Anlässlich des „Timișoara Cities Summit“, organisiert vom Bürgermeisteramt Temeswar, nahm der Präsident Rumäniens, Herr Nicușor Dan, am Dienstag, dem 30. September, als Ehrengast an der feierlichen Eröffnung teil und besuchte anschließend die Domkirche zum hl. Georg, die römisch-katholische Kathedrale von Temeswar. Vor seinem Besuch in diesem historischen Gotteshaus Temeswars traf sich das Staatsoberhaupt im Kunstmuseum (Barockpalais) mit einigen Vertretern der religiösen Konfessionen der Stadt. An dem Treffen nahmen teil: S.E. Josef Csaba Pál, römisch-katholischer Bischof von Temeswar, S.E. Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof von Lugosch, Msgr. Angelo Narcis Pop, Generalvikar der griechisch-katholischen Eparchie Lugosch, Pfr. Dr. Ionel Popescu, Vikar der Rumänisch-Orthodoxen Erzdiözese Temeswar, Pfr. Dr. Marinko Markov, Vikar der Serbisch-Orthodoxen Eparchie Temeswar, sowie Herr Zsombor Kovács, evangelisch-lutherischer Pfarrer in Temeswar.
Begleitet von allen Kirchenvertretern, die an diesem Treffen teilgenommen hatten, begaben sich Herr Nicușor Dan, Präsident von Rumänien, Herr Dragoș Pîslaru, Minister für Investitionen und europäische Projekte, Frau Paula-Ana Romocean, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Temeswar, Herr Marilen Pirtea, Rektor der West-Universität Temeswar und Herr Sorin Maxim, Vorsitzender der Regionalen Entwicklungsagentur West (ADR Vest), zu Fuß zur Domkirche. Dort wurden sie von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar und Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei, sowie von Mitgliedern des Domkapitels, Ordensleuten und Mitarbeitenden des Ordinariats herzlich empfangen.
Zu Beginn des Besuchs stellte S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof von Temeswar, die Domkirche zum hl. Georg vor und erinnerte an Aspekte aus der Vergangenheit und Gegenwart der örtlichen Kirche sowie der Diözese Temeswar, in der sieben Nationalitäten römisch-katholischen Glaubens miteinander leben. Er betonte die Bedeutung des guten Einvernehmens zwischen den Konfessionen: „Heuer haben wir Ostern gemeinsam gefeiert, und um Mitternacht zogen wir in einer Prozession von unserer Kathedrale bis zur Mitte des Domplatzes, wo wir den serbisch-orthodoxen Gläubigen und ihrem Oberhirten aus der gegenüberliegenden Kathedrale begegneten. Es war ein sehr schöner Moment. In dieser, unserer Kathedrale werden die Heiligen Messen in vier Sprachen gefeiert: jeden Sonntag auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch, und darüber hinaus manchmal auch in Singhalesisch, da wir 100–150 Gläubige aus der srilankischen Gemeinschaft haben, die regelmäßig an den Gottesdiensten teilnehmen. Es sind sehr fromme Menschen. Die einzige Taufe, die in dieser Kathedrale erlaubt wurde, war für sie, denn da die Domkirche keine Pfarrkirche ist, werden hier normalerweise keine Taufen gespendet.“ Der Diözesanbischof beschrieb dem hohen Gast auch die Arbeit der Diözese mit Jugendlichen, eine besondere Aufgabe, in die noch viel mehr investiert werden könnte. Domherr Nikola Lauš, Direktor der Diözesankanzlei, ging auf das Projekt zur Restaurierung der Kathedrale ein, das aus europäischen Mitteln finanziert und vor zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde, als die Renovierungsarbeiten feierlich gesegnet wurden.
Der Präsident Rumäniens erklärte seinerseits: „Die soziale Rolle ist für alle Glaubensgemeinschaften in Rumänien von großer Bedeutung, denn es geht um Werte. In einer Zeit, in der Werte relativiert werden, ist es wichtig, dass sie bekräftigt werden. In unserer heutigen Gesellschaft ist die Rolle der Kirchen von besonderer Bedeutung – und dafür danke ich Ihnen.“
Im Anschluss besuchte Präsident Nicușor Dan die Ausstellung „Millennium Csanadiense 1030–2030“, die dem 1000. Jubiläum der Gründung des ehemaligen Bistums Tschanad gewidmet ist – dem Vorgänger der Diözese Temeswar. Durch die Ausstellung führte Dr. Claudiu Călin, Diözesanarchivar. Während der Besichtigung der Ausstellung zeigte der Präsident Interesse an Aspekten der Geschichte der Bischofsstadt Tschanad, der frühen Kirchenarchitektur, den archäologischen Forschungen in Egresch, die von rumänisch-ungarischen Spezialisten durchgeführt werden, sowie den Daten über das Leben und Werk des Seligen Pelbart von T(h)emeswar, der sein Studium in Krakau abgeschlossen hatte.
Dem Präsidenten wurde auch ein Geschenk überreicht: eine Faksimille der Deliberatio supra Hymnum Trium Puerorum, dem Werk des hl. Gerhard, des ersten Märtyrerbischofs der Diözese, sowie die Medaille des hl. Gerhard, die Diözesanauszeichnung. Am Ende seines Besuchs trug sich das Staatsoberhaupt in das Ehrenbuch der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar ein.
Während des Besuchs der Ausstellung «Millennium Csanadiense 1030-2030» spielte Herr Robert Bajkai-Fábian, Domorganist, einige Musikstücke auf der Wegenstein-Orgel. Beim Verlassen der römisch-katholischen Kathedrale, nach dem offiziellen Foto des Besuchs, verabschiedete sich der Präsident von den Gastgebern und den hier anwesenden Vertretern der Konfessionen.
Pressestelle des Bistums Temeswar















