Seine Exzellenz, László Német, der Diözesanbischof von Großbetschkerek, kehrte nach der Stabilisierung seines Gesundheitszustands an die Spitze seines Bistums zurück. Ein Brief, der die Geistlichen und Gläubigen der benachbarten, banater Diözese, der darüber informierte, wurde am 11. September auf der Website des Bistums Zrenjanin veröffentlicht. Das Dokument, unterschrieben von Bischof Német, widergeben wir im vollständigen Wortlaug, im Folgenden: Die globale Coronavirus-Epidemie, die die Welt seit Monaten beschäftigt, hat unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf ihre vielen negativen Folgen gelenkt, sondern auch auf die Bedeutung des Schutzes und der Pflege unserer Gesundheit. Leider musste ich diese große Wahrheit vor der Epidemie erfahren. Es war eine schmerzhafte Erkenntnis. Im letzten Herbst hatte ich das Gefühl, dass etwas mit meiner Gesundheit nicht stimmt. Ich wandte mich an einen Arzt und hoffte, dass ich mit seiner Hilfe schnell zu meinem gewohnten Leben zurückkehren würde. Das war leider nicht der Fall. Wie jeder weiß, wurde der ursprünglich für nur zwei Monate geplante Krankheitszustand auf mehrere Monate verlängert. Meine Gesundheit hat sich nicht genug verbessert. Ich war ständig müde, an nichts interessiert und körperlich geschwächt. Meine Ärzte sagten, ich sei einfach „ausgebrannt“ und schlugen vor, mein Leben, mein Arbeitstempo und mein Arbeitspensum zu ändern.               Natürlich war der Heilige Stuhl über meinen monatelangen Heilungsprozess informiert und beschloss im März, einen Apostolischen Administrator zu ernennen, der die Diözese Großbetschkerek leiten und der meine Arbeit erledigen können soll, während ich weiterhin Diözesanbischof bleibe.
So ist der emeritierte Bischof Msgr. Martin Roos in unsere Diözese gekommen. Leider war auch er, aufgrund der COVID-Epidemie, nicht in der Lage, seine gesegneten Tätigkeiten wie beabsichtigt auszuführen, aber dennoch war er, wann immer möglich, anwesend und verstärkte mit seine Anwesenheit die Priester, Ordensleute und alle Katholiken in diesem Teil des Banats. Wir sind ihm für dieseArbeit sehr dankbar. Lasst uns weiterhin für ihn beten, auch wenn wir heute seinen Namen aus dem Kanon streichen, da er seinen Dienst hier unter uns zum Wohle unserer Diözese beendet hat.
Die Epidemie verzögerte auch meine Rückkehr nach Hause. Obwohl ich auf Anraten meiner Ärzte Ende März zur Arbeit gehen wollte, zog es der Heilige Stuhl vor, mich noch eine Weile ausruhen lassen, und so legte ich, auf Grunde eines Gesprächs mit den kirchlichen Oberbehörden den Termin meiner Rückkehr, für den 25. August fest. Seitdem bin ich wieder zu Hause und setze meine Arbeit als Diözesanbischof fort.
Ich möchte dem guten Gott dafür danken, dass diese Rückkehr stattfinden konnte. Der Allmächtige hat mir während meiner Krankheit viele gute Menschen geschickt, die mir mit voller Hingabe geholfen haben, zu heilen. Ich weiß, viele Gläubige aus unsere Diözese und nicht nur, haben für mich gebetet. Gott belohne Sie alle für ihr Geduld und den Gebeten, die mir geholfen haben, heute wieder unter Ihnen zu sein.
Ich möchte jetzt in diesem Brief zwei Dinge ansprechen: die Epidemie und unsere Diözesansynode. Jeder wird gebeten, sich an die staatlichen und kirchlichen Vorschriften zu halten, die zur Eindämmung der Epidemie erlassen wurden! Es ist kein so großes Opfer, die Maske in der Kirche richtig zu tragen. Wenn Sie es beim Einkaufen, in einer Bank oder in einem geschlossenen öffentlichen Bereich tragen müssen, warum sollte dies eine Ausnahme in der Kirche sein? Nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter und warten Sie nicht, bis sich ein geliebter Mensch infiziert. Befolgen Sie stattdessen die Anweisungen.
Unsere Diözesansynode war aufgrund meiner Krankheit und Epidemie etwas „ins Stocken geraten“. Ich möchte dies jetzt wieder auf eine höhere Geschwindigkeit schalten. Wann immer möglich, bitte ich Sie, in kleinen Gruppen, jetzt, da der richtige Zeitpunkt gekommen ist, in unseren Kirchen, auf dem Hof, die Dokumente zu besprechen, die bereits über den Gebrauch der Muttersprache und unsere Medienarbeit in der Diözese verschickt wurden. Die Animatoren werden in naher Zukunft auch neue Materiale erhalten, die jedoch nicht mehr diskutiert werden müssen, sondern eine Form der Weiterbildung für sie darstellen. Mitte Oktober werden wir das letzte Dokument unserer Synodevorbereitungen zu materiellen Gütern und Strukturen versenden. Die letzten Synodentage wurden aufgrund der Epidemie auf den 28. bis 30. Mai 2021 verschoben. Beten wir füreinander, passen wir aufeinander auf!Erteile Euch allen meinen Bischofssegen!

+ László SVD