Im Rahmen der Ausbildung der ständigen Diakone in der Diözese Temeswar fand am Samstag, dem 14. März dieses Jahres, um 16.00 Uhr im Diözesanjugendzentrum ein weiteres Treffen statt. Daran nahmen S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, Erzdechant Veniamin Pălie, Pfarrer zu Reschitza I. – Maria Schnee und Verantwortlicher für die Ausbildung der Ständigen Diakone und Akolythen, sowie die ständigen Diakone Ladislau Piklor und Mihai Kiss teil, gemeinsam mit den Kandidaten für diesen Dienst aus den Pfarreien Perjamosch, Temeswar, Reschitza I, Karaschowa und Lowrin. Ebenfalls anwesend waren die Ehefrauen der Diakone und der Kandidaten.
Nach dem von Pfarrer Veniamin Pălie geleiteten Gebet berichteten die Teilnehmer über ihre Tätigkeiten in den jeweiligen Pfarreien. Die Ehefrauen wurden eingeladen, die Herausforderungen zu schildern, die seit Beginn des Studiums ihrer Ehemänner an der Römisch-Katholischen Theologischen Fakultät im Familienleben entstanden sind.
Aus den vorgetragenen Berichten ergab sich ein vielfältiges pastorales Wirken, das sowohl in den Pfarreien als auch in den Filialen stattfindet: die Feier der Wortgottesdienste, die Leitung gemeinsamer Gebete und Andachten – einschließlich des Kreuzwegs –, die Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf die Erste Heilige Kommunion und die Heilige Firmung sowie die Teilnahme an Gesprächen zum Thema Synodalität.
Das Programm wurde mit einem geistlichen Impuls fortgesetzt, der von der Fastenbotschaft des Heiligen Vaters inspiriert war. Anschließend stellten die beiden ständigen Diakone Aspekte ihres Dienstes vor und teilten persönliche Erfahrungen.
Diakon Ladislau Piklor, Vater von fünf Kindern, wirkt in der Pfarrei Dorobanți, im Kreis Arad. Er betonte die Bedeutung des Gleichgewichts zwischen Familie, Beruf und kirchlichem Dienst. Im Mittelpunkt seiner pastoralen Tätigkeit steht die Familie. Die Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf die Erstkommunion und Firmung bietet ihm die Möglichkeit, auch die Eltern stärker in das Gemeindeleben einzubeziehen. An Sonntagen leitet er die Wortgottesdienste, und bei den vom Gemeindepfarrer gefeierten Heiligen Messen hält er die Predigt – ein Dienst, für den er eine gründliche Vorbereitung als unerlässlich betrachtet. In der Gemeinde übernimmt er zudem Aufgaben als Kantor sowie als Berater für verheiratete Paare. Der sensibelste Teil seines Dienstes ist für ihn der Besuch älterer und kranker Menschen. All diese Tätigkeiten übt er ehrenamtlich aus, da er nicht Angestellter der Kirche ist.
Diakon Mihai Kiss ist seit dem 2. Mai 2025 Administrator der Pfarrei Perjamosch. Diese Verantwortung erfordert ein größeres Engagement und mehr Arbeit, da zur Pfarrei noch sechs Filialen gehören. Wie er erklärte, stellte der administrative Bereich aufgrund seiner früheren Erfahrungen keine große Herausforderung dar. Sein Dienst hat vor allem das Ziel, die Gläubigen geistlich zu begleiten und eine lebendige Gemeinschaft aufzubauen, die im Glauben, im Gebet und in der Liebe geeint ist. „Ich wünsche mir, dass jeder Mensch spürt, dass die Kirche ein einladender und unterstützender Ort ist, an dem man geistlich wachsen kann“, sagte der Diakon. Er betonte außerdem die Bedeutung der Vorbereitung der Gemeinde und der Erklärung der Rolle des ständigen Diakons, damit dieser leichter angenommen und unterstützt wird.
Am Ende des Treffens teilte S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, Eindrücke vom nationalen Treffen der Mitarbeiter und Vertreter der Familienpastoral mit und hob hervor, dass die Unterstützung der Ehefrauen eine wesentliche Rolle in der Vorbereitung auf diesen Dienst spielt.
Zum Abschluss kehrten die Teilnehmer geistlich gestärkt und ermutigt nach Hause zurück, im Bewusstsein, dass ihr Dienst zur Pastoral der gesamten Diözese beiträgt.

Pressestelle der Diözese Temeswar