Leo XIV. wird in ein paar Tagen wegen eines Knotens in der Lunge operiert. Das kündigte er an diesem Sonntag nach seinem Angelusgebet in Rom an.
„Meine Lieben, kürzlich haben die Ärzte bei einigen Kontrolluntersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt“, so der Papst. „Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht. Ich habe mich daher, ihrem Rat folgend, entschlossen, mich operieren zu lassen, um ihn entfernen zu lassen. Der Eingriff ist bereits für die nächsten Tage geplant. Ich danke euch für eure geistliche Nähe und vertraue mich euren Gebeten an.“

Eine Woche in der Gemelli-Klinik
Auf Nachfragen von Journalisten präzisierte der Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, dass der Eingriff für die ersten Tage der kommenden Woche geplant sei. Der anschließende Krankenhausaufenthalt im Gemelli-Klinikum am Stadtrand von Rom werde voraussichtlich etwa eine Woche dauern.

Gute Wünsche für den Papst
Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, ließ wissen, die Katholiken im ganzen Land beteten für einen guten Verlauf des Eingriffs. Auch die italienische katholische Bewegung Comunione e Liberazione hat ihre geistliche Verbundenheit mit Papst Leo XIV. bekundet. Ihr Präsident Davide Prosperi rief die Mitglieder der Gemeinschaften weltweit dazu auf, den Papst in diesen Tagen besonders im Gebet zu begleiten. Italiens Präsident Giorgio Mattarella und Regierungschefin Giorgia Meloni schickten dem Papst Genesungswünsche.
Auch der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Paul S. Coakley, hat die Gläubigen dazu aufgerufen, für Papst Leo XIV. und das ihn behandelnde medizinische Team zu beten. „Die Bischöfe der Vereinigten Staaten schließen sich den Gläubigen und allen Menschen guten Willens an und beten für die Gesundheit des Papstes. Möge die Hand der Chirurgen von Papst Leo vom göttlichen Arzt Jesus Christus geleitet werden“, erklärte Erzbischof Paul S. Coakley, Vorsitzender der US-Bischofskonferenz, in einem X-Post. Er rief dazu auf, sich noch am selben Tag einen Moment Zeit für ein Gebet für den Papst und sein Behandlungsteam zu nehmen.
Die Peruanische Bischofskonferenz rief angesichts der angekündigten Lungenoperation von Papst Leo XIV. die Gläubigen und alle Menschen guten Willens dazu auf, im Oktober, dem Monat der Verehrung des Señor de los Milagros, für die Gesundheit und rasche Genesung des Papstes zu beten, damit er seine Mission im Dienst der Kirche und der Menschheit fortsetzen kann.
In Uruguay bleibt man unterdessen zuversichtlich, was den geplanten Besuch des Kirchenoberhauptes im November angeht: „Das Programm des Papstbesuchs in Uruguay bleibt unverändert“, schrieben die Bischöfe auf X. Die katholische Gemeinschaft vereine sich im Gebet für den Papst, „der sich in den kommenden Tagen einem chirurgischen Eingriff unterziehen wird. Sie betet für einen guten Verlauf der Operation und seine rasche Genesung“, heißt es dort. Unterdessen liefen „die Vorbereitungen für seinen Empfang in Uruguay voller Zuversicht weiter, um ihn willkommen zu heißen und gemeinsam ,eine große Freude‘ zu erleben, so die Bischöfe mit Blick auf das Motto des Besuchs. Leo XIV. wird den Planungen zufolge seine Südamerika-Reise mit einem Aufenthalt vom 6. bis 8. November 2026 in Uruguay beginnen.
Die Zusicherung von Gebet für den Papst kam auch seitens der argentinischen Bischofskonferenz, der zweiten Etappe auf der geplanten Apostolischen Reise im November.

Südamerika-Reise bleibt auf dem Programm
Ebenfalls beim Mittagsgebet verwies auch der Papst auf seine bevorstehende Reise nach Südamerika. Besonders herzlich grüßte er die Mitglieder der Hermandad del Señor de los Milagros („Bruderschaft des Herrn der Wunder“) in Rom sowie die Pilger, die an der Prozession mit dem verehrten Bild des gekreuzigten Christus teilgenommen hatten. Die Verehrung des Señor de los Milagros gehört zu den bedeutenden Traditionen der peruanischen Volksfrömmigkeit. „Danke für euer Gebet für meinen bevorstehenden Pastoralbesuch in Peru“, rief Leo XIV. ihnen zu.
Die apostolische Reise ist vom 6. bis 17. November geplant und führt den Papst nach Uruguay, Argentinien und Peru. In Peru, wo er über zwei Jahrzehnte als Missionar und Bischof tätig war, wird Leo XIV. auch seine frühere Diözese Chiclayo besuchen. Dort wird die Verehrung des Señor de los Milagros seit mehr als einem Jahrhundert besonders intensiv gepflegt. Eine Nachbildung des in Lima verehrten Bildes kam 1907 nach Chiclayo; die Prozessionen entwickelten sich zu einem festen Bestandteil des religiösen Lebens in der Region Lambayeque.

Quelle: www.vaticannews.va/de