Am Donnerstag, dem 9. April dieses Jahres, fand um 15.00 Uhr im Katechese-Saal der Pfarrei Temeswar IV. Josefstadt die ordentliche Generalversammlung der Mitglieder der Temeswarer-Zweigstelle des Malteser Hilfsdienstes in Rumänien (SAMR) statt. Auf der Tagesordnung der Generalversammlung standen sowohl der Tätigkeits- und Finanzbericht für das vergangene Jahr als auch Zukunftspläne.
Die Präsentierung des Berichts für das Jahr 2025 – Drei Dienste mit verlängerter Lizenz
Zu Beginn der Versammlung begrüßte der Vorsitzende Vasile Fekete Nagy die Anwesenden, woraufhin ein geistlicher Moment folgte: ein Gebet, das von Pfr. Péter Szabó, emeritierter Domherr und Kaplan des Malteserordens, geleitet wurde.
Anschließend verfolgten die Mitglieder der SAMR-Gemeinschaft – Fioiale Temeswar aufmerksam die Vorstellung des detaillierten Berichts für das Jahr 2025, der einen Überblick über die Aktivitäten der Organisation sowie über das Engagement und die täglichen Anstrengungen der Mitglieder dieser Gemeinschaft, Mitarbeiter und Freiwillige, im Dienst an Bedürftigen oder älteren Menschen.
Der Präsentation zufolge gelang es im vergangenen Jahr, die Zulassung für die drei Dienstleistungen zu verlängern, die diese Organisation in erster Linie für ältere Menschen anbietet: das Altenheim „Sankt Johann“ mit 20 Plätzen, die Sozialkantine mit einer Kapazität von 100 Personen, die täglich einem Durchschnitt von 67 Begünstigten ein warmes Mittag- und Abendessen anbietet, sowie den häuslichen Pflegedienst für 50 ältere Menschen, die Hilfe im Haushalt, bei der Reinigung oder beim Einkaufen benötigen. Neben dem Wohnheim und der Kantine beherbergt der Sitz des Vereins „Malteser Hilfsdienst in Rumänien – Filiale Temeswar “ in der Gheorghe-Barițiu-Straße in Temeswar auch die Verwaltungsbüros, eine Kapelle und das Zentrum für die Verteilung von Hilfsgütern. Im Rahmen von Gelegenheitsdiensten unterstützt die Organisation wiederholt bedürftige Familien und Menschen, die medizinische Hilfsmittel benötigen. Das Team junger Freiwilliger organisiert regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse in Kindergärten und Schulen, Demonstrationsübungen zur Ersten Hilfe, Hilfe für Obdachlose sowie Blutspenden.
Dem Bericht zufolge wurden im Rahmen der drei zugelassenen Sozialprogramme 1716 Begünstigte betreut, d. h. durchschnittlich 143 Personen pro Monat; über 780 Begünstigte wurden unterstützt, das sind 15 Personen pro Woche im Rahmen des Programms zur Unterstützung von Obdachlosen und über 450 Begünstigte jährlich im Rahmen der Programme zur Unterstützung bedürftiger Familien.
Die vor 35 Jahren gegründete Organisation zählt 82 Freiwillige, darunter 54 aktive Mitglieder und 39 Mitarbeiter, von denen viele in ihrer Freizeit ebenfalls ehrenamtlich tätig sind.
Der Bericht erwähnte auch, dass im Malteser-Zentrum nicht nur körperliche, sondern auch seelsorgerische Betreuung angeboten wird. Im Laufe des vergangenen Jahres feierten Pfarrer Lajos Máthé, aus Dumbrăvița/Neusentesch, Pfarrer Zsolt Szilvágyi, von Temeswar IV. Josefstadt, Kaplan Branko Duma, ebenfalls aus der Josefstadt, und Pfarrer Péter Szabó, emeritierter Domherr, in der Malteser-Kapelle die Heilige Messe und haben die Bewohner des Heims besucht, die sich nicht mehr selbstständig bewegen können. Gleichzeitig haben auch Bewohner anderer Glaubensrichtungen die Möglichkeit, ihren Glauben auszuüben. Mitglieder der Leitung und Vertreter der Organisation nahmen an mehreren kirchlichen Veranstaltungen teil, wie beispielsweise Pilgerfahrten nach Maria Radna oder Exerzitien im Manresa-Zentrum in Klausenburg.
