In Goßwardein fand vom 12. bis 14. März dieses Jahres das Landestreffen der katholischen Medienmitarbeiter in Rumänien (INOMC 2026) statt. An der Veranstaltung nahmen über 40 Vertreter der katholischen Presse und Kommunikation aus verschiedenen Diözesen und Eparchien des Landes teil. Das Treffen, das in der Aula Magna des griechisch-katholischen Theologischen Seminars „Heilige Drei Hierarchen“ ausgerichtet wurde, wollte ein Raum des Dialogs, der Reflexion und der Gemeinschaft für jene sein, die die Kirche durch ihre Tätigkeit im Bereich der Kommunikation unterstützen.

Bei der Eröffnung des Treffens begrüßte Bischof Virgil Bercea, griechisch-katholischer Bischof von Goßwardein, die Teilnehmer und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, sie in Goßwardein versammelt zu sehen. Anschließend verlas er die Botschaft des Apostolischen Nuntius in Rumänien, die an die Teilnehmer des INOMC 2026 gerichtet war. In seiner Botschaft ermutigte Erzbischof Giampiero Gloder die katholischen Kommunikatoren, durch ihre Arbeit Wahrheit und Hoffnung zu dienen, und erinnerte daran, dass „die Kommunikation in der Kirche stets im Dienst der Wahrheit und der Würde der menschlichen Person stehen muss“.

In seinem Beitrag sprach Erzbischof Claudiu-Lucian Pop, Großerzbischof und Metropolit der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche in Rumänien sowie Vorsitzender der Kommission für soziale Kommunikation der Rumänischen Bischofskonferenz (CER), über die tiefe Verantwortung all jener, die im Bereich der Kommunikation tätig sind.

George Bologan, Rumäniens Botschafter beim Heiligen Stuhl und beim Souveränen Malteserorden, hob die wesentliche Rolle katholischer Kommunikatoren in einer Epoche hervor, die von schnellen digitalen Veränderungen geprägt ist. Msgr. László Böcskei, römisch-katholischer Bischof von Goßwardein und Vorsitzender der CER, ermutigte die Teilnehmer, ihre Tätigkeit als Dienst an der Wahrheit und an der Hoffnung zu betrachten. Ausgehend von den Worten des Buches Genesis – „Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ – betonte er, dass dies auch die Sendung der katholischen Medien sein könne: „Die Güte der Dinge zu zeigen, die Güte von Gottes Plan und die Güte der Welt, in der wir leben.“

Am ersten Tag sprach zudem Andrea Gagliarducci, italienischer Journalist und Vatikan-Analyst der Eternal Word Television Network (EWTN). Er bot eine Reflexion über den Sinn des Journalismus in einer Zeit, die von Geschwindigkeit, Polarisierung und Informationsüberfluss beherrscht wird. Im Anschluss folgte ein Dialog mit den Teilnehmern.

Der erste Tag des Treffens endete mit einem kulturellen Akzent: Die Teilnehmer waren eingeladen, am Konzert „Funken des Klaviers, Sturm des Orchesters“ teilzunehmen, dargeboten vom Staatsphilharmonie-Orchester Oradea.

