Im Rahmen der von der Römisch‑Katholischen Diözese Temeswar organisierten Begegnungen, mit Gespräche zum Thema Synodalität, fand am Mittwoch, dem 8. April d.J., um 18.00 Uhr im Sitz des Bischöflichen Ordinariats ein Treffen der geweihten Personen aus den verschiedenen Ordensgemeinschaften und Kongregationen statt, die auf dem Gebiet der Diözese Temeswar tätig sind. Anwesend waren Mitglieder des Ordens der Salvatorianer, des Ordens der Minoriten (Franziskaner-Konventualen), der Kongregation der „Notre Dame“-Schwestern, der Kongregation der „Töchter des hl. Franz von Assisi“, der Franziskanerinnen – Töchter der Heiligen Herzen Jesu und Mariens, der Congregatio Jesu (die „Englischen Fräulein“), des Instituts der Schönstätter Marienschwestern sowie der Kongregation der Barmherzigen Schwestern der hl. Johanna Antida Thouret. Die Gesprächsrunde wurde von S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, und von Pfr. Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar, geleitet.

Thema der Gespräche waren vier Punkte aus dem Schlussdokument der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode (2021–2024):

Punkt 118: Wir erkennen, dass die Institute des geweihten Lebens, die Gesellschaften des apostolischen Lebens sowie die Vereinigungen, Bewegungen und neuen Gemeinschaften die Fähigkeit haben, lokal Wurzeln zu schlagen und gleichzeitig verschiedene Orte und Umgebungen miteinander zu verbinden, oft auf nationaler oder internationaler Ebene.

Punkte 144–145: Die Kirche verfügt bereits über viele Orte und Ressourcen für die Bildung missionarischer Jünger: Familien, kleine Gemeinschaften, Pfarreien, kirchliche Vereinigungen, Seminare, Ordensgemeinschaften… Besondere Aufmerksamkeit muss der Katechese geschenkt werden, damit sie – über ihre Rolle in den Wegen der christlichen Initiation hinaus – immer mehr „im Aufbruch“ und nach außen gerichtet ist.

Punkt 151: Die Themen der Soziallehre der Kirche, wie das Engagement für Frieden und Gerechtigkeit, die Sorge um unser gemeinsames Haus und der interkulturelle und interreligiöse Dialog, müssen auch unter dem Volk Gottes stärker verbreitet werden, damit das Handeln der missionarischen Jünger den Aufbau einer gerechteren und mitfühlenderen Welt beeinflussen kann.

Die Fragen, auf die die Anwesenden gemeinsam Antworten zu finden suchten, lauteten:
Zum Punkt 118: Was sollte getan werden, um sicherzustellen, dass diese Bereiche tatsächlich funktionieren und die Einheit untereinander fördern?
Zu den Punkten 144–145: Welche Schritte sind notwendig, um missionarische Jünger zu formen?
Zu Punkt 151: Was können wir für unser gemeinsames Haus tun, für eine kluge christliche Ökologie?
In seinem einleitenden Wort sprach S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, über einige der Ziele des synodalen Pfades: „Wir sollen lernen, einander so zuzuhören, dass wir gemeinsam verstehen, was der Heilige Geist uns mitteilt. Das bedeutet, dass ich auch die Meinung jener Person mit Liebe anhören muss, mit der ich nicht in allem übereinstimme. Zugleich müssen wir auch zu den praktischen Dingen gelangen und die notwendigen Veränderungen vornehmen, damit wir gemeinsam im Glauben und in der Mission wachsen können. Die synodale Bildung ist wichtig, doch meiner Ansicht nach besteht die tiefste Formung darin, dass sich jeder Einzelne von uns persönlich in diesen Weg einbringt.“
Im Anschluss daran, nach dem gemeinsamen Gebet, diskutierten die Anwesenden – in drei Gruppen aufgeteilt – über die vorgeschlagenen Fragen und hoben unter anderem Folgendes hervor:

• die Bedeutung des Dialogs und der Kenntnis der Realität, die Förderung von Begegnungen zwischen den verschiedenen Institutionen und den Mitgliedern der Kongregationen;

• die Offenheit gegenüber den unterschiedlichen staatlichen und kirchlichen Einrichtungen sowie der Austausch von Informationen;

• die Wichtigkeit der gegenseitigen Information über Aktivitäten und Veranstaltungen, die Auswertung gemeinsamer Tätigkeiten, die Mitwirkung am Leben der örtlichen Pfarreien und die Ermittlung von Bedürfnissen im Hinblick auf eine Zusammenarbeit;

• die Bedeutung des Lebenszeugnisses, die Ermutigung zur Entdeckung der eigenen Berufung, Talente und Fähigkeiten;

• die Wichtigkeit des persönlichen wie auch gemeinschaftlichen Beispiels im alltäglichen Leben des Evangeliums;

• die Notwendigkeit, das Ehrenamt zu fördern und Offenheit für Zusammenarbeit zu zeigen;

• die Notwendigkeit, ökologische Bildungsaktivitäten zu organisieren, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene, sowie die Umsetzung der von Papst Franziskus seligen Andenkens in der Enzyklika Laudato si’ formulierten Anliegen;

• die Ermutigung zu einem einfacheren Lebensstil, die Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung (hier hoben die Anwesenden die Bedeutung der Tätigkeit der Regionalen Lebensmittelbank Temeswar hervor);

• die Notwendigkeit einer ökologischen Umkehr: wichtig ist die „Ökologie des Herzens“, damit der Mensch die Schöpfung Gottes und die Umwelt so achtet und schützt wie sich selbst.

Am Ende kündigte Schw. M. Renáta Miklós aus der Kongregation der Notre‑Dame‑Schwestern das Datum des Treffens der geweihten Personen aus den Ordensgemeinschaften sowie aus den römisch‑katholischen und griechisch‑katholischen Frauengemeinschaften des Banats an. Dieses wird am Samstag, dem 25. April d.J., um 11.00 Uhr mit einer Heiligen Messe in der Notre‑Dame‑Kirche, zugleich Kirche der Bulgarischen Personalpfarrei, eröffnet.

Pressestelle der Diözese Temeswar