Die folgenden Aktivitäten bereicherten ebenfalls die Bilanz der Erfolge des vergangenen Jahres:
– Spendenaktion für Bedürftige in Zusammenarbeit mit der Lebensmittelbank in Temeswar;
– Feier der Geburtstage der Begünstigten, verschiedener kirchlicher Feiertage, des Kindertags, des Frauentags sowie Gedenkfeier und Anzünden von Kerzen auf dem Friedhof am 1. November, dem Allerheiligen-Tag, an den Gräbern der Gründer und ehem. Leiter der Malteserorganisation in Temeswar, Dr. Ferenc Bárányi, Dr. Ildikó Bárányi und Frau Éva Paul.
– Teilnahme an der Malteserakademie in Micfalău, Siebenbürgen.
– Fachtreffen in Micfalău.
– Teilnahme an den Ungarischen Kulturtagen in Temeswar.
Wie in jedem Jahr lag auch 2025 der Schwerpunkt auf der Mittelbeschaffung durch die Umleitung von 3,5 % der Einkommensteuer natürlicher Personen bzw. von maximal 20 % der Körperschaftssteuer verschiedener Unternehmen sowie auf der Suche nach neuen Sponsoren. Sammelboxen stehen im Supermarkt Auchan und Carrefour, in den Tifel-Geschäften sowie in der Konditorei Codrina bereit.
Die Arbeit der jungen Freiwilligen
Aus dem Bericht der maltesischen Jugendfreiwilligen, den Herr Laurențiu Steț, der Leiter der Jugendgruppe SAMR-Filiale Temeswar, vorstellte, erfuhren die Anwesenden, dass dieses Team die Tradition der Nächstenliebe fortgeführt hat. Hier einige Zahlen:
– Über 40 einzelne Begünstigte der Aktivitäten für Obdachlose;
– 30 Begünstigte der Weihnachtspakete und der Pakete zum Welttag der Armen;
– 30 Kinder nehmen regelmäßig an den Aktivitäten des H-ABC-Programms teil;
– Über 15 Erste-Hilfe-Workshops in Schulen und Einrichtungen sowie weitere 15 Veranstaltungen, bei denen Erste-Hilfe-Maßnahmen gewährleistet wurden;
– 20 Begünstigte, denen im Rahmen des Projekts „Plan Zero“ geholfen wurde, während der Winterzeit in Notunterkünfte zu gelangen;
– 30 aktive Freiwillige während der durchgeführten Veranstaltungen und Aktivitäten;
– Über 100 Kinder, die an den Aktivitäten und Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung „Weltarmutstag des Malteserordens“ teilgenommen haben.
Zukunftspläne
Was die Zukunftspläne angeht, so sind diese zwar nicht übertrieben, erfordern aber dennoch beharrliche Arbeit:
– Fortsetzung der Renovierungsarbeiten am Sozialzentrum in der Gheorghe-Barițiu-Straße (Fassaden und Dächer der Gebäude sowie Erneuerung der Pflasterung im Innenhof).
– Erneuerung des Fuhrparks, der für den Betrieb der drei lizenzierten Programme erforderlich ist.
– Anschaffung eines funktionsfähigen Krankenwagens für den Einsatz in den von Freiwilligen durchgeführten Programmen.
– Einwerbung von nicht rückzahlbaren Fördermitteln durch die Ausarbeitung spezifischer Programme.
– Verbesserung der Qualität und Diversifizierung der Dienstleistungen, um möglichst vielen bedürftigen Menschen helfen zu können, getreu dem Motto des Malteserordens: „Tuitio Fidei et Obsequium Pauperum“ – „Verteidigung des Glaubens und Hilfe für die Bedürftigen“
Die Generalversammlung endete mit dem maltesischen Gebet, geleitet von Pfr. Lajos Máthé, Seelsorger in Neusentesch und geistlicher Leiter der maltesischen Niederlassung in Temeswar.
Pressestelle der Diözese Temeswar













