Im Zeitraum vom 10.–11. März 2026 fand auf Initiative S. E. Josef Csaba Pál, Bischof von Temeswar und Vorsitzender der Familienkommission der Bischofskonferenz von Rumänien, im Spirituellen Zentrum Manresa, in Klausenburg, das Treffen der Verantwortlichen für die Familienpastoral aus den Diözesen und Eparchien Rumäniens statt, gemeinsam mit ehrenamtlichen Familien. Insgesamt nahmen 72 Personen aus dem ganzen Land teil.
Das zentrale Thema des Treffens lautete: „Die Begegnung mit Christus und seine Nachfolge im Eheleben“. Ehrengast der Veranstaltung war Prof. Dr. Gabriella Gambino, Untersekretärin des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, im Vatikan.
An den Arbeiten des Treffens nahmen außerdem teil: S. E. Gergely Kovács, Erzbischof von Karlsburg, S. E. László Böcskei, Bischof von Großwardein, Vorsitzender der Bischofskonferenz von Rumänien, sowie S. E. Claudiu Pop, Großerzbischof der mit Rom unierten, griechisch-katholischen, rumänischen Kirche.
Prof. Dr. Gabriella Gambino sprach über das Sakrament der Ehe und betonte:
„Die Ehe muss als eine Berufung dargestellt und verkündet werden, die – ebenso wie die Berufung zum Gott-geweihten Leben – im Glauben verwurzelt und einer sorgfältigen persönlichen Unterscheidung unterworfen sein muss. Sie verdient es, von der Kirche aufmerksam begleitet zu werden.“
„Die Kirche darf in keiner Weise auf das volle Ideal der Ehe verzichten, auf den Plan Gottes in seiner ganzen Größe: […] und sie darf auch nicht weniger vorschlagen, als das, was Jesus den Menschen anbietet.“ (AL 2016, 307)
„Denn wenn die Ehe eine Taufberufung ist – und statistisch gesehen ist sie die Berufung der Mehrheit der Getauften weltweit –, dann ist es Aufgabe der Kirche, die Fülle der Gnade des Sakraments vorzuschlagen, damit die Eheleute, gemeinsam mit den geweihten Amtsträgern, zum Aufbau der Kirche und zur Neuevangelisierung beitragen können. Die christliche Familie im vollen Sinne, das heißt jene, in der man versucht, den Glauben zu ‚atmen‘, ist der menschliche Raum der Begegnung mit Christus.“
„Die katechumenalen Wege für das Eheleben übertragen der Kirche erneut die Aufgabe, den Eheleuten zu helfen, gemeinsam in der Gnade des Ehesakraments zu wachsen, einen christlichen Lebensstil zu erwerben und sich in den empfindlichsten Phasen des Familienlebens – einschließlich der Krisen, die auf natürliche Weise oder aufgrund von Umständen außerhalb ihres Willens jede Familie treffen können – von der Gemeinschaft begleitet zu fühlen. Die Pastoral des Ehe- und Familienlebens muss dauerhaft sein. […]
Es ist wichtig, den Familien zu helfen zu entdecken, dass das christliche Leben zu Hause beginnt, dort, wo die Familie lebt und wächst, wo die normalen täglichen Aktivitäten der Familie eine wahre Liturgie des Familienlebens darstellen können, geprägt von Momenten, die den heiligen Wert bestimmter natürlicher Dynamiken offenbaren, in denen die königliche, priesterliche und prophetische Rolle jedes Familienmitglieds sichtbar wird. Man kann zum Beispiel die Praxis christlicher Beziehungen durch Haltungen der Güte, des Respekts und des Zuhörens erlernen, die Eltern und Kinder spüren lassen, dass sie geliebt werden.
All ihre Tätigkeiten sind Orte, an denen die Gnade gefunden werden kann. Mit anderen Worten: Man kann dem Alltagsleben eine tief spirituelle Dimension verleihen, die aus der inneren Aufmerksamkeit besteht, die Gegenwart Gottes zu erkennen. Man muss nicht immer mit der Lehre beginnen: Manchmal kann es wirksamer sein, damit zu beginnen, sich der Gegenwart Gottes in den kleinen Dingen des Alltags im Leben unserer Kinder bewusst zu werden und sie daran zu gewöhnen, dasselbe zu tun.“
Im weiteren Verlauf trafen sich die Teilnehmer in regionalen Gruppen. Aus den Gesprächen ging der Wunsch mehrerer Regionen hervor, im kommenden Herbst ein regionales Treffen zu organisieren. Es entstand die Idee, Familientreffen so zu gestalten, dass die gesamte Familie in dasselbe Programm eingebunden wird.
Das Programm endete mit der Festlegung des nächsten nationalen Treffens, das für den 9.–10. März 2027 geplant ist und unter dem Hauptthema „Die Gemeinschaft – Unterstützung in schwierigen Momenten des Familienlebens“ stehen wird.

Quelle: profamilia.ro