„Schauen wir auf Maria, um Baumeister der Einheit zu werden, und tun wir dies mit ihrem Einfallsreichtum als Mutter, die sich um ihre Kinder kümmert: Sie sammelt sie, tröstet sie, hört sich ihre Sorgen an und wischt ihre Tränen ab“ – die Worte, die der verstorbene Papst Franziskus in seiner Predigt am 1. Januar 2024 gesprochen hat, sind eine treffende Beschreibung dessen, was die Mitglieder der Gemeinschaft der römisch-katholischen Gläubigen aus Sri Lanka, die in Temeswar arbeiten, am 15. August 2025 erlebt haben, als sie an das Fest ihrer Gemeinde sich so zahlreich und aktiv beteiligten. Die hl. Messe wurde am Hochfest Mariä Himmelfahrt, in der römisch-katholischen Kathedrale, der Hohe Dom zum Hl. Georg in Temeswar zelebriert. Während dieser Heiligen Messe, die um 15.00 Uhr, von Pater Katunayakage Claude Sandaruwan Perera TOR, dem Kaplan der srilankischen Gemeinde in Rumänien, zelebriert wurde, fand die Krönungszeremonie der Statue Unserer Lieben Frau von Madhu und die Proklamation Unserer Lieben Frau als Schutzpatronin der Gemeinschaft der srilankischen katholischen Gläubigen in der Stadt an der Bega statt. An der Heiligen Messe nahmen Seine Exzellenz Mariez Enid Madurika Joseph Weninger, außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka in Bukarest, und Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Bischof der Diözese Temeswar, teil, der sich dem Gast und der Gemeinde im Gebet angeschlossen hat.
Vor der Feier der Heiligen Messe stattete die Botschafterin in Begleitung des Konsularattachés Rasiah Ratheesparan dem Bischöflichen Ordinariat einen Informationsbesuch ab und traf dort mit dem Diözesanbischof zusammen. Seitens der Diözese Temeswar, nahmen an den Empfang des hohen Gastes auch Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar und Dr. Claudiu Călin, Diözesanarchivar teil. Während des Gesprächs erwähnte Frau Botschafterin, dass sie und Herr Ratheesparan zur Zeit auch die Aufgaben eines Konsuls zur Unterstützung der srilankischen Gemeinschaft in Rumänien wahrnehmen. Diese Aufgabe ist nicht einfach, da die Mitglieder der Gemeinschaft in mehreren Städten des Landes leben und arbeiten, so in Bukarest, Temeswar, Arad, Jassy, Bacău, Hermannstadt und Kronstadt. Ihre Exzellenz dankte dem Bischof von Temeswar für seine Unterstützung die er den srilankesischen katholischen Gläubigen sichert und betonte auch die gute Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Bukarest und Seiner Exzellenz Aurel Percă, Erzbischof und Metropolit von Bukarest. Anlässlich des Besuchs trug sich die Botschafterin in das Ehrenbuch der Diözese ein.
Nach dem offiziellen Treffen nahm S.E. Mariez Enid Madurika Joseph Weninger zusammen mit Herrn Rasiah Ratheesparan an der Heiligen Messe teil, die in der Domkirche zum Hl. Georg in singhalesischer Sprache von Pater Katunayakage Claude Sandaruwan Perera TOR zelebriert wurde, sowie an der Krönungszeremonie der Statue Unserer Lieben Frau von Madhu, die dauerhaft neben dem dem Heiligen Johannes Nepomuk geweihten Seitenaltar aufgestellt wurde. Bei dieser Gelegenheit weihte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof von Temeswar, die Krone und den Rosenkranz, die anschließend auf den Haupt der Statue gesetzt wurden. In seiner Ansprache auf Englisch sagte der Diözesanbischof: „Die Mitglieder der srilankesischen Gemeinschaft sind ein lebendiges Zeugnis des Glaubens in unserer Stadt, in Temeswar. Ich hoffe, dass Unsere Liebe Frau von Madhu sie auch in Zukunft beschützen wird. Wir sind hier als Brüder und Schwestern, weil wir Kinder der gleichen himmlischen Mutter sind.“
Am Ende der Heiligen Messe wurden die Mitglieder des neuen Komitees der srilankesischen katholischen Gemeinschaft vereidigt, das die Aufgabe haben wird, der Gemeinschaft in Temeswar zu koordinieren und assistieren. Anschließend nahmen alle Anwesenden an der Prozession mit der Statue der Gottesmutter Maria von Madhu auf dem Domplatz teil.
Auf der Website catholicshrinebasilica.com erfahren wir: „Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Madhu oder Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von Madhu ist ein römisch-katholisches Marienheiligtum im Bezirk Mannar in Sri Lanka. Mit einer über 400-jährigen Geschichte ist dieser Schrein ein Zentrum der Wallfahrt und der Anbetung für die Katholiken Sri Lankas. Der Ort gilt als das heiligste katholische Heiligtum der Insel und ist sowohl für tamilische als auch für singhalesische Katholiken ein bekannter Ort der Verehrung. Die Kirche ist ein Symbol der Einheit nicht nur zwischen Tamilen und Singhalesen, sondern auch zwischen Menschen verschiedener Religionen, einschließlich Buddhisten, Hindus und Protestanten (…) Eine der vielleicht wundersamsten Eigenschaften dieses Marienbildes ist seine ökumenische Anziehungskraft und sein Einfluss. Nur etwa 7 Prozent der Bevölkerung Sri Lankas, Singhalesen und Tamilen, sind Katholiken, aber der Schrein zieht auch buddhistische Singhalesen und überwiegend hinduistische Tamilen an. Das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August 2009 zog nach Angaben von Nachrichtenquellen bis zu fünfhunderttausend Pilger an und brachte Katholiken, Buddhisten und Hindus, Tamilen und Tamilinnen zusammen.
Pressestelle der Diözese Temeswar



















