„Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein“ (vgl. Lk 2,22–23).
Die Verse aus dem Evangelium nach Lukas, die am 2. Februar, dem Fest der Darstellung des Herrn/ Mariä Lichtmeß, in den römisch‑katholischen Kirchen verkündet werden, beschreiben die Darstellung Jesu Christi im Tempel, vierzig Tage nach Seiner Geburt sowie die Begegnung des Kindes mit Simeon, „gerecht und fromm“, und mit der Prophetin Anna, eine fromme alte Frau: sie „diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten“ im Tempel. Sie erkannten Ihn und nannten Jesus „ein Licht, das die Heiden erleuchtet“. Diese Worte werden auch durch die Tradition der Kerzenweihe während der an diesem Tag gefeierten Heiligen Messe hervorgehoben.
Im Dom zum Hl. Georg, der römisch‑katholischen Kathedrale von Temeswar, wurde die Festmesse um 11.00 Uhr von Domherr Nikola Lauš, Direktor des Bischöflichen Kanzlei, zelebriert. Die musikalische Gestaltung übernahm Musiklehrer Iustin Călin.
„Gott, Ursprung und Quelle des Lichtes, der Du heute dem greisen Simeon Christus gezeigt hast, das Licht zur Erleuchtung der Völker, wir bitten Dich demütig, diese Kerzen mit Deinem Segen zu heiligen und die Gebete Deines Volkes zu erhören, das sich hier versammelt hat, um sie zum Lob Deines Namens zu tragen“ – sprach der Zelebrant während der Kerzenweihe. Anschließend besprengte er die vor dem Altar abgelegten Kerzen sowie die Gläubigen im Gotteshaus mit Weihwasser.
In seiner Predigt sagte Domherr Nikola Lauš: „Das Beispiel der Prophetin Anna inspiriert uns zu bewusster Beteiligung und engagierter Mitwirkung sowohl im Leben der Kirche als auch im persönlichen Glauben. Sie lehrt uns, Zeugen Christi zu sein, wo immer wir uns befinden und was immer wir tun. Das heutige Fest lädt uns ein, über unseren Glauben nachzudenken. Vom Beispiel des gerechten Simeon und der Prophetin Anna inspiriert, können wir sagen: Glauben bedeutet, vertrauensvoll auf die Verheißungen Gottes zu warten. So war der Glaube des gerechten Simeon, und so sollte auch unser Glaube sein. Lernen wir von seinem Beispiel.“
Am Ende der Heiligen Messe, vor dem Schlusssegen, beteten die Anwesenden gemeinsam den „Engel des Herrn“.
Pressestelle der Diözese Temeswar













