Geburtstage sind wichtige Wegmarken im Leben eines jeden Menschen. Sie kennzeichnen das Vergangene und richten unseren Blick auf die Zukunft. Sie laden ein zur Rückschau und zu neuen Plänen, und der Wunsch zu handeln prägt die gewöhnlichen Tage. Die vergangenen Jahre sind ein Segen, und der Glaube an die Zukunft wird von Hoffnung und Liebe begleitet. Solche Gedanken und Empfindungen erfüllten die Herzen der Anwesenden, als sich ihr Blick vor dem Altar auf S.E. Josef Csaba Pál, den Hirten unserer Diözese, richtete, während der Dankesmesse, die der Diözesanbischof am Mittwoch, dem 3. Dezember 2025, um 11.00 Uhr im Hohen Dom zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, anlässlich seines 70. Geburtstages feierte.
Dieses feierliche Pontifikamt – eine Dankmesse, die in einem würdigen Rahmen, zugleich aber in einer warmen und vertrauten Atmosphäre gefeiert wurde, vereinte zahlreiche Gäste: S.E. Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar, Msgr. Lajos Kondé, Bischofsvikar der Diözese Szeged-Csanád, die Mitglieder des Temeswarer Domkapitels, Pfarrer Alin Câmpean, Verwaltungsrat der rumänisch-orthodoxen Diözese Karansebesch, Pfarrer Zsombor Kovács, Pastor der evangelisch-lutherischen Gemeinde Temeswar, Pastorin Ibolya Papp von der reformierten Gemeinde Ciarda Roșie, Priester aus der Erzdiözese Alba Iulia / Karlsburg und der Diözese Temeswar, Familienangehörige, Mitarbeiter der Diözese, enge Freunde, Bekannte und alle, die der Einladung zu diesem festlichen Anlass mit Freude gefolgt waren.
Der Jubilar begrüßte herzlich Herrn Dr. István Előd Simon, Generalkonsul von Ungarn in Klausenburg, Frau Anja Zougouari Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Temeswar, Herrn Péter Tamás, Honorarkonsul von Ungarn in Temeswar, sowie Herrn Dr. Johann Fernbach, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat. Der Caritas-Verein der Diözese Temeswar wurde von Geschäftsführer Herbert Grün vertreten, der Kolpingverband Rumänien von Direktor Eduard Dobre, und der Malteser Hilfsdienst Temeswar von Präsident Vasile Fekete-Nagy. Den musikalischen Rahmen der hl. Messe gestalteten Prof. Simona Mustețiu (Orgel), assistiert vom Domorganisten Róbert Bajkai-Fábián, die Schülerin Ilinca Andronachi, 12. Klasse des Kunstgymnasiums „Ion Vidu“ unter der Leitung von Prof. Ovidiu Ciucuriță, sowie der ökumenische Jugendchor „Harmonia Christi“, unter der Leitung von Prof. Iustin Călin.
Die Botschaft des Heiligen Stuhls an S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, unterzeichnet von Erzbischof Edgar Peña Parra, Substitut für die allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats des Vatikans, wurde von Dr. Zoltán Toman, Diözesanpriester unseres Bistums im Dienst des Staatssekretariats in Rom, überbracht: „Seine Heiligkeit Leo XIV. übermittelt mit Freude Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Bischof der Diözese Temeswar, anlässlich seines 70. Geburtstages die aufrichtigsten Glückwünsche und seinen Segen. Der Heilige Vater vereint sich voller Zuneigung mit dem Hirten, der das Erreichen des 70. Lebensjahres feiert, und dankt Gott für das kostbare Geschenk seines Lebens und für seinen reichen und treuen Dienst zum Wohl der Diözese Temeswar. Der Nachfolger Petri betet, dass der gute Gott ihn mit viel Gesundheit segne, seinem Herzen Frieden schenke und ihn mit der Freude des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe erfülle. Seine Heiligkeit, geleitet von der Weisheit des hl. Augustinus, erinnert daran, dass die Kirche aus allen besteht, die in Harmonie mit ihren Brüdern leben und den Nächsten lieben. Ausgehend von dieser sanften Lehre ermutigt der Heilige Vater Seine Exzellenz, weiterhin ein authentisches Zeichen der Einheit und der Gemeinschaft zu bleiben und allen mit Bereitschaft und Barmherzigkeit die Liebe Gottes zu bezeugen.“
In seiner Predigt, die er auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch sprach, erklärte der Diözesanbischof: „Das größte Geschenk meines Lebens ist, dass der gute Gott uns alle liebt. Er hat mir dies auf tausend Weisen gezeigt. Er liebt jeden von uns mit einer Liebe, die für jeden einzelnen passend ist. Mich erfüllt dies mit Freude und Hoffnung. Ich bin frei von der Vergänglichkeit der Jahre: solange der barmherzige Gott es mir schenkt, kann ich Ihm dienen. Gesundheit und alles andere liegen in Seiner Hand. Er weiß am besten, was zu unserem Wohl ist. Und ich denke: ich war noch nie siebzig Jahre alt! Es ist ein neues Abenteuer mit dem Herrn, der mich bis hierher geführt hat, damit ich auch diese Etappe mit Ihm lebe. Meine ganze Hoffnung liegt in Ihm und für die gesamte Diözese. So wie ich es auch in meinem bischöflichen Motto erbitte: »Bewahre sie in Deinem Namen«. Lasst uns gemeinsam den guten Gott bitten, dass Er die ganze Diözese in Seinem Namen, in Seiner Liebe und in jenem Geist bewahre, den Er für uns wünscht.“
