Am 15. und 16. September 2026 nahm eine 53-köpfige Delegation der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar unter der Leitung von Diözesanbischof Josef Csaba Pál an einem interdiözesanen Erfahrungsaustausch teil. Im Rahmen des Treffens wurden die Diözese Szombathely in Ungarn sowie die Diözese Graz-Seckau in Österreich besucht. Das Programm umfasste gegenseitige Präsentationen der drei Diözesen, direkte Gespräche über konkrete pastorale Themen sowie gemeinsame Gebetszeiten und Begegnungen in brüderlicher Gemeinschaft.

Erster Tag – Szombathely

Die Gruppe brach am Morgen von Temeswar auf und legte in der Nähe von Arad einen Zwischenstopp ein. Gegen Mittag erreichte sie Szombathely. Nach dem Bezug der Unterkunft fand um 15 Uhr die allgemeine Vorstellung der beiden Diözesen statt. Daran schloss sich eine etwa eineinhalbstündige Gesprächsrunde zu konkreten pastoralen Bereichen an.
Von Seiten der Gastgeber sprach der Pastoralvikar der Diözese Szombathely, Dr. Róbert Kürnyek, über die Wallfahrt der Kinder, die sich auf die Erstkommunion und die Firmung vorbereiten, über die Feier von Ehejubiläen sowie über die Schulpastoral.
Im Rahmen des Treffens stellte Herr István Kiss, Direktor der Caritas, die Tätigkeit der diözesanen Caritas sowie deren Netzwerk von Einrichtungen und Mitarbeitenden vor. Den Bereich der Jugendarbeit präsentierte Pfarrer Benedek Pongrácz, Schulseelsorger. Er stellte die verschiedenen Aktivitäten und Lager für Jugendliche vor.
Zum Abschluss teilte Weihbischof Szabolcs Benedek Fekete einige Gedanken über die Arbeit mit Priestern, die gemeinsame Reflexion sowie über die persönliche Nähe zu den Priestern als Teil des pastoralen Dienstes.
Anschließend stellten auch die Vertreter der Diözese Temeswar ihre Arbeit in den Bereichen Jugendpastoral, Familienpastoral, Erwachsenenbildung sowie Kommunikation und Presse vor.
Am selben Tag besichtigte die Delegation der Domkirche von Szombathely. Der Tag endete mit einer Stadtbesichtigung und einem gemeinsamen Abendessen.

Zweiter Tag – Graz

Der zweite Tag begann mit der Heiligen Messe. Anschließend nahmen die einzelnen Fachbereiche der Temeswarer Delegation an eigenen Programmpunkten teil. Um 11 Uhr brach die Gruppe nach Graz auf und kam dort gegen Mittag an.
Um 15 Uhr fand das Treffen mit der Diözese Graz-Seckau sowie die gegenseitige Vorstellung der beiden Diözesen statt. Das Format entsprach dem des Vortages: Auf eine allgemeine Präsentation der beiden Diözesen folgte eine Gesprächsrunde zu pastoralen Bereichen wie Jugend, Familie, Erwachsenenbildung und Kommunikation.
Die Diözese Graz-Seckau verfügt über eine stärker ausdifferenzierte Organisationsstruktur mit verschiedenen Bereichen, darunter Seelsorge und Gesellschaft, Bildung, Kunst und Kultur sowie Wirtschaft und Ressourcen. Der Bereich „Seelsorge & Gesellschaft“ umfasst unter anderem die Seelsorge, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie den Bereich „Identität und Lebensstile“.
In der Diözesanleitung wird Anna Hollwöger laut den offiziellen Quellen als Verantwortliche für den Bereich „Seelsorge & Gesellschaft“ geführt. Monika Brottrager-Jury gehört zur Leitung dieses Bereichs.
Für den Bereich Familie wird Katrin Windischbacher als Leiterin des Fachbereichs Familie sowie als Verantwortliche für den Bereich „Identitäten und Lebensstile“ genannt.
Den Bereich „Bildungsmanagement & Erwachsenenbildung“ koordiniert Martina Platter. Gleichzeitig ist sie Geschäftsführerin des Katholischen Bildungswerks Steiermark.
Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verfügt die Diözese Graz-Seckau über einen eigenen Bereich, der in die Struktur „Seelsorge & Gesellschaft“ eingebunden ist. Im Bereich der Jugendpastoral wird unter anderem Andrea Platzer genannt, die bei der Katholischen Jugend Steiermark für die Jugendpastoral verantwortlich ist.
Auch die Kommunikation bildet einen eigenen Bereich innerhalb der diözesanen Struktur. Die offiziellen Quellen der Diözese Graz-Seckau führen einen „Prozessbereich Kommunikation“, der für die Kommunikationsprozesse der Diözese zuständig ist.
In der Diözese Graz-Seckau gibt es außerdem verschiedene spezialisierte pastorale Bereiche. Dazu gehören Liturgie, Spiritualität, interreligiöser Dialog, Schöpfungsverantwortung, Kultur sowie Seelsorge in besonderen Situationen. Auf Ebene der Katholischen Stadtkirche Graz koordiniert beispielsweise Mag. Robert Hautz das Kircheneck und den Bereich Spiritualität, während Johanna Walcher für die Bereiche Liturgie und interreligiösen Dialog verantwortlich ist. (Katholische Stadtkirche Graz)
Das Treffen in Graz bot somit die Möglichkeit, konkret kennenzulernen, wie eine österreichische Diözese ihre pastorale Arbeit sowie die Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen und Verantwortungsbereichen organisiert.
Das Programm wurde mit einer Besichtigung der Stadt Graz und einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt. Gegen 20 Uhr trat die Delegation die Rückfahrt nach Temeswar an.

Ein solcher Erfahrungsaustausch zwischen Diözesen bietet die Möglichkeit zur gegenseitigen Begegnung und zum Austausch pastoraler Erfahrungen. Die Treffen in Szombathely und Graz ermöglichten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, unterschiedliche Organisationsformen, pastorale Initiativen und Formen der Zusammenarbeit in Bereichen wie Jugend, Familie, Erwachsenenbildung, Caritas und Kommunikation kennenzulernen. Gleichzeitig trug die Begegnung dazu bei, die Verbindungen zwischen den Ortskirchen im Banat, in Westungarn und in der Steiermark zu stärken.

Pressestelle der Diözese Temeswar