Das Jahr 2026 bringt zahlreiche Jubiläen mit sich, die den Glauben und das geistliche Erbe unserer Gemeinschaften sowie die jahrhundertealte Geschichte dieser Diözese wiederspiegeln. Die Jahrestage der Gründung und Neuordnung der Pfarreien, die Gedenktage des Baus und der Weihe unserer Kirchen sowie jene Ereignisse der Vergangenheit, die diese Region geformt haben, laden uns ein, mit Dankbarkeit auf die wichtigen Momente unserer Geschichte zurückzublicken und dieses Erbe weiterzutragen. Die folgende Zusammenfassung hat das Ziel, diese bedeutenden Ereignisse in Erinnerung zu rufen.

2026 – 1046 = 980 Jahre seit dem Martyrium des hl. Gerhard, des ersten Bischofs der Diözese Tschanad. Im Jahr 1046, in einer unruhigen Zeit, forderten einige ungarische Rebellen die Rückkehr zum Heidentum und die Zerstörung der christlichen Kirche. Die Bischöfe des Landes versammelten sich in Ofen (Buda), um den neuen Herrscher davon abzuhalten, diesen Forderungen nachzugeben. Am 24. September 1046 wurde Gerhard von den Rebellen gefangen genommen, gesteinigt und getötet; sein Körper wurde von einem Felsen in die Donau geworfen – von dem Hügel, der heute seinen Namen trägt: dem Gellértberg/ Gerhardsberg.

2026 – 1156 = 870 Jahre seit dem Baubeginn der Propsteikirche des hl. Martin von Tours in Orod, dem heutigen Glogowatz/Vladimirescu im Kreis Arad, in Anwesenheit von König Andreas II. und Königin Jolande de Courtenay.

2026 – 1226 = 800 Jahre seit dem Tod des hl. Franz von Assisi, des Gründers des Ordens der Minderen Brüder – der Franziskaner –, die bereits zu Lebzeiten des Heiligen auf dem Gebiet unserer Diözese präsent waren. Im Jahr 1926 – also vor 100 Jahren – wurde anlässlich des 700. Todestages des hl. Franz von Assisi in Radna, auf dem Hügel hinter dem Kloster, seine Marmorstatue errichtet, zusammen mit sechs weiteren Statuen von Heiligen des Franziskanerordens: der hl. Klara, der hl. Agnes, der hl. Elisabeth, des hl. Antonius von Padua, des hl. Johannes von Capestrano und des hl. Ludwig IX., König von Frankreich.

2026 – 1526 = 500 Jahre seit der Schlacht bei Mohács, in der die Armee des Königreichs Ungarn – unterstützt von weiteren europäischen Streitkräften – unter der Führung des jungen Königs Ludwig II. von der zahlenmäßig überlegenen Armee des Osmanischen Reiches besiegt wurde, die von Sultan Süleyman I. (dem Prächtigen, bzw. dem Gesetzgeber) angeführt wurde. Auf dem Schlachtfeld fanden sowohl der erst 20‑jährige König Ludwig II. als auch – neben mehreren anderen Bischöfen und Erzbischöfen – Franciscus de Chahol, Bischof von Tschanad, den Tod.

2026 – 1716 = 310 Jahre seit der Befreiung der Festung Temeswar und dem Beginn der Wiederbelebung des pastoralen Lebens in der Stadt und in der gesamten Diözese.

2026 – 1726 = 300 Jahre seit der Wiedererrichtung der römisch‑katholischen Pfarrei Karaschowa. Die erste urkundliche Erwähnung der Pfarrei finden wir im päpstlichen Zehntregister von 1333.

2026 – 1736 = 290 Jahre seit der Grundsteinlegung der St.-Georg-Doms, der römisch‑katholischen Kathedrale von Temeswar. Am 6. August 1736 legte Adalbert Eusebius Anton Baron von Falkenstein, Bischof von Tschanad, in Temeswar den Grundstein für eine neue Kathedrale der Diözese. Der Bau der Kathedrale stand unter dem Patronat von Kaiser Karl VI. und Maria Theresia, die die bedeutendsten Ingenieure ihrer Zeit nach Temeswar entsandten.

2026 – 1736 = 290 Jahre seit der Gründung der römisch‑katholischen Pfarrei in Ghiorok. Im Schematismus der Diözese wird präzisiert, dass der Ort im Jahr 1736 mit Ungarn aus Siebenbürgen, aus dem Szeklerland sowie aus den Komitaten Tschanad und Békés besiedelt wurde, dazu mit einigen deutschen Familien.

2026 – 1741 = 285 Jahre seit der Gründung der römisch‑katholischen Pfarrei in Dognatschka.

2026 – 1751 = 275 Jahre seit der Weihe der römisch‑katholischen Kirche „Hl. Franz von Assisi“ in Deutsch-Saska.

