Das traditionelle Jugendtreffen im Erzdekanat Banater Bergland, bei dem auch die erste Kerze am Adventskranz angezündet wurde, fand am Samstag, dem 29. November 2025, in der Pfarrkirche zur Allerheiligsten-Dreifaltigkeit in Reschitza II. Govândari statt. Die Veranstaltung wurde vom Diözesanjugendzentrum des Bistums Temeswar zusammen mit Pfarrer Mihai Milan Sima aus Klokotitsch, verantwortlich für die Jugendseelsorge im Erzdekanat Banater Bergland, sowie der römisch-katholischen Pfarrgemeinde Reschitza II. Govândari organisiert. Eingeladener Gast des Treffens war P. Tibor Pantea OFM, Rektor der Maria-Schnee-Kirche (Franziskanerkirche) in Klausenburg.
Das Tagesprogramm umfasste Aktivitäten in kleinen Gruppen sowie deren Vorstellung im Plenum, koordiniert von Pater Tibor Pantea OFM. Um 15.00 Uhr fand die feierliche Heilige Messe statt, die auch in diesem Jahr von Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, zelebriert wurde.
Bei ihrer Ankunft wurden die Jugendlichen von Pfarrer Valentin Macedon Hiticaș, dem Ortspfarrer, sowie von Pfarrer Mihai Milan Sima begrüßt. Die Registrierung der Teilnehmer erfolgte durch junge Freiwillige. Anschließend folgte die Einführung in das Thema der Kleingruppenaktivitäten: die Suche nach den Ursachen der Ansteckung und nach dem Gegenmittel zum sogenannten M.L.A.Z.L.-„Virus“, das bedeutet: ein monotones, langweiliges, angespanntes und zielloses Leben.
Zu Beginn wurden die rund 150 jugendlichen Teilnehmer in 10 Kleingruppen eingeteilt, und die Gruppenleiter erhielten jeweils ein Forschungsblatt. Die Aufgabe bestand darin, Antworten auf vier Fragen zu finden:

  1. Was ist der Grund für das Auftreten des sogenannten  M.L.A.Z.L.-„Virus“?
  2. Wer kann sich mit diesem Virus anstecken und warum?
  3. Wie verbreitet sich dieses Virus?
  4. Was könnte das Gegenmittel gegen dieses Virus sein?

Die Antworten der Jugendlichen wurden im Plenum vorgestellt: teils laut vorgelesen, teils ohne Worte – durch eine Pantomim-Szenette. Die Gruppe mit der Nummer 1 antwortete zum Beispiel Folgendes:

  • Gründe für das Auftreten des Virus: fehlendes klares Lebensziel, tägliche Routine, angesammelter Stress, Zeitmangel, geringe Erwartungen und kleine Ziele.
  • Wer kann sich infizieren: Jugendliche ohne Motivation oder Ziele, sozial isolierte Personen sowie jene, die keine Zeit für Gebet oder gute Taten finden.
  • Verbreitung des Virus: durch Glaubensmangel, Stress, Sorgen und Isolation.
  • Das Gegenmittel: Gebet und die Nähe zu Gott, gute Werke und Hilfe für die Mitmenschen, Dankbarkeit für die von Gott empfangenen Gaben.

