„Durch seine Gnade ist der Heilige Geist der Erste bei der Weckung unseres Glaubens und beim Eintritt in das neue Leben“ – heißt es im Absatz 684 des Katechismus der Katholischen Kirche. Es gibt Momente im Leben der Kirche, in denen der Heilige Geist nicht nur angerufen wird, sondern sichtbar wird in der Weise, wie er die Herzen verwandelt. So sind „Erweckung des Glaubens“ und „neues Leben“ auch für jene 53 Jugendlichen Wirklichkeit geworden, die sich zwei Jahre lang in der Pfarrei Arad-Zentrum unter der Leitung der Franziskaner-Konventualen P. Cristian Tiba OFMConv und P. Zsolt Kalna OFMConv auf den Empfang des Sakraments der Firmung vorbereitet haben. Wie sind diese Wirklichkeiten gewachsen? Unter anderem dadurch, dass – wie P. Zsolt Kalna OFMConv, Guardian des Klosters in Arad-Zentrum, betonte – die Kandidaten am Ende der Vorbereitungszeit zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind.
Die Firmspendung fand am Sonntag, dem 10. Mai d.J., um 11.00 Uhr in der Kirche des hl. Antonius von Padua in Arad-Zentrum durch Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, statt. Neben Eltern und Paten wollten auch viele Gläubige die Jugendlichen im Gebet begleiten.
Zu Beginn der Heiligen Messe wurde Msgr. Johann Dirschl von P. Artur Prenkiewicz OFMConv, dem Ortspfarrer, begrüßt; die Pfarrei wird von den Franziskanern-Konventualen betreut. An der Eucharistiefeier konzelebrierten außerdem Pfarrer Árpád Király, Erzdechant und Pfarrer von Arad-Schega, sowie P. Cristian Tiba OFMConv und P. Zsolt Kalna OFMConv; am Altar dienten die ständigen Diakone Mihai Kiss und Péter Baum. Die musikalische Gestaltung lag beim Kirchenchor unter der Leitung des Organisten László Tankó und Schola Minorita Aradiensis.
In seiner zweisprachigen Predigt (Ungarisch und Rumänisch) überbrachte der Generalvikar die Grüße S.E. Josef Csaba Pál, des Diözesanbischofs, und ermutigte die Firmlinge, den Heiligen Geist mit offenen und freudigen Herzen zu empfangen. „Die Firmung gehört zu den sieben Sakramenten der katholischen Kirche und wird auch als Sakrament der christlichen Reife bezeichnet. Der Kandidat empfängt das Siegel des Heiligen Geistes, ein unauslöschliches Zeichen. Gott liebt uns, deshalb sendet er uns den Heiligen Geist, der uns mit seinen Gaben und seinem Segen stärkt. Das hl. Öl, mit dem ihr auf der Stirn gesalbt werdet, ist das heilige Chrisam, das vom Bischof in der Chrisammesse am Gründonnerstag geweiht wird. Mit dem heiligen Chrisam werden auch die Priester bei der Weihe gesalbt. Durch die Firmung sind wir alle berufen, die Freude darüber, Jünger Jesu Christi zu sein, in die Welt hinauszutragen“, betonte Msgr. Johann Dirschl.
Während der Heiligen Messe rief der Generalvikar in seinem Gebet die Ausgießung des Heiligen Geistes über die Firmlinge herab. Danach folgte die Erneuerung der Taufversprechen und das Glaubensbekenntnis: „Glaubt ihr an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der – wie er sich den Aposteln am Pfingsttag geschenkt hat – sich euch heute in besonderer Weise durch das Sakrament der Firmung schenkt?“ – fragte Msgr. Johann Dirschl die Kandidaten, die mit einer Stimme antworteten: „Ich glaube.“
Nach der Predigt traten die Firmlinge, begleitet von ihrem Paten oder ihrer Patin, vor den Generalvikar, um die Salbung auf der Stirn mit dem heiligen Chrisam zu empfangen, verbunden mit den Worten: „Empfange das Siegel der Gabe Gottes, des Heiligen Geistes.“
Am Ende der Feier ermutigte Erzdechant Árpád Király, Pfarrer von Arad-Schega, die Jugendlichen, den Glauben mutig zu bezeugen und sich in die Aktivitäten der Jugendgruppen der Arader Pfarreien einzubringen. Zugleich lud er sie zum Jugendfestival ein, das am Samstag, dem 16. Mai d.J., in Temeswar stattfinden wird.
Zum Abschluss der feierlichen Heiligen Messe richteten zwei Jugendliche Dankesworte an den Generalvikar, der allen anwesenden Gläubigen seinen Segen erteilte.

Pressestelle der Diözese Temeswar