2026 – 1756 = 270 Jahre seit der Grundsteinlegung und dem Baubeginn der Basilika Maria Radna. Das Kirchenschiff ist 56,2 m lang und 19,8 m breit, wobei es sich im Altarraum auf 9,3 m verengt. Die Höhe des Schiffes beträgt 20,6 m, die des Altarraums 18,8 m. Die Türme – die zuletzt fertiggestellt wurden – erhielten 1911 (vor 115 Jahren) ihre heutige Höhe und messen nun 67 m. Das Gewölbe des Kirchenschiffs ist in fünf Segmente unterteilt. Über dem Hochaltar befindet sich ein Fresko, das die Aufnahme der Gottesmutter Maria mit Leib und Seele in den Himmel darstellt; es wurde 1762 vom Wiener Künstler Ferdinand Schießl gemalt.

2026 – 1756 = 270 Jahre seit der Wiedererrichtung der römisch‑katholischen Pfarrei in Neu-Moldowa. Die Pfarrei bestand bereits zwischen 1726 und 1737 in Alt-Moldowa und wurde um das Jahr 1756 an ihrem heutigen Standort neu gegründet. Die dem hl. Johannes dem Täufer geweihte Kirche wurde zunächst in den Jahren 1777–1778 erbaut, jedoch 1788 in Brand gesetzt. 1791 wurde sie wieder aufgebaut, dann 1848 erneut zerstört und niedergebrannt. Im Jahr 1852 erfolgte der erneute Wiederaufbau.

2026 – 1766 = 260 Jahre seit der Gründung mehrerer römisch‑katholischer Pfarreien unter dem Tschanader Bischof Franz Anton Graf Engl von und zu Wagrain: Billed, Sackelhausen (heute Filiale der Pfarrei Temeswar V. Mehala), Schöndorf (heute Filiale der Pfarrei Lippa), Neudorf (heute von der Pfarrei Lippa betreut), Hatzfeld, Maria‑Tschiklova (Wallfahrtsort, heute Filiale der Pfarrei Orawitz), Großsanktnikolaus, sowie die Pfarreien Opowa, Homolitz, Jabuka/Apfeldorf, Startschowa (Starčevo) und Kuvin, die sich heute auf dem Gebiet der Diözese Groß-Betschkerek/ Zrenjanin in Serbien befinden.

2026 – 1786 = 240 Jahre seit der Gründung der römisch‑katholischen Pfarrei Bakowa, sowie der folgenden Pfarreien: Darowa (heute Filiale der Pfarrei Lugosch), Groß-Scham (heute Filiale der Pfarrei Gataja), Ebendorf (heute Filiale der Pfarrei Lugosch), Moritzfeld (heute Filiale der Pfarrei Gataja), Wetschehausen (heute Filiale der Pfarrei Lugosch). Dies geschah während der Amtszeit des Tschanader Bischofs Emerich Christovich in Temeswar.

2026 – 1836 = 190 Jahre seit der Gründung der römisch‑katholischen Pfarrei Dorobanți, in einer Ortschaft, die ab 1818 mit ungarischen Familien besiedelt wurde.

2026 – 1851 = 175 Jahre seit der Gründung der römisch‑katholischen Pfarrei Mailat. Die Siedlung entstand 1820 auf dem Gut Túregyháza durch die Ansiedlung ungarischer katholischer Tabakbauern.

2026 – 1851 = 175 Jahre seit dem Bau der Pfarrkirche in Turnu, die zu Ehren des Hochfestes Kreuzerhöhung geweiht wurde.

2026 – 1851 = 175 Jahre seit der Errichtung der öffentlichen Kapelle in Nadrag, die dem Fest „Name der Heiligen Jungfrau Maria“ geweiht war. In den Jahren 1927–1928 wurde an gleicher Stelle die jetzige Pfarrkirche mit demselben Patrozinium errichtet.

2026 – 1851 = 175 Jahre seit der Amtseinführung von Bischof Alexander Csajághy, der am 11. April ernannt und am 26. Oktober zum Bischof der Diözese Tschanad mit Sitz in Temeswar konsekriert wurde.

1951 – 2026 = 75 Jahre seit der Deportation in die Bărăgan‑Steppe, von Familien und Personen aus den an der jugoslawischen Grenze gelegenen Ortschaften der Kreise Temesch, Karasch‑Severin und Mehedinți. Aus der Diözese Temeswar wurden auch zwei Priester deportiert: Pfr. László Túry und Pfr. Zoltán Buding.

1951–2026 = 75 Jahre seit dem vom atheistisch-kommunistischen Regime inszenierten Prozess gegen Bischof Dr. h.c. Augustin Pacha, den geheim-konsekrierten Bischof Dr. Adalbert Boros, den geheim-konsekrierten Bischof von Bukarest Josef Schubert und die anderen Mitglieder der „Pacha-Gruppe“. Der nach Vorgaben aus Moskau inszenierte Prozess fand vom 10. bis 17. September 1951 in Bukarest vor einem Militärgericht statt, wobei zehn Angeklagte, denen „Spionage zugunsten des Vatikans“ vorgeworfen wurde, verurteilt wurden.

Pressestelle der Diözese Temeswar