„Eine Gesellschaft, die ihre Kinder schützt und ihre Familien unterstützt, schützt in Wirklichkeit ihre eigene Zukunft“ – heißt es in der Mitteilung, die auf der Website des Vereins Darul Vieții (Geschenk des Lebens) im Zusammenhang mit der Veranstaltung Marsch für das Leben veröffentlicht wurde, die am Samstag, dem 28. März dieses Jahres, ab 11.30 Uhr stattfand. Das Motto der zwanzigsten Ausgabe dieser Veranstaltung, die im Carmen-Sylva-Park vom Verein „Darul Vieții“ gemeinsam mit mehreren Religionsgemeinschaften und christlichen Organisationen veranstaltet wurde, war eine Stelle aus dem Psalm 139: „Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich im Mutterleib gebildet. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin!“
Bevor sich die Teilnehmer auf die Straßen der Bega-Stadt aufmachten, nahmen viele von ihnen an der Heiligen Messe teil, die um 10.00 Uhr in der griechisch-katholischen Kirche Hl. Maria, Königin des Friedens und der Einheit gefeiert wurde. Danach folgten Ansprachen, die Redner wandten sich von den Stufen der Kirche aus an die Anwesenden.
Ansprache von Pfarrer Ioan Chişărău und Grußworte der Bischöfe
In seiner einleitenden Ansprache erklärte Pfarrer Ioan Chişărău, Seelsorger dieser Gemeinde, Vorsitzender des Vereins „Darul Vieții“ sowie Initiator und Organisator der Veranstaltung, dass die erste Ausgabe des Marsches für das Leben in Temeswar im Jahr 2007 stattgefunden habe. Seitdem wird er jedes Jahr organisiert, jeweils in der Nähe des Festes der Verkündigung des Herrn, am 25. März. Anschließend begrüßte Pfarrer Chişărău S.E. Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof von Lugosch, S.E. Josef Csaba Pál, römisch-katholischer Bischof von Temeswar, Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar, sowie die Pastoren der anderen Konfessionen. Am Marsch für das Leben nahmen neben den christlichen Kirchen auch Pro-Life- und Pro-Familie-Organisationen teil.
In seiner Ansprache betonte S.E. Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof von Lugoj: „Gott hat durch sein Wort Leben gesät. Das ist die grundlegende Motivation dafür, dass wir es fördern und wertschätzen. Bei dieser Veranstaltung haben mich die Worte des heiligen Evangelisten Johannes aus dem ersten Kapitel seines Evangeliums geleitet, wo es heißt: ‘Das Wort war Gott… In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.’ Wie wird das Leben zum Licht? Ich glaube, auch dadurch, dass wir jetzt hier gemeinsam stehen.“
Der nächste Redner war S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof. „Warum ist das Leben für uns so wichtig? Wir Gläubigen wissen, dass das Leben von Gott geschaffen wurde; es ist der größte Schatz, den Gott uns gegeben hat, und wir müssen es vom Augenblick der Empfängnis bis zum natürlichen Tod schützen. Wir alle tragen Verantwortung dafür, den jungen Menschen zu helfen, damit sie den Mut haben, die Kinder anzunehmen, die Gott ihnen schenkt. Wenn wir sagen, dass wir das Leben verteidigen, verteidigen wir in Wirklichkeit das Leben Jesu unter uns“, betonte der römisch-katholische Diözesanbischof.
Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, hob die Bedeutung hervor, allen, die Hilfe benötigen, beizustehen: Familien, Müttern, jungen Menschen oder Kranken. „Lasst uns da sein, lasst uns unser Herz für die Bedürftigen öffnen. Beten wir auch für jene, die unter den Folgen der Kriege leiden.“
Es folgten die Ansprachen der weiteren Gäste: Pastor Gelu Paul von der baptistischen Gemeinde Vox Domini in Temeswar und Vorsitzender der Stiftung „Estera“, Pastor Remus Runcan von der baptistischen Gemeinde Maranata, Pastor Ionuț Pungilă von der baptistischen Gemeinde Betel in Temeswar, Pastor Ticu Leontescu von der Pfingstlergemeinschaft, Ioan Ciobotă von Radio Vocea Evangheliei Timișoara sowie Dr. Cristina Valea, Gründerin der Stiftung Pro Vita Medica.
Die musikalischen Beiträge wurden vom ökumenischen Jugendchor „Harmonia Christi“ unter der Leitung des Musiklehrers Iustin Călin gestaltet.
Weiterer Verlauf des Marsches und zentrale Botschaften
Nach den Ansprachen machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur orthodoxen Metropolitankathedrale und schlossen sich dort den Priestern und Gläubigen dieser Konfession an. Anschließend setzten alle zusammen ihren Weg zum Sitz der Präfektur und des Kreisrats Timiș/ Temesch fort. Seitens der Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Temeswar hielten Lektor Dr. Ierom. Rafael Povîrnaru und Diakon Dr. Răzvan Fibișan ihre Ansprachen.
Der letzte Halt der Teilnehmer war vor der Präfektur des Kreises Timiș/ Temesch, wo der Jugendchor der Kwasizabantu-Mission aus Wojteg sang.
In der auf der Website des Vereins Darul Vieții veröffentlichten Mitteilung heißt es:
„Der Marsch für das Leben ist nicht nur eine öffentliche Kundgebung, sondern ein zivilgesellschaftlicher Appell an die Behörden für:
- die Verabschiedung konsequenter familienfreundlicher Politiken, die die Geburtenrate fördern und Familien mit Kindern konkrete Unterstützung bieten;
- die Schaffung eines wirksamen Unterstützungssystems für schwangere Frauen in Not, damit keine von wirtschaftlichen oder sozialen Zwängen gedrängt wird, ihr Kind aufzugeben;
- die Entwicklung von Beratungs- und Unterstützungsdiensten für Schwangerschaftskrisen, finanziert und getragen durch öffentliche Politiken;
- die Achtung des Rechts der Eltern, ihre Kinder gemäß ihren eigenen Überzeugungen zu erziehen;
- die Stärkung des Status der Familie, gegründet auf der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, als Fundament der Gesellschaft.“
Pressestelle der Diözese Temeswar















