„Am Samstag, den 29. März dieses Jahres, haben wir wieder einmal die Gelegenheit, unsere Solidarität mit den ungeborenen Kindern und der nächsten Generation zu demonstrieren – ein Thema, das in unserer postmodernen und dekadenten Kultur, die eifrig auf die Werte des eigenen Ichs und des unmittelbaren Komforts ausgerichtet ist und das Wohlergehen der gesamten Gesellschaft aus den Augen verliert, immer mehr an den Rand gedrängt wird“ – heißt es auf der Website des Vereins «Darul Vieții» (Geschenk des Lebens), deren Vorsitzender Ioan Chișărău, Pfarrer der griechisch-katholischen Kirche Hl. Maria, Königin des Friedens und der Einheit in Temeswar, der Initiator und Organisator dieser Veranstaltung ist. Der erste Marsch für das Leben in Temeswar fand 2007 statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung, die in Temeswar am Samstag, den 29. März ab 12.00 Uhr im Carmen-Sylva-Park vom Verein „Geschenk des Lebens“ in Zusammenarbeit mit mehreren Konfessionen und christlichen Organisationen organisiert wurde, war: „Jeder Mensch zählt“.
Bevor sie auf der Bega durch die Straßen der Stadt fuhren, nahmen viele der Teilnehmer an der Heiligen Messe teil, die um 10.00 Uhr in der Kirche Hl. Maria, Königin des Friedens und der Einheit, von S.E. Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof von Lugosch, zelebriert wurde. Nach der Liturgie folgten Ansprachen, wobei die Redner von den Stufen der Kirche aus zu den Anwesenden sprachen.
Pfr. Ioan Chișărău, Seelsorger dieser Gemeinde, begrüßte Seine Exzellenz Ioan Călin Bot, Bischof der griechisch-katholischen Eparchie Lugosch, Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar der römisch-katholischen Diözese Temeswar, die Seelsorger der anderen Religionen und Konfessionen und nicht zuletzt die Gäste der Veranstaltung: Pater Alfredo Maria Tortorella, Ordenspriester der Kongregation «Diener der Kranken», in Italien auch als Kamillianerorden bekannt, Pater Francesco Giordano, Direktor von «Human Life International» für Rom und Europa, und Pater Rolf Schönenberger, Gründer der Osteuropahilfe Stiftung „Triumph des Herzens“, aus der Schweiz. Von Seiten der römisch-katholischen Kirche war auch Pfr. Simon Ciubotaru, Seelsorger von Temeswar VII. Freidorf anwesend. Neben den erwähnten christlichen Konfessionen nahmen auch Pro-Life- und Pro-Familien-Organisationen an dem Marsch für das Leben teil.
In seiner Ansprache sagte S.E. Ioan Călin Bot, griechisch-katholischer Bischof von Lugosch: „Wir sind hier, wie immer, als Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen in der Stadt Temeswar, und wahrscheinlich nicht nur, um zu zeigen, dass wir das Leben lieben, dass wir es in all seinen Formen schätzen. Wir bitten Gott, mit Barmherzigkeit auf uns zu schauen, aber gleichzeitig auch diejenigen zu inspirieren, die Entscheidungen für das Leben treffen müssen.“
Der nächste Redner war Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar, der die Grüße S.E. Iosif Csaba Pál, Bischof von Temeswar, überbrachte, der sich zur Zeit in Rom aufhält: „Wenn wir uns umschauen, sehen wir, dass Gott den Park grün gemacht hat, die Blumen zeigen ihre Schönheit, wir sehen, dass das Leben überall aufblüht. Nur wir Menschen haben es geschafft, dass das Leben vor Gottes Willen, vor ihrem eigentlichen aufblühen endet. Deshalb wollen wir besonders für das Leben beten, für diejenigen, die in Schwierigkeiten sind, nicht nur für Mütter, vielleicht auch für Väter und ihre Familien.“
Es folgten die Reden und Ansprachen der anderen Gäste: Pater Francesco Giordano, Pater Alfredo Maria Tortorella, Pater Rolf Schönenberger, Pastor Alexandru Neagoe von der Baptistenkirche Bethel und Herr Ghiță Alecsei, Direktor der Stiftung „Estera“ in Temeswar.
Nach diesen Reden begaben sich die Anwesenden gemeinsam mit den Priestern und Gläubigen des orthodoxen Glaubens zur rumänisch-orthodoxen Metropolitankathedrale, von wo aus die Teilnehmer ihren Marsch zum Sitz der Präfektur und des Kreisrates Temesch fortsetzten.

Pressestelle der römisch-katholischen Diözese Temeswar