„Réquiem ætérnam dona eis, Dómine. Et lux perpétua lúceat eis“ – erklangen am Montag, dem 2. November, im Hohen Dom zum Hl. Georgs, der römisch-katholischen Kathedrale von Temeswar, die Klänge des Requiems in Es-Dur, op. 84, das Josef Gabriel Rheinberger im Jahr 1867 komponiert hat. Das Werk wurde vom Domchor unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Kindl im Rahmen der Heiligen Messe zum Gedenktag Allerseelen aufgeführt. Die Messe begann um 8.00 Uhr und wurde von Seiner Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, zelebriert.
Gemeinsam mit dem Diözesanbischof beteten die konzelebrierenden Priester für die Seelen der verstorbenen Bischöfe, Domherren, Priester und Gläubigen unserer Diözese sowie ihrer Vorgängerin, des Bistums Tschanad. Es waren dies: Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, Pfr. Zsolt Szilvágyi, Bischofsvikar für die Pastoral und Pfarrer von Temeswar IV Josefstadt, Domherr Nikola Lauš, Direktor der Bischöflichen Kanzlei, Domherr Zoltán Kocsik, Rektor der Kirche des Piaristenordens, Domherr Adalbert Jäger, Dechant-Pfarrer von Temeswar VI Fratelia, Pfr. Augustin Bărbuț, Seelsorger von Temeswar IX Allerheiligste Dreifaltigkeit, P. Anthony Laxman Tissera, TOR, ernannter Kaplan für die srilankische Gemeinschaft in der Diözese Temeswar, Pfr. Péter Szabó, emeritierter Domherr, sowie Pfr. József Hajdú, emeritierter Seelsorger. An der Orgel spielte Univ.-Lekt. Dr. Silviana-Ana Cîrdu.
In seinen einleitenden Worten betonte der Diözesanbischof, dass wir an diesem dem Gedenken aller verstorbenen Gläubigen gewidmeten Tag dazu aufgerufen sind, die Gnade des guten Gottes zu erbitten, damit unser Glaube an die Auferstehung und das ewige Leben gestärkt werde.
In seiner Predigt hob Pfr. Adalbert Jäger hervor, dass das Gedenken an alle verstorbenen Gläubigen zur Glaubenswahrheit gehört, denn in der Gemeinschaft der Heiligen verbindet die Liebe jene, die auf Erden leben, mit jenen, die bereits zum ewigen Leben heimgegangen sind.
Mit Blick auf die in der Krypta des Domes beigesetzten Verstorbenen erinnerte er an einige Persönlichkeiten, die er persönlich gekannt hatte. Dazu zählten Pfr. Dr. Josef Waltner, ehemaliger Direktor der Bischöflichen Kanzlei und Dompropst, Pfr. Iván Frigyér, Domherr und Ordinarius substitutus, der Titularerzbischof Dr. Adalbert Boros sowie Sebastian Kräuter, Bischof von Temeswar.
Unter Bezugnahme auf die Worte des heiligen Apostels Paulus – „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20) – erinnerte Pfr. Jäger daran, dass der Tod für Christen nicht das Ende, sondern der Beginn des ewigen Lebens ist.
Er berichtete auch von einer persönlichen Erfahrung und bekannte, dass er nach dem Tod seiner Eltern, die kurz nacheinander verstorben waren, erkannt habe, dass ohne den Glauben an die Auferstehung Christi Worte des Beileids leer und inhaltslos blieben.
Abschließend ermutigte er die Gläubigen, im Monat November die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen, für sie zu beten und in der Hoffnung auf die Auferstehung für ihre Seelen die ewige Ruhe zu erbitten.
Nach der Heiligen Messe hielt der Diözesanbischof in der Krypta der Domkirche zum Hl. Georg die Gebete für die Verstorbenen. Dort beteten die Priester und Gläubigen für die Seelen jener, die in dieser Kathedrale ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Pressebüro der Diözese Temeswar