„Für uns ist dieser Tag eine große Freude und eine besondere Gnade, denn der Besuch unseres Diözesanbischofs stärkt uns immer im Glauben und in unserer Zugehörigkeit zur Heiligen Mutter Kirche. Eine noch größere Freude ist er für die 39 hier anwesenden Jugendlichen, die sich seit langer Zeit auf diesen Tag vorbereitet haben, auf den Empfang des Sakraments der christlichen Mündigkeit. Wir erbitten für sie einen Glauben, der nicht nur innerhalb der Kirchenmauern lebt, sondern vor allem im Alltag, in ihren Entscheidungen, in ihren Beziehungen und im Aufbau ihrer Zukunft. Wir vertrauen darauf, dass dieser Tag nicht nur eine schöne Erinnerung für sie bleibt, sondern auch ein neuer Anfang wird: dass sie den Mut haben zu fragen, zu suchen, zu glauben und Zeugnis für Christus abzulegen“ – mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Daniel Dumitru im Namen der römisch-katholischen Gemeinde Temeswar-Fabrikstadt S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof von Temeswar, während der Firmmesse, die am 21. Juni um 10 Uhr in der imposanten Millenniumskiche gefeiert wurde.
Der Diözesanbischof wurde außerdem von zwei Gemeindemitgliedern auf Rumänisch und Ungarisch begrüßt. Konzelebrant der Heiligen Messe war Kaplan Csaba Váncsa. Die musikalische Gestaltung übernahm der Kirchenchor unter der Leitung des Kantors Emil Dumitresc, unterstützt von den Jugendlichen, die von ihm geführt wurden.
Während der Heiligen Messe wurde neben dem Altar das Jubiläumspilgerkreuz der Jugendlichen aus den Diözesen Szeged-Tschanad, Großbetschkerek/Zrenjanin und Temeswar aufgestellt – ein Symbol der geistlichen Vorbereitung und Gemeischaft auf das 1000‑jährige Jubiläum der Gründung des Bistums Tschanad, dessen Erben diese drei Schwesterdiözesen sind.
„Liebe Jugendliche, die ihr auf die Firmung wartet: Wisst ihr, was der Heilige Geist in euch wirkt, wenn er in euch kommt?“ – fragte der Diözesanbischof die 39 Firmkandidaten während des Ritus. Sie antworteten: „Wir wissen es. Der Heilige Geist will uns heiligen und stärken, damit wir unseren Glauben standhaft bekennen und so leben können, wie dieser Glaube uns lehrt.“
In seiner zweisprachigen Predigt (Rumänisch und Ungarisch) machte der Bischof darauf aufmerksam, dass wir uns oft auf weniger wichtige Dinge konzentrieren und unser Leben mit Wertlosem füllen. Zur Veranschaulichung stellte er ein Gefäß mit großen Steinen auf den Tisch, füllte die Zwischenräume mit kleineren Steinen und goss schließlich Wasser darüber, bis das Gefäß vollständig gefüllt war.
„Liebe Jugendliche, so ist auch unser Leben. Wenn wir mit den wichtigsten Dingen beginnen – dargestellt durch die großen Steine –, findet alles andere seinen Platz. Beginnen wir jedoch mit Dingen ohne Wert, verlieren wir unsere Zeit, und für das wirklich Wertvolle bleibt weder Zeit noch Kraft. Beginnt also mit dem Wesentlichen. Was ist das?“ – fragte der Bischof. Die Jugendlichen antworteten: das Gebet, die Nähe zu Gott, die Gottesfurcht, die Liebe, die Teilnahme an der Heiligen Messe.
„Gott sagt euch, dass der wahre Wert eines Menschen nicht in Likes, Noten, Geld oder Ruhm gemessen wird. Der Mensch ist von Gott geschaffen und geliebt, und deshalb sollen wir als seine Kinder leben. Viele Jugendliche leben mit verschiedenen Ängsten: der Angst, nicht akzeptiert zu werden, der Angst vor Misserfolg, vor der Zukunft, vor der Meinung anderer. Doch Jesus sagt: Fürchtet euch nicht. Warum? Weil Gott mit euch ist. Und wenn Gott in eurem Leben an erster Stelle steht, kann euch niemand das nehmen, was wirklich wichtig ist. Es kann Schwierigkeiten, Enttäuschungen und schwere Momente geben, aber niemand kann euch eure Würde als Kinder Gottes und eure Berufung zum Guten nehmen. Heute, da ihr das Sakrament der Firmung empfangt, gibt euch der Heilige Geist die Kraft, als wahre Jünger Christi zu leben. Gebt euch nicht mit Oberflächlichem und Wertlosem zufrieden. Habt den Mut, Schönes zu träumen, für große Werte zu leben und Gott in die Mitte eures Lebens zu stellen. Ihr werdet entdecken, dass wahre Freiheit nicht bedeutet, alles zu tun, was euch in den Sinn kommt, sondern die Kraft zu haben, das Gute zu wählen“ – betonte der Bischof.
Nach der Predigt rief S. E. Josef Csaba Pál den Heiligen Geist über die Firmkandidaten herab. Nach der Erneuerung der Taufversprechen traten die Jugendlichen – begleitet von ihren Firmpaten – zur Salbung mit dem Heiligen Chrisam, die mit den Worten verbunden war: „Empfange das Siegel der Gabe Gottes, des Heiligen Geistes.“
Am Ende der Feier dankte Pfarrer Daniel Dumitru dem Diözesanbischof für die Spendung des Firmsakraments, ebenso den Eltern, Paten und allen, die die Jugendlichen auf ihrem Glaubensweg begleitet und zur würdigen Gestaltung dieses Festes beigetragen haben.
Vor der Heiligen Messe traf der Bischof die Firmkandidaten, danach führte er ein Gespräch mit Vertretern und Mitgliedern der verschiedenen aktiven Gruppen der Pfarrei: Rosenkranzgruppen, Gebetsgruppen, Jugend- und Familiengruppen, der Gemeinschaft des Neokatechumenalen Weges sowie des Kolpingvereins.
Pressestelle der Diözese Temeswar
Foto: www.facebook.com/media









