Auch heute wiederholt uns Jesus: »Nehmt den Stein weg«. Gott hat uns nicht für das Grab erschaffen, sondern für das schöne, gute und freudige Leben. Aber »durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt« (Weish 2,24), sagt das Buch der Weisheit, und Jesus Christus ist gekommen, um uns von dessen Fesseln zu befreien.
Wir sind also aufgerufen, die Steine von all dem wegzuräumen, was nach Tod riecht: so ist beispielsweise die Heuchelei, mit der wir den Glauben leben, Tod; die vernichtende Kritik an anderen ist Tod; die Beleidigung, die Verleumdung ist Tod; die Ausgrenzung der Armen ist Tod. Der Herr fordert uns auf, diese Steine aus unseren Herzen zu entfernen, und dann wird das Leben um uns herum wieder aufblühen. Christus lebt, und wer ihn annimmt und an ihm festhält, kommt mit dem Leben in Berührung. Ohne Christus, oder außerhalb von Christus, ist nicht nur kein Leben präsent, sondern man fällt auch in den Tod zurück.
Die Auferstehung des Lazarus ist auch ein Zeichen der Wiedergeburt, die sich im Gläubigen durch die Taufe vollzieht, mit der vollen Einfügung in das Ostergeheimnis Christi. Dank des Wirkens und der Kraft des Heiligen Geistes ist der Christ ein Mensch, der als neues Geschöpf im Leben wandelt: ein Geschöpf für das Leben und das auf das Leben zugeht. (Papst Franziskus, Angelus, 29. März 2020, fünfte Sonntag der Fastenzeit)
Quelle: www.vatican.va