Der zweite Tag begann mit der griechisch-katholischen Heiligen Messe, die am Freitag, dem 13. März, von Groß-Erzbischof Claudiu-Lucian Pop in der Kirche „Hl. Georg“ des griechisch-katholischen Theologischen Seminars gefeiert wurde. Die Feier wurde von den Grundschulkindern der Step-by-Step-Bildungsalternative des griechisch-katholischen Gymnasiums „Iuliu Maniu“ aus Goßwardein musikalisch gestaltet, deren Teilnahme eine Atmosphäre voller Freude und Einfachheit schuf.
In seiner Predigt, die dem Sinn des christlichen Lebens gewidmet war, betonte Groß-Erzbischof Claudiu, dass das gesamte Leben des Gläubigen ein Weg sei, die Liebe Gottes zu erlernen. Am Ende wandte er sich besonders an die Teilnehmer des INOMC 2026 und ermutigte sie, von den Kindern die einfache und aufrichtige Art der Kommunikation zu lernen: „Der gute Gott helfe uns, unser ganzes Leben hindurch Kinder zu bleiben und so zu kommunizieren wie sie: spontan, mit Einfachheit und mit Demut.“
Das Tagesprogramm wurde mit Arbeits- und Dialogsitzungen in der Aula Magna des griechisch-katholischen Pristerseminars „Heilige Drei Hierarchen“ in   fortgesetzt. Dabei wurden zwei Vorträge gehalten: – „Digitale Alphabetisierung und die Neuevangelisierung. Risiken, Chancen und Perspektiven“ – Referent: Pfr. Adrian Dancă, Verantwortlicher der rumänischen Redaktion von Vatican News; – „Die Bewahrung menschlicher Gesichter und Stimmen: Ausbildung und Verantwortung in der institutionellen Kommunikation der Kirche im digitalen Zeitalter“ – Referentin: Doktorandin Alina Balaj, Kommunikationsmanagerin des Forschungslabors der Päpstlichen Universität „Santa Croce“ in Rom.
Im Anschluss folgte ein offener Dialog mit den Teilnehmern. Anwesend waren außerdem Bischof László Böcskei, Oberhirte der griechisch-katholischer Diözese Goßwardein und Vorsitzender der CER, Andrea Gagliarducci, Vatikan-Analyst des Eternal Word Television Network (EWTN), sowie der Gastgeber des Treffens, Bischof Virgil Bercea.
Im Verlauf desselben Tages konnten sich die katholischen Medienschaffenden Rumäniens auch an kulturell-spirituellen Momenten in Goßwardein erfreuen, darunter eine Stadtbesichtigung und die Feier der Kreuzwegandacht in der griechisch-katholischen Kathedrale „Hl. Nikolaus“.

Das Tagesprogramm endete mit dem Vortrag von Pfr. Doru Popovici, Direktor von Radio Maria România und Maria TV, der der Bedeutung des menschlichen Kommunikators im Jahrzehnt der künstlichen Intelligenz gewidmet war.

Der letzte Tag des Treffens begann erneut mit der Heiligen Messe, diesmal im lateinischen Ritus, zelebriert von Bischof László Böcskei, gemeinsam mit Bischof Virgil Bercea, den örtlichen Priestern und den Teilnehmern des Treffens. Die Feier wurde von griechisch-katholischen Theologiestudenten aus Oradea musikalisch gestaltet.

In seiner Predigt betonte der Präsident der Rumänischen Bischofskonferenz (CER) die Bedeutung eines authentischen christlichen Zeugnisses und einer aufrichtigen Kommunikation über Gott in der heutigen Welt. Unter Bezugnahme auf die während des INOMC 2026 vorgetragenen Reflexionen und Vorträge hob der Bischof sowohl die thematische Fülle als auch die aktuellen Herausforderungen hervor, denen sich jene stellen müssen, die im Bereich der kirchlichen Kommunikation tätig sind.

Das Nationaltreffen der katholischen Medienbetreiber 2026 endete in Goßwardein mit einer letzten Arbeitssitzung, moderiert von Pfr. Olimpiu Todorean, Vorsitzenden von Caritas Goßwardein und Redakteur der eparchialen Zeitschrift Vestitorul (Der Bote). Während dieser Sitzung wurden die Schlussfolgerungen des Treffens zusammengefasst, und die Teilnehmer erarbeiteten gemeinsam ein praktisches Instrument mit dem Titel „Dekalog der Online-Kommunikation“, das allen Eparchien und Diözesen unseres Landes zur Verfügung gestellt wird. (nach Informationen von EGCO.ro)

Quelle: www.catholica.ro

Foto auf der Titelseite: Episcopia Greco Catolica – Oradea

Fotogalerie: Raimondo Mario Rupp, Claudiu Sergiu Călin