Unter den Gründen für die Verbreitung des „Virus“ nannten die Jugendlichen auch die übermäßige Nutzung elektronischer Geräte sowie das Beispiel der Erwachsenen in ihrer Umgebung. Als Gegenmittel wurde mehrfach die gegenseitige Unterstützung innerhalb des Freundeskreises sowie das Finden und Ausüben gemeinsamer Aktivitäten hervorgehoben.
Das Mittagessen für die Anwesenden wurde durch das Diözesanjugendzentrum bereitgestellt und vom Restaurant Perla Carașului aus Klokotitsch vorbereitet.
Das Treffen endete mit einer feierlichen Heiligen Messe, die von Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, zelebriert wurde. Eine sehr große Zahl von Priestern konzelebrierte, die die Jugendlichen aus den Pfarreien des Erzdekanats Banater Bergland begleiteten. An der Begegnung nahm auch eine Gruppe Jugendlicher teil, die von ihrer Religionslehrerin aus Alt-Beschenowa im Erzdekanat an der Temesch begleitet wurde. Den musikalischen Rahmen der Heiligen Messe gestalteten mehrere Jugendchöre aus den kroatischen Gemeinden, von Slatina a.d. Temesch sowie aus den beiden Reschitzaer Pfarreien.
„Wir danken Dir, Himmlischer Vater, dass Du uns hier versammelt hast, um gemeinsam die Vorbereitung auf die Geburt des Herrn zu beginnen. Vor diesem Adventskranz bitten wir Dich: lass uns Tag für Tag erkennen, dass Jesus das Licht ist, das die Dunkelheit besiegt, das Leben, das über den Tod triumphiert, die Liebe, die die Herzen erwärmt. Die erste Kerze, die wir heute Abend entzünden, ist die Prophetenkerze, die uns zur Hoffnung einlädt. Unsere Hoffnung ist in Gott und in Seinem Sohn Jesus Christus. Heute entzünden wir diese Kerze, um uns daran zu erinnern, dass Er unsere Hoffnung und die Hoffnung der Welt ist.“ – sprach der Diözesanbischof im Rahmen des Gebetes. Nach der Segnung des Adventskranzes zündete eine junge Frau die erste Kerze an.
Die Predigt während der Heiligen Messe wurde von Pater Tibor Pantea OFM gehalten und war zugleich eine Katechese für die Jugendlichen und die anwesenden Gläubigen: „Eine Geschichte erzählt, dass sich eines Tages der Satan stolz vor dem Herrn Jesus Christus rühmte: «Ich werde die Menschen lehren, dass sie nicht heiraten sollen, sondern im Ausschweifen leben, die ungeborenen Kinder töten, einander hassen, trinken, fluchen, Waffen herstellen und töten. Und ich werde mich amüsieren!» – «Und wenn du all dies eines Tages satt sein werdest, was wirst du mit ihnen tun?» – fragte Jesus. – «Ich werde sie töten» – antwortete der Satan. – «Wie viel verlangst du für ihr Leben?» – fragte Jesus. – «Ach, diese Menschen sind wertlos, ohne Charakter, sie werden dich anspucken, verfluchen, quälen und töten» – antwortete der Satan. – «Wie viel verlangst du für sie?» – fragte Jesus entschlossen. – «Ich verlange dein Blut, dein ganzes Leben, deine Tränen» – kam die Antwort. Und der Herr Jesus hat diesen Preis bezahlt… Jesus sagt: wenn jemand behauptet, dass du zu nichts taugest, nicht singen oder tanzen kannst, keine guten Noten hast, keine außergewöhnlichen Ideen – für mich bist du trotzdem wertvoll, einzigartig. Auch heute bin ich bereit, mein Leben für dich zu geben. Wenn wir wirklich frei sein wollen, dann brauchen wir Ihn. Und wir dürfen niemals vergessen, welchen Preis Jesus für uns bezahlt hat. Die Tatsache, dass wir Ihn kennengelernt haben, ist der Grund, warum wir Ihn erwarten.“
Am Ende der Heiligen Messe dankte Pfarrer Milan Mihai Sima aus Klokotitsch Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, für die Feier der Eucharistie. Der Diözesanbischof wurde im Namen der Gemeinden und der Jugendlichen dieses Erzdekanats anlässlich seines 70. Geburtstages herzlich beglückwünscht. Ebenso gratulierten die Anwesenden Pfarrer Veniamin Pălie, Erzdechant des Banater Berglands, zu seinem Geburtstag.
Am Ende der Heiligen Messe verkündete Pfarrer Marin Matieș, Dechant und Pfarrer von Karansebesch, zusammen mit zwei Jugendlichen unter dem Applaus der Anwesenden, dass im kommenden Jahr das Jugendtreffen des Erzdekanats Banater Bergland sowie das Anzünden der ersten Adventskerze in der Pfarrei Karansebesch stattfinden wird.

Pressestelle der Diözese Temeswar