Vom 16. bis am 19. Juli 2026 findet in Temeswar, im Konzertsaal der Banater Philharmonie, die erste Ausgabe des Nationalen Treffens der katholischen Jugendchöre statt. Die Idee zur Organisation eines solchen Ereignisses wurde erstmals im September des vergangenen Jahres von Iustin Călin vorgestellt, während eines Treffens, bei dem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der verschiedenen pastoralen Bereiche und Büros gemeinsam mit S. E. Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, das pastorale Jahr 2025 auswerteten und die Planungen für das neue Jahr 2026 entwarfen.
Inzwischen können Interessierte dank der Facebook-Seite und der eigens eingerichteten Website ausführliche Informationen über die Veranstaltung finden. Als besondere Gäste werden Msgr. Marco Frisina, Leiter des Chors der Diözese Rom und Rektor der Basilika Santa Cecilia in Trastevere, Schwester Cristina Alfano sowie Don Maurizio Lieggi teilnehmen.
Über die Organisation und den Ablauf dieser ersten Ausgabe sprechen wir mit Iustin Călin, dem Leiter des Kulturvereins „Artistul de Mâine“ (Der Künstler von Morgen), Musiklehrer am Römisch-Katholischen Theologischen Lyzeum Gerhardinum, Gründer und Dirigent des ökumenischen Jugendchors „Harmonia Christi“ sowie Initiator dieses jungen musikalischen Projekts.

– Woher kam die Idee, ein solch großes Ereignis zu organisieren?
– Mein größter Wunsch ist es, Gott durch den Gesang und durch die Freude der Zusammenkunft zu loben. Seit ich den Chor „Harmonia Christi“ gegründet habe, ist mir bewusst geworden, dass es über die Schönheit des gemeinsamen Singens hinaus etwas Außergewöhnliches ist, eine Gemeinschaft zu bilden. Von diesem Gedanken ausgehend entstand die Idee, in Temeswar ein Treffen der Jugend- und jungen Erwachsenenchöre zu organisieren – ein Ereignis, das den Teilnehmenden neuen Schwung geben und sie Gott näher bringen soll. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder nach diesem Treffen einen solchen Impuls mit nach Hause nehmen und ihn an die Menschen um sich weiter geben wird.

– Welche waren die ersten Schritte des Projekts? Wie haben Sie diesen Weg begonnen?
– Alles begann mit einem Traum, mit dem Wunsch, möglichst viele junge Menschen und Teilnehmer in dieses Projekt einzubeziehen, denn Gott wirkt durch Menschen und segnet die Projekte, die Ihn verherrlichen. Die Idee nahm vor etwa einem Jahr Gestalt an, als ich zu Seiner Exzellenz, Bischof Josef, ging und ihm sagte, dass ich ein Treffen für Chorsängerinnen und Chorsänger, für Chöre, organisieren möchte. Der Bischof stimmte sofort zu, sagte ohne zu zögern „ja“, und das gab mir einen außergewöhnlichen Antrieb.

– Wie haben die Mitglieder des Chors „Harmonia Christi“ reagiert, als sie von diesem Treffen erfahren haben?
– Sie waren sehr begeistert, und wir haben sofort gemeinsam mit der Arbeit am Projekt begonnen. Im vergangenen Sommer habe ich auch über die besonderen Gäste nachgedacht, und mein größter Wunsch war es, Msgr. Marco Frisina in unserer Mitte einzuladen. Nachdem wir die Zusage von Monsignore Frisina erhalten hatten, stellte ich das Projekt auch beim nationalen Treffen der Jugendbüros vor, wo die Idee mit großer Freude aufgenommen wurde. Jetzt stehen wir kurz davor, die gesamte Organisation abzuschließen.

– Auf der Website der Veranstaltung erfährt man auch, dass es ein Organisationsteam gibt. Wer gehört konkret zu diesem Team?
– Der Großteil des Organisationsteams stammt aus dem Chor „Harmonia Christi“, genauer gesagt aus dem Chorrat, denn seit einiger Zeit verfügt der Chor auch über einen eigenen Rat, der sich um die organisatorischen Aufgaben kümmert. Diejenigen, die mich unterstützen, sind engagierte Mitglieder mit hervorragenden organisatorischen Fähigkeiten: Sie kümmern sich sowohl um die Logistik des Ereignisses – Säle, Unterkünfte, Mahlzeiten – als auch um den eigentlichen Ablauf, die Orte für Workshops und Heilige Messen, die Koordination der Teilnehmenden sowie um die Anmeldungen, ein äußerst wichtiger Aspekt. Wir haben eine speziell dafür zuständige Person, die auch die Website betreut und den gesamten Anmeldeprozess verwaltet, da eine gut strukturierte Datenbank für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung unerlässlich ist. Ich habe also ein Team, auf das ich mich voll und ganz verlassen kann und für das ich sehr dankbar bin. Auch auf diesem Wege möchte ich ihnen von Herzen danken.

