Am 6., 12. und 13. November 2025 finden in der Diözese Temeswar Sitzungen für die Priester der drei Erzdekanate – Temesch, Marosch und Banater Bergland – statt. Das gemeinsame Thema der von S. E. Bischof Josef Csaba Pál geleiteten Begegnungen ist die Fortsetzung des synodalen Weges sowie die Umsetzungsphase der Synode 2025–2028 in der Diözese Temeswar.
Am 6. November 2025 versammelten sich die Priester des Erzdekanats an der Temesch in der Aula Magna des Römisch-Katholischen Theologischen Lyzeums Gerhardinum. Die Sitzung begann um 10:00 Uhr in der Kirche des Piaristenordens mit der Heiligen Messe, zelebriert von Diözesanbischof József Csaba Pál.
In seiner auf Rumänisch gehaltenen Predigt sagte Pfarrer Gyula Dorin Filip, Dechant und Seelsorger von Tschakowa:
„Der Weg zu Gott, zu den Mitmenschen, ja sogar der Weg der Kirche, den wir synodal nennen, verlangt Zeit, Geduld, Vertrauen und Ausdauer. Wir können nicht vorwärtsgehen, indem wir drängen, sondern indem wir zuhören und warten. Die tiefere Bedeutung des synodalen Weges der Kirche lautet: Geht nicht allein, sondern gemeinsam. Synodal zu gehen bedeutet, einander zuzuhören, die Gaben des anderen anzuerkennen und den Wert jedes Menschen zu sehen. In einer Welt, die von Wettbewerb, Isolation und Urteil geprägt ist, ist die Kirche berufen, ein Ort zu sein, an dem nicht verglichen, sondern geliebt wird, wo gemeinsam der Weg zur Mitte, zu Christus, gesucht wird.“
Die musikalische Gestaltung der Heiligen Messe wurde von Herrn Krisztián Kelemen, Organist der Pfarrkirche Temeswar III Elisabetin übernommen.
Nach der Heiligen Messe setzte sich das Treffen im Römisch-Katholischen Theologischen Lyzeum Gerhardinum fort. S. E. Diözesanbischof Josef Csaba Pál teilte mehrere Gedanken zur Umsetzungsphase auf Grundlage des Abschlussdokuments der Synode über die Synodalität mit, darunter: das Gespräch im Heiligen Geist; die Notwendigkeit innerer Freiheit, um respektvoll und ohne Rivalität miteinander zu sprechen; Mut zur Äußerung; Offenheit gegenüber anderen und Zuhören.
„Wir brauchen Gott, und wir brauchen einander, um uns in der Erkenntnis der Wahrheit zu ergänzen. Für mich ist dieser synodale Pfad eine große Hoffnung und eine Chance, dass unsere Kirche und unsere Gemeinschaften sich im wahrsten Sinne des Wortes erneuern. Wir hatten bereits mehrere synodale Begegnungen, zum Beispiel mit Ordensleuten, mit Vertretern kirchlicher Bewegungen, mit Gläubigen und Priestern aus zehn Pfarrgemeinden, mit Mitarbeitenden der Diözese, mit Dekanen und mit Mitgliedern des Priestersenats. Ich sehe es so, dass erst jetzt, da wir gemeinsam einen Schritt machen, die eigentliche Umsetzung des Abschlussdokuments beginnt – denn dort, wo ihr dient, in euren Pfarreien und Gemeinschaften, versucht ihr, diesen Geist der Synodalität weiterzutragen. Es ist wichtig, dass wir das Ziel dieses Weges erkennen, die Zielgruppen benennen – für wen und mit wem wir diese Treffen organisieren –, und schließlich die Auswertung: Welche Wirkung hatte dieser Prozess auf die Teilnehmenden?“
Pfarrer Zsolt Szilvágyi, Pastoralvikar und Koordinator des diözesanen Synodalteams, teilte einige seiner persönlichen Erfahrungen mit der Umsetzungsphase, insbesondere im Rahmen der Arbeit mit der Familiengruppe.
Zum Abschluss führten die anwesenden Priester, aufgeteilt in drei Gruppen, Gespräche auf Grundlage von Punkt 72 des Abschlussdokuments: „In einer synodalen Kirche sind die Priester dazu berufen, ihren Dienst in einem Geist der Nähe zu den Menschen zu leben, indem sie allen mit Offenheit und Bereitschaft zum Zuhören begegnen und sich einem authentischen synodalen Stil öffnen. Die Priester bilden „in Einheit mit ihrem Bischof ein einziges Presbyterium“ (LG 28) und arbeiten mit ihm zusammen, um die Charismen zu erkennen und die Ortskirche zu begleiten und zu leiten, insbesondere im Hinblick auf die Wahrung der Einheit.“
Die formulierten Fragen lauteten:

  • Auch Priester brauchen Begleitung und Unterstützung, besonders in den ersten Phasen ihres Dienstes und in Zeiten der Schwäche und Verletzlichkeit. – Was können wir in dieser Hinsicht noch mehr tun?
  • Priester sind berufen, die presbyteriale Brüderlichkeit zu leben und gemeinsam im pastoralen Dienst für ihr Volk zu gehen. Was können wir tun, um dies wirksamer zu verwirklichen?
  • Welche Möglichkeiten sehen Sie für die Zusammenarbeit bei der Unterscheidung von Charismen sowie bei der Begleitung und Leitung der Ortskirche, mit besonderem Augenmerk auf den Dienst der Einheit?
  • Was sollten wir tun, um die Nähe zu den Menschen, die Annahme und die Bereitschaft, allen zuzuhören, besser zu leben?

Die Erzdekanatsitzungen werden nächste Woche wie folgt fortgesetzt: Am Mittwoch, dem 12. November d.J. beherbergt die Pfarrei Dorobanți die Sitzung des Erzdekanats an der Marosch. Das Programm beginnt um 10.00 Uhr mit einer Heiligen Messe. Die Priester des Erzdekanats Banater Bergland treffen sich am Donnerstag, dem 13. November in der Römisch-Katholischen Pfarrei Reschitz I. Maria Schnee und beginnen ihre Begegnung ebenfalls um 10.00 Uhr.

Pressestelle der Diözese Temeswar