Am Ende wurde dem Jubilar die Ehrennadel in Gold des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat verliehen, „in Anerkennung und Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste um die Unterstützung und Förderung der deutschen Gemeinschaft im Banat sowie ihres Strebens nach Zusammenhalt und Identität.“ Der Bischof wurde vom Vorsitzenden Dr. Johann Fernbach beglückwünscht: „Die gesamte Gemeinschaft der Deutschen, die von der Marosch bis zur Donau lebt, feiert heute ihren Bischof, Josef Csaba Pál, anlässlich seines 70. Geburtstages. Unser geistlicher Vater hat seinen Glauben zur Berufung gemacht und zeigt uns in allem, was er tut, den Weg zu Gott, den wir in einer Welt, die dem Glauben leider feindlich gegenübersteht, gehen müssen.“
Die Glückwünsche an S.E. Josef Csaba Pál im Namen der Priester, der Ordensleute und aller Gläubigen der Diözese Temeswar wurden von Dechant Marin Matieș, Pfarrer von Karansebesch, auf Deutsch, Ungarisch und Rumänisch überbracht: „Heute feiern wir den Geburtstag eines Menschen, der den Ruf Christi gehört und beantwortet hat. Wie Sie, Hochwürdigster Herr Bischof, oft bezeugt haben, haben Sie als Kind und Jugendlicher von Jesus eine große Begeisterung empfangen, sind täglich in Ihrer Heimatgemeinde zur Kirche gegangen und haben gespürt, dass Gott Sie zu mehr ruft. Sie haben im Innersten Ihres Herzens die biblischen Worte gehört: »Ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?« Und ich antwortete: »Hier bin ich, sende mich!«. Im Seminar von Alba Iulia/ Karlsburg, in Târgu Mureș/ Neumarkt, als Kaplan, und später, als die pastoralen Bedürfnisse der Diözese Temeswar groß waren, haben Sie erneut geantwortet: »Hier bin ich, sende mich!«. In dieser Ortskirche des Banats, in Bakowa, Busiasch, Nitzkydorf und dann in Reschitza, als Dechant und Erzdechant, hat die Stadtgemeinde über mehr als 30 Jahre in Ihnen ein Beispiel für Einheit, Brüderlichkeit und christliche Gemeinschaft gefunden. Und später, am 16. Mai 2018, erneut derselbe Ruf: „Wen soll ich senden?“ – „Hier bin ich, sende mich!“ – so antworteten Sie wiederum als Hirte der Diözese Temeswar. Nach der fruchtbaren Arbeit des emeritierten Bischofs Martin Roos hat der Herr Sie erwählt und als Hirten für Sein Volk eingesetzt. Als direkt von Papst Franziskus, seligen Angedenkens, ernannter Mitglied der XVI. Generalversammlung der Bischofssynode in Rom haben Sie Ihren Beitrag geleistet und leisten ihn weiterhin, um das synodale Leben der Kirche Christi in unserer Diözese zu verwirklichen.
Exzellenz, Bischof Josef, anlässlich Ihres Geburtstages spricht Ihnen die gesamte Diözese – zusammen mit S.E. Martin Roos emeritierten Bischof, den Priestern, Diakonen, Ordensleuten, Seminaristen und dem ganzen Volk Gottes – die aufrichtigsten Glückwünsche aus. Möge der Herr Sie weiterhin in Seiner Liebe bewahren, Sie im bischöflichen Dienst stärken, Sie mit reichen Gnaden belohnen und Ihnen Gesundheit, Weisheit und die notwendige Kraft schenken, damit Sie mit Großzügigkeit und Hingabe weiterhin die Kirche und das Volk Gottes, das Ihnen anvertraut ist, dienen können. In Gebet und Dankbarkeit wünschen wir Ihnen alle gemeinsam: „Ad multos et faustissimos annos!“
Das Geschenk der Diözesanpriester an den Jubilar war ein silberner Bischofsring, ähnlich dem, den der Heilige Vater Papst Leo XIV. täglich trägt, gefertigt vom renommierten römischen Juwelieratelier „Fratelli Savi Gioielli“ und überreicht von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar.
Nach der Heiligen Messe lud S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, alle Anwesenden ins Bischöfliche Ordinariat zu einer brüderlichen Agape ein und zum Genuss der Festtorte, die vom Küchenpersonal eigens für diesen Anlass vorbereitet worden war. Dort gratulierten die Mitarbeiter der Diözese dem Bischof mit einem Blumengruß – einem Korb aus 70 roten Rosen.
Pressestelle der Diözese Temeswar



