– Welche Programmpunkte der drei Tage liegen Ihnen persönlich am meisten am Herzen?
– Das Abschlusskonzert, denn dort werden sich alle Chöre und alle Stimmen zu einem einzigen Herzen, zu einer einzigen Stimme vereinen. Wir werden alle eins sein, was mich an die Worte Jesu Christi erinnert: „damit alle eins seien“. Wir werden nicht mehr viele einzelne Chöre oder Gruppen sein, sondern eine einzige Gemeinschaft. Und das wird ein zutiefst bewegender Moment sein.
Neben dem Abschlusskonzert wird auch das Chorfestival am Freitag wunderbar sein, bei dem sich jeder Chor vorstellen und singen wird.
Was das Programm des Treffens betrifft: Es beginnt mit einer Heiligen Messe im Hohen Dom zum Hl. Georg, zelebriert von Bischof Josef Csaba Pál. Ebenfalls am ersten Tag findet eine gemeinsame Probe für alle Teilnehmenden statt. Am Freitagvormittag gibt es einen Vortrag, gefolgt von Workshops. Danach beginnt das Chorfestival, bei dem jeder Chor 10–15 Minuten lang singen wird. Am Samstagvormittag geht es weiter mit einem weiteren Vortrag und dem zweiten Teil der Workshops. Am Samstag, voraussichtlich um 18.00 Uhr, findet in der Banater Philharmonie das Konzert statt – der Höhepunkt des gesamten Treffens. Am Sonntag feiern wir die Abschlussmesse, in der wir Gott für die gemeinsam verbrachten Tage danken.

– Welche Themen werden die Workshops der besonderen Gäste behandeln?
– Die Themen werden sich auf den Chordienst beziehen. Dieser umfasst mehrere Bereiche: Gesangstechnik, Kirchenmusik, Komposition sowie die Auswahl eines geeigneten Repertoires für die Heilige Messe.

– Bitte stellen Sie uns die Gäste kurz vor.
– Msgr. Marco Frisina braucht kaum noch vorgestellt zu werden, denn er zählt heute zu den bedeutendsten Komponisten zeitgenössischer liturgischer Musik und hat über 700 Werke geschaffen. Erst vor wenigen Tagen sprach ich online mit ihm, und er erzählte mir, dass er im Juli fünf Konzertreisen hat und im Juni außerhalb Europas unterwegs sein wird. Sein Terminkalender ist äußerst voll, daher ist es für uns ein wahrer Segen, dass er zu uns kommt.
Er ist der Gründer und Dirigent des Chors der Diözese Rom, und wir sehen ihn oft im Vatikan bei den vom Heiligen Vater zelebrierten Heiligen Messen. Seine Musik berührt die Herzen wirklich tief. Dass er hier sein wird, das Konzert dirigiert und einen Vortrag hält, ist für uns eine große Ehre und für mich persönlich ein Traum, der darauf wartet, in Erfüllung zu gehen.
Weiter geht es mit Don Maurizio Lieggi, einem Priester mit Abschlüssen in Dirigieren, Orchesterleitung und Komposition. Er ist Dirigent an der Kathedrale zum heiligen Nikolaus in Bari und Gründer der Stiftung „Fragmenti di Luce“, von der ebenfalls einige Mitglieder anwesend sein werden.
Schwester Cristina Alfano hat ein Musikstudium abgeschlossen, das Konservatorium im Fach Operngesang, und ist derzeit Chorleiterin am Heiligtum von Loreto.
All diese besonderen Gäste sind herausragende Persönlichkeiten, die seit Jahrzehnten im Dienst der liturgischen Musik stehen und für diese Tage nach Rumänien kommen, um die Veranstaltung und alle Teilnehmenden zu unterstützen.

