„Cordi Iesu et Mariae semper“ – Immer dem Herzen Jesu und Mariens angehören. Mit diesem Motto begann Pfarrer Adalbert Jäger vor vierzig Jahren seinen priesterlichen Dienst, und mit derselben Treue steht er auch heute im Dienst Gottes und seiner Kirche. Sein Jubiläum, das im Rahmen der Dankmesse am Sonntag, dem 14. Juni 2026, um 17.00 Uhr in der Frateliaer Josefskirche gefeiert wurde, ist nicht nur ein einfaches rundes Jubiläum, sondern ein Akt des Dankes für die Gnade, die ihn während der vier Jahrzehnte seines Dienstes begleitet und gestärkt hat.
In seinen Erinnerungen gedachte der jubilierende Pfarrer mit Dankbarkeit seiner verstorbenen Eltern, Mária und György, die ihn auf dem Weg zum Priestertum unterstützt hatten, sowie der Salvatorianerpatres Johannes Benedikt Blum, Carolus Haubenreich und Bálint Paskal aus Temeswar-Mehala, bzw. Ronatz, dem Ort seiner Kindheit. Ebenso erinnerte er mit Dank an Ordinarius Konrad Kernweiss, der ihn zum Studium nach Karlsburg/Alba Iulia entsandte, an den Diözesanbischof Sebastian Kräuter sowie an den Titularerzbischof Dr. Adalbert Boros, der ihn zur Wahl seines priesterlichen Mottos inspirierte: „Cordi Iesu et Mariae semper“.
In seiner einleitenden Ansprache begrüßte Pfarrer Adalbert Jäger S. E. Iosif Csaba Pál, den Diözesanbischof, die aus der Diözese Temeswar und aus Ungarn angereisten Priester sowie die Gläubigen, die die Kirche bis auf den letzten Platz füllten. Seitens der anderen Konfessionen waren anwesend: Pfarrer Dr. Eugen Jurca, griechisch-katholischer Pfarrer, Pfarrer Ioan Văran, emeritierter rumänisch-orthodoxer Protopresbyter aus Orawitza, sowie der reformierte Pastor Tökölyi Csaba Krisztián. Am Altar dienten die Diakone Mihai Kiss und Rémusz Horváth.
Die vom Heiligen Stuhl an den Jubilar übermittelte Botschaft, unterzeichnet von S. E. Luis Marín de San Martín, Erzbischof, Almosenier und Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe, wurde vom Diözesanbischof in rumänischer, deutscher und ungarischer Sprache verlesen:
„Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. erteilt von Herzen den Apostolischen Segen anlässlich des 40. Jahrestages der Priesterweihe des Hochwürdigen Jäger Adalbert und erfleht für sein Leben reiche himmlische Gnaden sowie den mütterlichen Schutz der Allerseligsten Jungfrau Maria,
damit er mit immer größerer Treue und innerer Freude seinen priesterlichen Dienst, Gott und seiner Kirche geweiht, fortsetzen möge.
Karlsburg/Alba Iulia, 22. Juni 2026 (1986–2026).
Ex Aedibus Vaticanis, die 27.05.2026.“
In seinem Grußwort an den Jubilar sagte der Bischof der Diözese:
„Wir sind heute hier, um gemeinsam mit dir unseren Herrgott für die 40 Jahre deines Priestertums zu danken. Unsere Kraft und Stärke kommen von Ihm. Von Ihm empfangen wir Trost. Ich war auch bei deiner Primiz, bei der ersten Heiligen Messe, die du vor 40 Jahren gefeiert hast. Danach waren wir viele Jahre lang Nachbarn: Ich war Pfarrer in Reschitza, und du warst Pfarrer in Bokschan und Dechant dieses Dekanats. Ich habe gesehen, dass du dich stets auf die Gnade und Weisheit verlassen hast, die du vom guten Gott empfangen hast.“
Pfarrer Jäger wurde im Namen der Gemeinde von Frau Dana Jichin begrüßt.
