„…beschlossen habe, den „Welttag der Kranken“ einzuführen. Dieser soll jedes Jahr am 11. Februar begangen werden, dem liturgischen Gedenktag der Seligen Jungfrau Maria von Lourdes. (…) Die jährliche Feier des „Welttags der Kranken“ hat daher das ausdrückliche Ziel, das Volk Gottes – und in der Folge auch die zahlreichen katholischen Gesundheitseinrichtungen sowie die gesamte Zivilgesellschaft – für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, den Kranken die bestmögliche Betreuung zu gewährleisten; den Leidenden zu helfen, das Leiden auf menschlicher, vor allem aber auf übernatürlicher Ebene zu würdigen; die Diözesen, die christlichen Gemeinschaften und die Ordensfamilien in besonderer Weise in die Gesundheitsseelsorge einzubeziehen; das immer wertvollere Engagement der Freiwilligenarbeit zu fördern; an die Bedeutung der geistlichen und moralischen Ausbildung der im Gesundheitswesen Tätigen zu erinnern; und schließlich das Verständnis für die Bedeutung der religiösen Betreuung der Kranken durch Diözesan- und Ordenspriester sowie durch all jene zu vertiefen, die an der Seite der Leidenden leben und wirken“ – schrieb vor 34 Jahren der heilige Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben vom 13. Mai 1992 an Kardinal Fiorenzo Angelini, den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Gesundheitswesen, in dem er diesen Tag den Leidenden sowie all jenen widmete, die sich um die Kranken kümmern.
Heuer wurde der Welttag der Kranken am Mittwoch, dem 11. Februar, auch in der Pfarrkirche zu Temeswar IV. Josefstadt gefeiert, im Rahmen einer heiligen Messe, die von Pfarrer Zsolt Szilvágyi, dem Pfarrvikar und Seelsorger dieser Gemeinde, zelebriert wurde. Konzelebrant war Pfarrer Branko Duma, Kaplan der Pfarrei. An der Orgel spielte Herr Sándor Fodor.
Während der heiligen Messe beteten die Anwesenden für die Kranken und riefen die Hilfe und heilende Kraft Jesu Christi durch das Sakrament der Krankensalbung herab, das die beiden Priester jenen Gläubigen spendeten, die leiden oder aufgrund einer schweren Krankheit, eines chirurgischen Eingriffs oder ihres hohen Alters in Gefahr sind. Dieses Sakrament wird gespendet, indem die Person mit geweihtem Öl auf der Stirn und an den Händen gesalbt wird, begleitet von dem Gebet: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich; in seiner Gnade richte er dich auf.“
In der Predigt während der heiligen Messe übermittelte Domherr Zsolt Szilvágyi Gedanken aus der Botschaft des Heiligen Vaters, Papst Leo XIV., für diesen Tag: „Der Heilige Vater lädt uns ein, innezuhalten und wahrzunehmen, wer in unserer Umgebung leidet, und zu versuchen, ihm nach unseren Möglichkeiten zu helfen. Der Papst betont, dass der wahre, wirklich barmherzige Samariter Jesus Christus selbst ist. Zugleich weist der Heilige Vater darauf hin, dass man »die Pflege der Kranken nicht nur als einen ‘wichtigen Teil’ der Sendung der Kirche betrachten soll, sondern als eine wahrhaft ‘kirchliche Handlung’«.“
Am Ende der Feier gingen die Gläubigen gestärkt im Glauben und in der Hoffnung nach Hause und trugen im Herzen den Aufruf, den Leidenden nahe zu sein. Der Welttag der Kranken war somit ein Moment des Gebets und zugleich eine Gelegenheit, die Fürsorge und Solidarität gegenüber allen, die von Krankheit betroffen sind, zu erneuern.
Pressestelle der Diözese Temeswar













