Dieses im Titel zitierte Bild aus der Sportwelt – genauer gesagt aus dem Fußball – wurde von Pfarrer Daniel Dumitru, Pfarrer von Temeswar II. Fabrikstadt und Diözesanverantwortlicher für die Jugendpastoral, verwendet, um den Fortbildungstag für die in dieser Seelsorge tätigen Priester und Mitarbeiter zu charakterisieren – jene, die sich der Begleitung und Betreuung junger Menschen widmen. An diesem Treffen nahmen S.E. Bischof Josef Csaba Pál, Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, sowie zahlreiche Priester, Ordensleute, Religionslehrer, Katecheten, Laien und Jugendliche fast aus der gesamten Diözese teil. Die Veranstaltung wurde vom Diözesanjugendzentrum am eigenen Sitz in Temeswar, Augustin-Pacha-Str. 4, am Samstag, dem 8. November 2025, zwischen 10 und 17 Uhr organisiert und hat bereits eine langjährige Tradition. (Laut Archiv des Pressebüros fand eine ähnliche Begegnung im Jahr 2006 im Bildungshaus Marienheim statt, mit P. Tiziano Baracco aus der Gesellschaft des hl. Franz von Sales und Dr. Imogen Tietze als Referentin für Ausbildung als Gäste). Das diesjährige Programm umfasste einen Vortrag, Erfahrungsaustausch, Spiele und endete mit dem gemeinsamen Gebet des Heiligen Rosenkranzes. Als Gast war Tibor Majoros, ständiger Diakon in der Diözese Groß-Wardein, Mitarbeiter der amerikanischen katholischen Evangelisationsorganisation Renewal Ministries in Rumänien und Mitglied des Ordens der Ritter des hl. Stephanus eingeladen. Er kam zusammen mit dem jungen Freiwilligen Iosif Puia.
„Wir begrüßen Sie mit großer Freude zu unserem heutigen Treffen – einem Ausbildungsprogramm für all jene, die mit Jugendlichen arbeiten, die sich Tag für Tag mit Herz und Seele dafür einsetzen, die Freude des Glaubens weiterzugeben. Dieser Bildungstag ist für uns wie eine Pause zwischen den Spielen – eine Zeit der Vorbereitung und geistlichen Aufladung, damit unser Team danach wieder in den ‚Wettkampf‘ starten und seine Aktivitäten und Mission fortsetzen kann. Im pastoralen Jahr 2025/2026 werden wir von einem Motto begleitet, das alles sagt: »Sie waren ein Herz und eine Seele in Christus«. Und ich glaube, dieses Motto ist eine Einladung zur Einheit, zur Gemeinschaft, dazu, uns als Glieder desselben Leibes zu erkennen – des Leibes Jesu Christi“ – sagte Pfarrer Daniel Dumitru in seinem einleitenden Wort.
Zu Beginn des Tages fand ein freudiger und herzlicher Moment statt: Die Anwesenden feierten gemeinsam Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, anlässlich seines Geburtstags und brachten damit ihre Dankbarkeit und Wertschätzung für seinen Dienst zum Ausdruck.
Nach der Vorstellung der Teilnehmer folgte ein interaktiver Vortrag, gehalten von Tibor Majoros, ständiger Diakon. Er stellte das Ausbildungsprogramm NIK – Nagyváradi Ifjúsági Vezetőképző / Jugendleiterschulung aus Großwardein vor. „Im Rahmen dieser Ausbildung können wir auch über zwei Themen sprechen, die für Ihren Dienst unter Jugendlichen von Nutzen sein können: Kleingruppen und Zeugnis“ – betonte er. „So begann unsere Evangelisation Anfang der 2000er Jahre. Die Zahl der Jugendlichen stieg. Und es stellte sich die nächste Frage: Was passiert mit dem Jugendlichen, nachdem er angesprochen wurde? Wenn es kein Follow-up, keine Fortsetzung, keine Unterstützung seitens der Pfarrei gibt, wird er dorthin zurückkehren, wo er zuvor etwas Positives in seiner Suche nach Gott erlebt hat. Wir waren nur eine Handvoll Freiwilliger. Wir haben gesehen, wie unsere Freunde aus Deutschland groß angelegte Schulungen für Jugendgruppenleiter organisierten. Auch wir begannen, an solchen Kursen teilzunehmen, und später organisierten wir selbst Schulungen für Jugendliche. Aus dieser Initiative entstand später in der Erzdiözese Alba Iulia / Karlsburg die Ausbildung für Jugendanimatoren mit dem Titel „Teljes Szívvel / Din toată inima/ Von ganzen Herzen“, an der derzeit über 100 junge Menschen teilnehmen. Vor zwei Jahren haben wir mit NIK begonnen, der Jugendleiterschulung in der Diözese Großwardein. Derzeit schließen 39 Personen diesen Kurs ab“ – sagte der eingeladene Referent in seiner Einführung. Anschließend sprach er ausführlich und sehr tiefgehend über die Ausbildung von Jugendgruppenleitern und teilte zahlreiche eigene Ideen und Erfahrungen, damit die Teilnehmer von Kleingruppen diese Gesprächsform nicht als etwas Negatives wahrnehmen, sondern als eine Gelegenheit zur geistlichen Aufladung und zum Wachstum im Glauben.
Während des Vortrags teilte auch Iosif Puia, der selbst an der Schulung teilgenommen hatte, seine Erfahrungen. „Als ich zum ersten Kurs kam, war das Thema das Gebet – und das brachte mich zum Nachdenken: Spreche ich wirklich mit Gott, oder ist mein Gebet nur ein Monolog? Einer der zentralen Punkte der Schulung war, den Jugendlichen verständlich zu machen, dass sie ohne Gemeinschaft schwächer sind. Aber wenn wir gemeinsam in einer Gemeinschaft sind, teilen wir nicht nur unsere Alltagserfahrungen, sondern auch jene mit Gott – unsere Beziehung zu Ihm“ – sagte der junge Freiwillige. Er wies auch darauf hin, dass es nicht einfach ist, mit Jugendlichen in Beziehung zu treten, die es gewohnt sind, sich über kurze Nachrichten, Bilder, Emojis usw. auszudrücken.
Der Nachmittag wurde mit unterhaltsamen Momenten fortgesetzt: Tischtennis sowie verschiedene Holzspiele für Logik und Intelligenz standen den Teilnehmern zur Verfügung – bereitgestellt von Pfarrer Piry Radulov, Pfarrer von Winga und Orzydorf.
Der Tag endete mit dem Gebet des missionarischen Rosenkranzes, der aus Gesätzen in verschiedenen Farben bestand: Grün steht für die Wälder und Savannen Afrikas, Rot symbolisiert das Feuer des Glaubens, das von Missionaren nach Amerika getragen wurde, Weiß steht für Europa und die liturgischen Gewänder des Heiligen Vaters, Blau ist die Farbe Australiens und der vom Ozean umgebenen Inseln der Pazifik, und Gelb repräsentiert Asien, das Licht der aufgehenden Sonne. Beim Gebet der Lichtgeheimnisse beteten die Anwesenden sowohl für die Jugendlichen dieser Kontinente als auch für die Mitarbeiter der Jugendpastoral in der Diözese Temeswar.
Die Weitergabe des Glaubens erfordert nicht nur Begeisterung, sondern auch Vorbereitung. Dieser Schulungstag bot den Priestern und allen, die in der Jugendpastoral tätig sind, die Gelegenheit, sich in ihrer Mission zu stärken – durch gegenseitiges Lernen und gemeinsames Nachdenken.
Pressestelle der Diözese Temeswar