Das Evangelium dieses Sonntags wurde vom Diakon Mihai Kiss verkündet.
In seiner Predigt, die er in deutscher, ungarischer und rumänischer Sprache hielt, rief Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, persönliche Erinnerungen an die Familie Jäger wach. Er erzählte, wie die Eltern des Jubilars die Seminaristen aus Karlsburg/Alba Iulia stets herzlich bei sich aufnahmen, wenn diese – von den Studien zurückkehrend – einige Stunden oder sogar einen ganzen Tag auf den Weiterzug in ihre Heimatorte warten mussten.
Zugleich erinnerte der Generalvikar an die Gemeinden, in denen der Jubilar in den vergangenen vier Jahrzehnten als Priester gewirkt hat:
„Ab dem 1. September 1986 war er Kaplan in Neu-Arad; ab dem 1. Februar 1987 Pfarrer in Großscham/Jamu Mare, wo er auch die Filialen Deutsch-Stamora, Morawitza, Deschan, Ferendia und Kopodia betreute. Ab 1989 war er Pfarrer in Gataja, ab 1990 Pfarrer in Deutsch-Bokschan/Bocșa und Tirol/Königsgnad. Seit dem 1. Oktober 2009 ist er als Pfarrer von Temeswar VI. Fratelia auch für die Gemeinden Fratelia B und Alt-Kischoda/Chișoda Veche verantwortlich. Im Jahr 2000 wurde er zum Dechanten von Karasch ernannt, seit 2009 ist er Dechant von Tschanad/Cenad. Seit 2002 trägt er den Titel eines Domherren. Unter der Leitung von Pfarrer Jäger wurde in Fratelia ein neues Pfarrhaus errichtet, das am 22. September 2023 feierlich eingeweiht wurde.“
Am Ende der Heiligen Messe wurde Pfarrer Jäger im Namen des Demokratischen Forums der Deutschen im Banater Bergland von Dr.-Ing. Cristian Paul Chioncel, dem Vizepräsidenten, beglückwünscht, der ihm eine Ehrenurkunde mit folgendem Wortlaut überreichte:
„40 Jahre – eine lange Zeit voller Hingabe, Vertrauen und Gnade. Wir danken Dir für deine unermüdliches Engagement, für Deine weisen Worte und Deine Liebe zu den Menschen. ‹Ich bin bereit› – dieses Versprechen, das Du vor 40 Jahren gegeben hast, hast Du stets mit Leben erfüllt. Wir wünschen Dir Gottes reichen Segen, Gesundheit und viel Freude für Deinen weiteren Dienst, in der Mitten der Menschen, die dich schätzen.
Im Namen der Vorstände: Erwin Josef Țigla, Vorsitzender
Reschitza / Bokschan / Temeswar, Juni 2026“
Zum Abschluss dankte der jubilierende Pfarrer dem Diözesanbischof, den Priestern, den freiwilligen Helfern, den Mitgliedern der Gemeinde Temeswar‑Fratelia sowie allen Gläubigen für die Unterstützung, die ihm während der vier Jahrzehnte seines priesterlichen Dienstes zuteilwurde. Sein Dank galt ebenso dem Kirchenchor unter der Leitung der Organistin Alberta Claudia Kovacs, begleitet von Herrn Leonard Agigheoleanu an der Violine, der den musikalischen Rahmen der Heiligen Messe gestaltete.
Das von freiwilligen Helfern bereits am Morgen vorbereitete Brudermahl fand im Pfarrhof statt.
Das Jubiläum war nicht nur eine dankbare Rückschau auf die Vergangenheit, sondern auch eine Stärkung der Gemeinschaft im Glauben daran, dass Gott all jene begleitet und segnet, die ihr Leben in seinen Dienst stellen.
Pressestelle der Diözese Temeswar
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