Auf Einladung S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, war am 1. und 2. Mai d.J. Seine Exzellenz Msgr. Edgar Peña Parra, Titularerzbischof von Telepte, Apostolischer Nuntius in Italien und in der Republik San Marino, bisher acht Jahre lang Substitut für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariates des Heiligen Stuhls, zu Gast in der Diözese Temeswar. Das Programm dieser Tage umfasste einen Besuch bei der Metropolie des Banats, wo sich S.E. Msgr. Edgar Peña Parra mit Ioan Selejan, dem rumänisch-orthodoxen Erzbischof von Temeswar und Metropoliten des Banats traf, eine Heilige Messe im Hohen Dom zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, sowie einen Besuch im Wallfahrtsort Maria Radna.
Während seines gesamten Aufenthaltes wurde Erzbischof Edgar Peña Parra von S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, und Msgr. Zoltán Toman, Priester der Diözese Temeswar und derzeit im Dienst des Staatssekretariates des Heiligen Stuhls in Rom, begleitet.
An der am Freitag, dem 1. Mai, um 18.30 Uhr im Hohen Dom zum Hl. Georg gefeierten Heiligen Messe konzelebrierten S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, S.E. Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar, Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, sowie eine Gruppe von Diözesanpriestern. Ebenso nahmen an der Heiligen Messe die 31 Theologiestudenten teil, die sich am Pastoraltheologischen Institut der Römisch-Katholischen Theologischen Fakultät der Babeș–Bolyai-Universität in Klausenburg/Cluj-Napoca auf den priesterlichen Dienst vorbereiten. Die Studenten waren bereits zuvor in Begleitung ihrer Oberen in der Diözese eingetroffen: Dr. István András, Domherr und Rektor, Dr. Dávid Diósi, Vizerektor, Sándor Hurgoi, Präfekt, sowie Dr. Endre Kiss, Spiritual.
„Für uns ist es eine große Ehre und eine große Freude, S.E. Msgr. Edgar Peña Parra, bis vor Kurzem Substitut für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariates des Heiligen Stuhls in Rom, Apostolischer Nuntius, in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Wir heißen auch Msgr. Zoltán Toman und die anwesenden Seminaristen mit ihren Professoren herzlich willkommen“, sagte der Diözesanbischof in seinem einleitenden Wort.
Das Evangelium dieses Festtages – der liturgischen Gedenkfeier des heiligen Josef des Arbeiters, die 1955 von Papst Pius XII. eingeführt wurde – wurde von Miklós-István Barna, Diakon und Theologiestudent im fünften Jahr, vorgetragen.
In seiner Predigt sagte S.E. Msgr. Edgar Peña Parra, Apostolischer Nuntius: „Ich bin hier als Pilger, innerhalb dieser Mauern, die vom Glauben durchdrungen und von einer so reichen Geschichte der Heiligkeit geprägt sind. Es ist das erste Mal, dass ich die Diözese Temeswar besuche, die Nachfolgerin der historischen Diözese Tschanad, die sich darauf vorbereitet, im Jahr 2030 das Millennium ihrer Gründung zu feiern. Die Kathedrale ist das sichtbare Zeichen der Einheit der Diözesankirche, die sich um ihren Hirten, den Bischof, den Nachfolger der Apostel, versammelt. Der Herr lädt uns ein, unseren Blick zu erneuern und Seine Gegenwart im alltäglichen Gefüge des Lebens zu erkennen, in den Menschen und Situationen, die wir allzu leicht für gewöhnlich halten. Deshalb wollen wir unser Gebet erheben: um ein einfaches Herz bitten, offen für das Staunen, gehorsam im Hören, bereit, die Stimme Gottes zu erkennen, selbst dann, wenn sie durch das uns Vertraute erklingt. So wird unser Leben zu einem Raum, in dem Er erneut Seine Wunder wirken kann. Auf diesem Weg begleitet uns die Gestalt des heiligen Josef, den wir heute als ‚Arbeiter‘ verehren: ein gerechter Mann, mit einfachem und offenem Herzen, fähig, Gott im Alltag zu erkennen. In ihm betrachten wir die stille Größe dessen, der das Göttliche in den kleinen Dingen zu entdecken weiß und in tätigem Schweigen die Gegenwart Gottes bewahrt.“
Am Ende der Heiligen Messe überreichten der Diözesanbischof und S.E. Martin Roos, emeritierter Bischof, S.E. Edgar Peña Parra, Apostolischem Nuntius, als Geschenk eine Faksimil-Ausgabe des Werkes des heiligen Gerhard, des ersten Bischofs und Märtyrers unserer Diözese, mit dem Titel: «Deliberatio Gerardi Moresenae ecclesiae episcopi supra Hymnum trium puerorum ad Isingrimum liberalem».
Der musikalische Rahmen des Pontifikalamtes wurde von Domchor Exsultate und vom Domorganisten Robert Bajkai-Fábián gesichert.
Nach der Heiligen Messe traf sich der hohe Gast im Hohen Dom zum Hl. Georg mit der Gruppe der Seminaristen und Professoren aus Karlsburg/Alba Iulia und schenkte jedem ein Bildchen mit Papst Leo XIV. sowie einen Rosenkranz.
Am zweiten Tag des Besuches, dem 2. Mai d.J., begab sich S.E. Edgar Peña Parra, Apostolischer Nuntius, in Begleitung von S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, und Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei, zum Wallfahrtsort Maria Radna, wo sie gemeinsam in der päpstlichen Basilika beteten und die Kloster- und Museumsanlage besichtigten.
Am Nachmittag desselben Tages reisten der Apostolische Nuntius und Msgr. Zoltán Toman weiter nach Großwardein/Oradea weiter.
Pressestelle der Diözese Temeswar















