Mit dem Apostolischen Schreiben Aperuit illis, das Papst Franziskus am 30. September 2019 in Form eines Motu proprio veröffentlicht hat, wurde der dritte Sonntag im Jahreskreis als „Sonntag des Wortes Gottes“ eingeführt. „Die Beziehung zwischen dem Auferstandenen, der Gemeinschaft der Gläubigen und der Heiligen Schrift ist für unsere Identität äußerst wichtig. Ohne den Herrn, der uns in die Heilige Schrift einführt, ist es unmöglich, sie in ihrer Tiefe zu verstehen. Das Gegenteil ist aber ebenso wahr: Ohne die Heilige Schrift sind die Ereignisse der Sendung Jesu und seiner Kirche in der Welt nicht zu verstehen. (…) Auf besondere Weise einen Sonntag des Kirchenjahres dem Wort Gottes zu widmen ermöglicht es vor allem, dass die Kirche die Handlung des Auferstandenen wieder erfährt, der auch uns den Schatz seines Wortes erschließt, damit wir in der Welt Verkünder dieses unerschöpflichen Reichtums sein können“, betonte Papst Franziskus in diesem Schreiben.
In diesem Jahr, am 25. Januar, hoben die Zelebranten der heiligen Messen in der Domkirche zum hl. Georg, der römisch‑katholischen Kathedrale von Temeswar, in ihren Predigten die Lehren Jesu Christi sowie die Bedeutung des gemeinsamen Lesens der Verse des Alten und Neuen Testaments hervor.
Domherr Zoltán Kocsik, Direktor des Römisch‑Katholischen Theologischen Lyzeums „Gerhardinum“ und Zelebrant der ungarischsprachigen Messe, sprach über drei Themen: die Bekehrung, den Ruf Gottes und die Nachfolge des Herrn – den Weg Jesu, auf dem wir in seinem Wort Orientierung finden.
Domherr Nikola Lauš, Direktor des Bischöflichen Kanzlei, Zelebrant der deutschsprachigen Messe, hob hervor, dass Jesus auch heute zu den Gläubigen und seinen Jüngern spricht. Am Ende der heiligen Messe ermutigte er die Anwesenden, die Heilige Schrift, angefangen mit den Evangelien zu lesen und darüber zu meditieren – als geistliche Nahrung für ihr Glaubensleben.
Die heilige Messe in rumänischer Sprache wurde von S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, gefeiert. In seiner Predigt erinnerte der Bischof an zwei Personen, deren Leben sich durch das Wort Gottes radikal verändert hat, die sich bekehrten und zu Heiligen der römisch‑katholischen Kirche wurden: den hl. Antonius den Großen (Abt) und den hl. Augustinus von Hippo. „Die Heilige Schrift müssen wir vor allem lesen, dann darüber meditieren, sie leben und das, was wir gelesen haben, in die Praxis umsetzen. Und es ist gut, mit anderen zu teilen, welche Wirkung das Wort Gottes auf uns hatte, was Jesus in unserem Leben getan hat“, betonte der Bischof.
Am Ende der heiligen Messe gaben drei Gläubige Zeugnis und teilten den Anwesenden ihre Erfahrungen aus den Bibelkreisen mit, denen sie angehören.
Pressebüro der Diözese Temeswar










