Am Mittwoch, dem 10. Dezember, machten sich schon in den frühen Morgenstunden viele Jugendliche und Gläubige eiligen Schrittes auf den Weg zur Pfarrkirche von Temeswar VII. Freidorf, um an der zweiten Jugend-Rorate teilzunehmen, die um 6.00 Uhr von S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, gefeiert wurde. Das Kirchenschiff des fast 250 Jahre alten Gotteshauses (erbaut im Jahr 1777), dem hl. Rochus geweiht, war ausschließlich von Kerzen beleuchtet; diese sanften Lichter führten die Anwesenden in die geistliche Atmosphäre der Adventsvorbereitung ein. An der hl. Messe konzelebrierten: Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, Pfarrer von Temeswar I Innere Stadt, Domherr Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, Pfarrer von Temeswar IV. Josefstadt, Pfr. Daniel Dumitru, Pfarrer von Temeswar II. Fabrikstadt, Diözesanjugendseelsorger, Domherr Zoltán Kocsik, Direktor des Römisch-Katholischen Theologischen Lyzeums „Gerhardinum“, Pfr. Piry Radulov, Pfarrer von Winga und Orzydorf, h.H. Csaba Váncsa, Kaplan in Pfarrei Temeswar II. Fabrikstadt, Pfr. Simon Ciubotaru, Pfarrer der gastgebenden Gemeinde. Die musikalische Gestaltung der hl. Messe übernahm Herr Andrei Rusu, Organist dieser Kirche.
Zu Beginn der hl. Messe richtete der Diözesanbischof seine Worte vor allem an die anwesenden Jugendlichen und sagte: „Wir sind heute hier gemeinsam als eine Gemeinschaft, und wir erwarten, dass Jesus auch in unsere Seelen kommt.“
In seiner Predigt sprach Pfr. Piry Radulov über die Bedeutung der Rorate-Messe und sagte: „Wenn wir wollen, dass Jesus in unseren Herzen geboren wird, müssen wir Ihm Platz machen. Doch manchmal ist dieser Platz von Sorgen, Stolz, Sünden, Gleichgültigkeit, Internet, Lastern besetzt. Der Advent ist die Zeit, in der wir erneut die Stimme des hl. Johannes des Täufers hören: »Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!« Der Advent und die Rorate-Messen lehren uns, innezuhalten, zu schweigen, zuzuhören und zu warten. Sie erinnern uns daran, dass das Heil nicht aus der Unruhe kommt, sondern aus der persönlichen Begegnung mit dem guten Gott. Wenn wir uns nur mit uns selbst beschäftigen, verlieren wir uns in Sorgen, Wünschen und Konkurrenz. Hingegen, wenn wir das Rennen und die Unruhe beenden und uns dem Nächsten zuwenden, werden wir zu Werkzeugen des Guten, der Liebe.“
„Herr, schenke uns die Gnade, dass die Erwartung Deines Kommens für uns ein Ansporn zu guten Taten und zur Heiligung sei“ – beteten die Jugendlichen im Rahmen der Fürbitten.
Am Ende der hl. Messe dankte Pfarrer Daniel Dumitru dem Diözesanbischof dafür, dass er den Weg des Advents gemeinsam mit den Jugendlichen geht, sowie den Mitgliedern der gastgebenden Gemeinde, die zahlreich an der hl. Messe teilgenommen und mit ihrer Gastfreundschaft beigetragen haben. Er lud die Anwesenden zu den nächsten beiden Adventsprogrammen des Diözesanjugendzentrums ein: am Samstag, den 13. Dezember in der Pfarrkirche Temeswar III. Elisabethstadt zur Entzündung der dritten Kerze am Adventskranz, und am Mittwoch, den 17. Dezember um 6.00 Uhr zur Adventsmesse in der Notre-Dame-Kirche, der Kirche der Bulgarischen Personalpfarrei in Temeswar.
Pressestelle der Diözese Temeswar











