Heuer fiel das Fest der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria mit dem Fest der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Römisch-Katholischen Theologischen Gymnasiums Gerhardinum zusammen, denn am 8. September fand die feierliche Eröffnung des Schuljahres 2025–2026 statt. Wie in jedem September führten die ersten Schritte der Kleinen und Großen zunächst zum Hohen Dom zum Hl. Georg, der römisch-katholischen Kathedrale in Temeswar, um gemeinsam mit den Lehrkräften und Eltern ein Gebet zu sprechen und die Gnade des lieben Gottes für alle zu erbitten, die in dieses neue Schuljahr eintreten.

Gemäß der schönen Tradition wurden auch in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklassen von ihren Kolleginnen und Kollegen aus den zwölften Klassen herzlich empfangen. Die Kleinen betraten die Domkirche durch einen Blumenbogen und nahmen anschließend, begleitet von ihren Lehrerinnen, in den vorderen Bänken der Kirche Platz.

Das Eröffnungsgebet zum Schuljahresbeginn wurde von Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar und Diözesanschulinspektor, gesprochen. In seiner einleitenden Ansprache übermittelte Msgr. Dirschl den Anwesenden die Grüße S.E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, der sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zum Wallfahrtsort Maria Radna befand, um dort die Heilige Messe mit den Pilgern zu feiern.

An der Schulfeier und am Gebet nahmen auch Pfr. Zoltán Kocsik, Direktor des Gerhardinum-Gymnasiums, sowie Pfr. Piry Radulov, Pfarrer von Winga und Orzydorf, teil. Der Schulchor unter der Leitung des Musiklehrers Iustin Călin bereicherte die Feier mit einem schönen musikalischen Beitrag.

„Wir haben uns heute in unserer Kathedrale versammelt, um zu Beginn dieses neuen Schuljahres den Segen des allmächtigen Gottes zu erbitten. Manche haben die Ferien sehr genossen, andere haben vielleicht die Schule vermisst. Unter uns sind auch jene Schülerinnen und Schüler, die zum ersten Mal unsere Schule betreten. Da wir heute ein Marienfest feiern – die Geburt der Heiligsten Jungfrau Maria –, können wir dieses Schuljahr unter den Schutz und die Fürsorge unserer himmlischen Mutter stellen.“ — sagte Msgr. Johann Dirschl.

Bezugnehmend auf die Verse aus Psalm 42, 1–3, die er vorgelesen hatte, sagte Direktor Zoltán Kocsik: „Wir haben ein biblisches Zitat über das Verlangen nach Glück gehört. Und auch wir könnten uns fragen: Was macht mich glücklich? Musik oder gutes Essen? Mehr lernen? Die Kleinen in den vorderen Bänken haben mit Ja geantwortet. Und ihr, die ihr hinten sitzt – die Gymnasiasten – stimmt ihr ihnen zu? Warum macht es mich glücklich, dass ich lernen darf? Weil ich dadurch mehr über diese Welt erfahre, in der wir leben. Es ist gut, die Welt kennenzulernen, die uns umgibt. Auch Freunde, mit denen wir sprechen können, machen uns glücklich. Der beste Freund aber ist der Liebe Gott, denn Er kennt uns am besten. Und wir können mit Ihm durch das Gebet sprechen. Deshalb sind wir auch heute in die Kirche gekommen: um zu beten, um Gottes Hilfe zu erbitten und Ihn zu bitten, uns alle zu segnen. Denn alles, was wir haben, empfangen wir vom Guten Gott: unser Leben, unsere Gesundheit, unsere Intelligenz und unsere Kraft.“

Anschließend sprachen die Anwesenden gemeinsam das „Vaterunser“ in rumänischer und ungarischer Sprache. Danach erklärte Msgr. Johann Dirschl das neue Schuljahr 2025–2026 offiziell eröffnet. Nach dieser Feier begaben sich die Schülerinnen und Schüler zum Gerhardinum-Gymnasium, um ihre Klassenräume zu beziehen und die Schulbücher entgegenzunehmen, die viele von ihnen neugierig zu durchblättern begannen.

Herzliche Gedanken zum Schuljahresbeginn wurden den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften des Gerhardinum-Gymnasiums auch von der Leitung des St. Gerhards-Werks, Stuttgart, aus Deutschland, übermittelt. Auch in diesem Jahr wird im Oktober eine Gruppe von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften zu einer einwöchigen Studienreise ins Bundesland Baden-Württemberg eingeladen.

„Die Herausforderung des neuen Schuljahres wird nicht verschwiegen, aber als Chance zur Weiterentwicklung und zur Stärkung der Gemeinschaft betrachtet. Neue Projekte, geplante Ausflüge im Inn- und Ausland, fachliche und spirituelle Angebote werden kurz vorgestellt. Um die Vorfreude zu wecken und die Motivation zu stärken.

Die Eröffnung des Schuljahres am Römisch-Katholischen Theologischen Gymnasium Gerhardinum ist weit mehr als ein offizieller Termin. Sie ist ein Fest des Glaubens, des Miteinander und des Neubeginns. Sie verbindet die ganze Schulgemeinschaft im Geist der christlichen Werte und schafft eine inspirierende Grundlage für ein erfolgreiches und erfülltes Schuljahr. Diese Momente des Willkommens schafft eine Atmosphäre der Offenheit und Geborgenheit, in der sich alle Beteiligten angenommen und wertgeschätzt fühlen. Es wird um Weisheit, Geduld, Freude und Gesundheit für das kommende Jahr im Gebet gedacht. Somit wird Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Die Vorstandschaft des St. Gerhard-Werks Stuttgart wünscht den Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen und Schülern im Gerhardinum, Temeswar, im neuen Schuljahr 2025/2026 viel Erfolg in der persönlichen Weiterbildung für Europa.“ – heißt es im Schreiben des Herrn Dipl.-Ing. Josef Lutz, stellvertretender Vorsitzender des St. Gerhard-Werks.

Pressestellè der Diözese Temeswar