– Wie auf der Website der Veranstaltung zu erfahren ist, können auch Erwachsenenchöre teilnehmen, in denen junge Menschen mitsingen. Gibt es dennoch eine maximale Anzahl von Chören oder Personen, die teilnehmen können?
– Die maximale Teilnehmerzahl wird bei etwa dreihundert Personen liegen, da wir die Räumlichkeiten berücksichtigen müssen, in denen die Veranstaltung stattfindet: die Bühne der Philharmonie, die Domkirche zum Hl. Georg sowie die Säle, in denen die Vorträge stattfinden werden. Die Anmeldungen erfolgen zwischen dem 1. und 25. März, jedoch möchte ich betonen, dass es sich dabei um Voranmeldungen handelt. Dies ist notwendig, da sich sowohl Chöre als auch einzelne Sängerinnen und Sänger anmelden können und anschließend eine Kommission eine Auswahl trifft. Die Auswahl erfolgt nicht nach sehr strengen oder professionellen musikalischen Kriterien, sondern vor allem, um zu wissen, wer die Teilnehmenden sind – insbesondere im Fall der unabhängigen Sängerinnen und Sänger. Für uns ist die Qualität wichtig, denn wenn wir ein Konzert in der Philharmonie geben, mit Orchester und allen vereinten Chören, unter der Leitung von Msgr. Marco Frisina, wünschen wir uns Sängerinnen und Sänger, die in einem solchen Ensemble mitsingen können. Dennoch sollte dies niemanden abschrecken. Das Ziel des Treffens ist das Gebet, die Gemeinschaft und vor allem der Gesang.

– Wird die Veranstaltung auch von Sponsoren unterstützt?
– Es gibt mehrere Partner, die uns unterstützen; darunter lokale, aber auch überregionale Sponsoren, die an dieses Ereignis glauben und uns ihre Hilfe anbieten. Unter den Partnern, die an unserer Seite stehen, möchte ich zuerst das Römisch-Katholische Bistum Temeswar erwähnen, durch das wir diese Veranstaltung organisieren, da das Diözesanjugendzentrum der Diözese Temeswar angehört.
Mit großer Freude erwähne ich auch das Nationale Amt für Jugendpastoral, dem wir dieses Treffen vorgeschlagen haben und das die Idee mit viel Offenheit und Freude aufgenommen hat. Sie unterstützen unsere Bekanntmachung im ganzen Land.
Ebenso möchte ich die diözesanen Verantwortlichen erwähnen, denn ich habe viele Werbevideos gesehen, die von verschiedenen Diözesen und Koordinatoren im Land erstellt wurden, und dafür bin ich sehr dankbar.
Mein Dank gilt auch den Sponsoren, die – obwohl wir noch weit vom Veranstaltungstag entfernt sind – bereits jetzt Bereitschaft, Wohlwollen und ein offenes Herz gezeigt haben, um uns zu unterstützen.
Und ich danke auch euch, dem Medienbüro des Bistums, für die Förderung dieser Veranstaltung.

– Haben Sie auch eine Botschaft für die Teilnehmenden des Treffens?
– Meine erste Ermutigung lautet: Habt den Mut, mit Freude zu diesem Ereignis zu kommen! Dieses Treffen ist ein Ort, an dem ihr die Gemeinschaft mit vielen Chören aus dem ganzen Land erleben könnt. Natürlich kann es Hindernisse geben, für manche vielleicht sogar finanzieller Art. Es ist die erste Ausgabe, wir wissen, dass nichts ohne Kosten möglich ist, und wir wissen auch, dass viele Teilnehmende große Anstrengungen unternehmen werden, um dabei zu sein — und dafür sind wir zutiefst dankbar. Wir haben versucht, die Ausgaben so weit wie möglich zu reduzieren. Die Unterkunft wird hotelähnliche Bedingungen bieten, die Mahlzeiten werden im Restaurant eingenommen, und die Räume, in denen die Programme stattfinden, sind angemessen und gut vorbereitet. Wir möchten die bestmöglichen Bedingungen schaffen, denn diejenigen, die singen, sollen ausgeruht sein. Denjenigen, die noch zögern, sich anzumelden, sage ich: Bittet Gott um Gnade, Kraft und Licht vom Heiligen Geist. Und dort, wo ihr auf Schwierigkeiten stoßt, sind wir nur einen Anruf oder eine Nachricht entfernt. Ruft uns an, sprecht mit uns.

– Vielen Dank für Ihre Zeit und für die geteilten Informationen.

Pressestelle der Diözese Temeswar