussage der Organisatoren in allen sozialen Netzwerken des Vatikans mehr als 253 Millionen Mal angesehen, in mehr als 23 Sprachen übersetzt und in 114 Ländern berichteten Medien und Presse. Das Video vom Papst wird über die offizielle Internetseite, den dazugehörigen YouTube-Kanal, Facebook, Twitter/X, Instagram und die offizielle Gebetsplattform ClickToPray verbreitet.
Es gibt Hilfe
Für Menschen in der Krise und Angehörige gibt es Hilfsangebote. Beratung und Hilfsangebote bei Depressionen und Suzidgedanken sind vielfältig, teilweise auch anonym. Telefonisch, via Email, über Chat – aber auch persönliche Angebote existieren.
Quelle: www.vaticannews.va/de
In Rumänien ist die Antisuizid-Hotline unter der Nummer 0800 801 200 erreichbar — täglich zwischen 19:00 und 07:00 Uhr. Der Dienst wird von der Rumänischen Allianz zur Suizidprävention (ARPS) angeboten und ist kostenlos sowie anonym. Weitere Informationen finden Sie unter: E-Mail: sos@antisuicid.com







